SyS
Hallo, Unsere Tochter ist nicht ganz zwei Wochen alt. Im Krankenhaus kam alle 8 Stunden eine andere bemühte Schwester mit einer eigenen Philosophie. Das Andocken klappte aber bei keiner. Meine Brustwarzen waren eher flach und ziemlich glatt. Also Hütchen. Auch da funktionierte das ansaugen nicht gut, sie biss beide Seiten blutig, aber saugte nicht an. Verdacht auf kurzes Zungenbändchen. Die Schwestern waren sich nicht sicher, beließen es dabei. Sie sahen aber auch keine Fehler bei mir. Die Kleine konnte oder wollte nicht saugen. So fing ich mit abpumpen an, Fütterung über Spritze. Die Menge stiegt, also gings dann zur Sonde über. Momentane Konstruktion: Fütterung mit abgepumpter Milch über Sonde & Hütchen an der Brust. Wie bei einem Brusternährungsset. Ein großer Aufwand. Aufgeben möchte ich nicht. Bevor sie die Milch über die Sonde bekommt, pumpe ich an, leg meine Tochter (nur mit Hütchen) an und versuche sie zum trinken zu animieren, pumpe sogar die Brust mit. Aber saugt einfach nicht, maximal die paar Tropfen, die so aus mir herausquellen. Dann wird ihr Kiefer immer enger... Frust halt. Durch die Sonde läuft die Milch halt besser u schneller. Ich produziere durch das abpumpen eine Milchüberschuss, meine Brüste tropfen sogar. Die Brustwarzen sehen auch besser aus. Seit gestern ist das Zungenbändchen korrigiert. Die Kleine beißt trotzdem. Nun geht das nicht ewig so weiter. Was kann ich denn nur tun, um sie zum saugen zu bewegen? Am Finger klappt das, aber meine Brustwarze anzusaugen scheint ihr zu viel Arbeit -> Frust -> beißen. Laut Internetgeschichten klappt es in Fällen wie meinen plötzlich auf mirakulöse Weise... Möchte so gern stillen, die Voraussetzungen sind ganz gut. Was kann ich denn nur tun? Danke im Voraus und beste Grüße Sylvia PS: ohne Hütchen ist sie völlig verwirrt und beißt gleich volle Kanne zu. Unsere Hebamme ist am Tag unserer Krankenhausentlassung aus gesundheitlichen Gründen ausgefallen. Die Stillberatung im Krankenhaus ist auch keine Hilfe (lag da ja 4Tage). Langsam bin ich ratlos.
Liebe SyS, ich kenne dein Baby nicht, ich sehe nicht, wie es trinkt und wie es aussieht, deshalb könnte ich leider niemals sagen, wie Du weiter vorgehen kannst. Eben so wenig wie ein Arzt, dem Du am Telefon sagen „mir tut mein Rücken weh" eine Ferndiagnose stellen kann, kann eine Stillberaterin bei Saugproblemen aus der Ferne sagen „genau das ist es". Ich kann hier am PC aus dem, was mir die Frauen schildern, bestimmte Rückschlüsse ziehen und mehr oder weniger allgemeine Tipps geben, doch das ersetzt in vielen Situationen niemals die direkte Beratung durch eine Stillberaterin vor Ort. Falls Du noch keinen Kontakt zu einer Stillberaterin hast, solltest Du dich an eine Stillberaterin vor Ort wenden, die dich beim Stillen sehen kann und so feststellen kann, ob Dein Baby korrekt an der Brust saugt oder vielleicht ein Saugproblem vorliegt, das behandelt werden müsste. Sie kann dir Tipps zum Anlegen geben. Adressen von Stillberaterinnen findest Du im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC. Bitte hole Dir schnell Hilfe, mit kompetenter Unterstützung schaffst Du das! Bis du eine Kollegin gefunden hast, hier einige Tipps in Sachen Anlegetechnik: Beim korrekten Anlegen wartest Du, bis das Baby seinen Mund weit öffnet wie zum Gähnen. Dann wird es rasch an die Brust gezogen. Der Mund des Babys sollte mindestens zweieinhalb Zentimeter des Brustwarzenhofes bedecken. Das Kinn und die Nasenspitze des Babys berühren die Brust während der Stillmahlzeit. Die Lippen des Babys sind "aufgeschürzt" und entspannt. Die Zunge des Babys liegt unter der Brust. Schläfen und Ohren des Babys bewegen sich während des Saugens. Das Baby liegt mit der Mutter Bauch an Bauch. Es liegt auf der Seite, so dass sein ganzer Körper der Mutter zugewandt ist. Sein Kopf ruht in ihrer Ellenbeuge, sein Rücken wird von ihrem Unterarm gestützt und sie hält seinen Po oder Oberschenkel mit ihrer Hand. Ohr, Schulter und Hüfte des Babys bilden eine Linie. Der Kopf sollte gerade liegen und nicht zurückgebogen oder zur Seite gedreht sein. Eine gute Beschreibung der korrekten Anlegetechnik findest Du in dem Infoblatt "Anlegen und Stillpositionen", das du dir bei La Leche Liga herunterladen kannst: http://lalecheliga.de/images/Infoblaetter/LLL_Anlegen_und_Stillpositionen.pdf LLLiebe Grüße Biggi
SyS
Mit anderen Worten: keine Ahnung. Versteh ich, hilft nur nicht. Soweit ist mir der Rest auch bekannt. Danke trotzdem.
Liebe SyS, es tut mir leid, wenn Du enttäuscht bist von meiner Antwort, aber ich KANN nicht mehr dazu sagen. Bitte wende Dich doch wirklich an eine Kollegin vor Ort, die Euch SEHEN kann und so sehr viel gezielter helfen kann. Biggi
Nabidu
Hallo Sylvia, Bei meinem Sohn war das genauso, ich konnte in der ersten Woche nicht stillen weil er nicht richtig gesaugt hat und nicht richtig angedockt ist und mir die Brustwarzen wund gesaugt hat. Dann waren wir bei der Osteopathin und die meinte, dass der Nerv für Saugen und Schlucken durch die Geburt eingeklemmt war. Und dann hat es plötzlich geklappt. Nicht schmerzfrei, aber er hat getrunken und ich musste nicht zufüttern. Mit einer Srillberatung und ein bisschen Übung hat dann auch das Anlegen geklappt und jetzt stillen wir seit 6 Monaten absolut problemlos. Viel Glück und halte durch!
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