Mitglied inaktiv
Liebe Kristina, ich stille seit 6 Monaten, seit 1 Monat bekommt meine Tochter zusätzlich mittags Brei. Ich möchte nun langsam abstillen und habe mir ein Ziel bis Ende des Jahres gesetzt, damit es für meine Tochter nicht so eine schnelle Umstellung wird. In den letzten 6 Monaten hatte ich aber immer schon das Problem, dass sie die Flasche nicht nehmen wollte (habe alle erdenklichen Variationen ausprobiert, auch andere Personen, auch eine Trinklernflasche, Becher etc.). Ich konnte also seit der Geburt meiner Tochter nie länger als max. 2 Stunden alleine aus dem Haus. Ich bin jetzt an einem Punkt, an dem ich einfach nicht mehr stillen möchte. Aber meine Tochter verweigert natürlich nach wie vor die Flasche. Sie schreit dann solange, bis ich sie doch wieder an die Brust lasse. Ich weiß nicht, ob ich fähig bin sie solange schreien zulassen, bis sie vor Hunger die Flasche nimmt.Ich habe dabei irgendwie ein ungutes Gefühl. Wie lange halten Babys das eigentlich durch? Ich habe zunächst HA-Nahrung verwendet, da ein leichtes Allergierisiko vorliegt. Nachdem ich die Milch aber selber probiert habe, habe ich nun normale Pre Nahrung gekauft, da ich denke, dass sie dem Geschmack der Mumi vielleicht näher kommt. Aber auch die rührt sie nicht an. Ich bin inzwischen ein bißchen verzweifelt und brauche Rat! Vielen Dank, Johanna-Mia
Kristina Wrede
Liebe Johanna-Mia, das Wichtigste ist: Konsequent bleiben. Soll heißen, wenn Du beschließt, dann und dann gibt es nichts mehr, dann ist das so. Egal ob die Kleine es gut findet oder nicht. Es ist doch nur normal, dass sie einfordert, was sie bislang immer bekommen hatte, und das macht ein kleines Kind eben durch Brüllen oder Schreien. Wenn Mama dann entnervt nachgibt, ist die Lektion, die das Kind gelernt hat: Es geht doch, ich muss nur lang genug schreien. Klar, dass sie dann auch nichts anderes nimmt. Also, mach Dir klar, wie Dein Plan aussehen soll. Erkläre ihn Deiner Tochter - auch so kleine Menschen können schon ziemlich viel verstehen!- und dann "ziehe" den Plan auch durch. Es wäre gut, wenn Du nicht gleich komplett abstillst, sondern nur bestimmte Stillmahlzeiten abschaffst, aber Deine Tochter z.B. morgens nach dem Aufwachen und abends zum Einschlafen noch stillen darf. Aber bitte bitte, lass Deine Tochter mit ihrem Frust dann nicht allein. Du oder der Papa, oder eine andere Person, zu der sie Vertrauen hat, müssen da sein um sie zu trösten und ihr zu zeigen, dass auch ohne Mamis Brust die Welt in Ordnung ist, dass keine Gefahr droht und dass sie nicht allein gelassen wird in ihrer Verzweiflung. Erlaube ihr, sauer und bockig zu sein, bleib gelassen und liebevoll. Du wirst sehen, sie wird bald akzeptiert haben, dass sich die Dinge geändert haben. Und sie wird auch nicht verdursten, garantiert nicht! Ich wünsche Dir Entscheidungskraft und die liebevolle Konsequenz, die Du noch ganz oft im Umgang mit Deinem wachsenden Kind brauchen wirst. Herzlichen Gruß, Kristina
Mitglied inaktiv
Meine Tochter ist auch eine ausgesprochene "Brustfanatikerin"...ich glaube, wenn die Mama nicht so neugierig auf Beikost nach dem 6. Monat gewesen wäre, hätte sie nix vermisst ;-) Wir haben bislang nur drei Mahlzeiten mit Flasche und HA-Nahrung probiert und es geht allerdings nicht ohne riesengroßes Trara, aber letztendlich siegt dann doch der Hunger. Also wenn du unbedingt abstillen willst, musst du dann wohl ne Zeit durch. Vielleicht wirds was einfacher, wenn der Papa die Flasche gibt, dann ist die gute Quelle nicht in Witterungsnähe.
Mitglied inaktiv
Liebe Kristina, vielen Dank für Deine Antwort. Seit 5 Tagen versuche ich nun konsequent meinen Plan umszusetzen. Ich erzähle meiner Tochter zunächst was nun passieren wird und versuche ihr dann die Flasche zu geben. Meiner Tochter hungert jedoch lieber, als dass sie von der Flasche trinkt. Wir schaffen es in 3- 5 Stunden, dass sie ca. 60 ml trinkt. Allerdings saugt sie nicht an der Flasche, sondern kaut eher verzweifelt darauf rum. Während der gesamten Zeit schreit und brüllt sie.Ich tröste und wiege sie, singe ihr was vor und rede behutsam auf sie ein. Eigentlich ist sie ein ganz entspanntes Kind, weint relativ selten. Und jetzt schreit sie stundenlang und ist sichtlich verzweifelt. Für mich ist das wirklich schwer. Ich habe mein Kind auf dem Schoß, das die ganze Zeit den Kopf zu meiner Brust dreht und verzweilet an meinem T-Shirt nuckelt- oft solange bis sie weinend eingeschlafen ist. Ich mache mir Sorgen, ob sie nicht vielleicht irgendwie einen "Knacks" dadurch erleidet und komme mir schon wie eine Rabenmutter vor. Sicher ist Konsequenz in der Erziehung notwendig und wichtig, aber muss man dem Kind nicht wenigstens begründen können, warum man konsequent etwas macht? Ich weiß im Moment wirklich nicht weiter. Ziehe ich nun diese Methode durch oder nicht? Ich befürchte, dass sich meine Tochter auch in Zukunft nicht anders verhalten wird. Aber welche Alternative habe ich? Danke und viele Grüße Johanna-Mia
Kristina Wrede
Liebe Johanna-Mia, es ist immer um einiges schwerer für die Kleinen, wenn sie Mamis Milch riechen und dann von ihr eine andere, nicht so leckere Alternative geboten bekommen. Ist doch verständlich, dass sie sich beschwert! Die Alternative, die Du hast, ist ihr einfach noch ein wenig mehr Zeit zu lassen. Sieh es als Zeichen dafür an, dass Sie noch nicht so weit ist, auf die Brust verzichten zu können. Wer weiß, vielleicht sieht es in einem oder zwei Monaten ganz anders aus? Mit sechs Monaten ist ein Baby einfach noch sooo klein und Mamis Busen tut sooo gut! Ich kann nicht für Sie entscheiden und nicht beurteilen, wie stark Ihre Aussage "ch bin jetzt an einem Punkt, an dem ich einfach nicht mehr stillen möchte" wiegt. Wenn Ihnen das Abstillen wichtiger ist als das, was Ihre Tochter von Ihnen möchte, dann wird die Kleine sich nach Ihnen richten müssen. Solange Sie aber noch Zweifel haben, ist es vielleicht doch noch nicht so "schlimm" mit dem Stillen, dass Sie es wirklich baldmöglichst beenden wollen... Ich bin sicher, Sie werden die für Sie und Ihr Baby richtige Entscheidung treffen werden. Herzlichen Gruß, Kristina Heindel
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