Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Mal Milch mal keine...

Frage: Mal Milch mal keine...

Mitglied inaktiv

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hallo.. ich habe vor kurzem schon mal gefragt was ich tun könnte, doch leider hat dies nicht geklappt...ich hab keine sorgen mehr ....da alles gut gegangen ist.... Mein Problem ist, dass ich bei Tag alle Stunden stille doch die Milch nicht wirklich da ist.... Mal schluckt die Kleine länger und mehr und ist danach satt und mal saugt und saugt sie und kann nicht schlucken, weil nichts kommt und dann gibt es auch das, das sie für ein paar Sekunden viel Milch schluckt und danach nur nach 5 mal ziehen schluckt und wieder zieht... Heute zB um 11 Uhr hatte sie Hunger.. ich legt sie Richtig an wie hier und überall beschrieben... sie saugt und saugt, doch sie schluckte nicht einmal... als sie dann schon total unruhig war .. habe ich die Seite gewechselt... und wieder war das gleiche.... danach legte ich sie wieder auf die andere Seite und es passierte noch immer nichts... erst als sie schon schrie legte ich sie weg und machte ihr ein Fläschchen das sie dann auf einen Sitz austrank.... und das ist in den letzten Tagen der Fall... Die letzten paar Nächte dachte ich mir dann wieder, dass ich genug Milch habe weil sie ja fast durchschläft und diese Nacht, kam sie auch in der Nacht öfters als sonst und davon war einmal wieder so, dass sie 5-8 mal zog und dann erst schluckte... ( und ich hab ein sehr ungeduldiges Mädl zu Hause)..... Nun heute las ich im Buch: Die Hebammen Sprechstunde von INgeborg Stadelmann dass es sein kann, dass ich einen zu engen Still BH an habe.. Teilen Sie diese Meinung ... Gibt es irgendetwas homäopatisches was ich nehmen könnte, damit ich die milchproduktion wieder anrege oder soll ich es gar lassen und abstillen ( bitte diese möglichkeit als letztes.....ich würde gerne 6 monate voll stillen) Ich habe seit dem ersten Tag der Geburt, immer einen Kampf mit der Milch und kämpfe wie eine löwin, damit ich stillen kann....das ist seit anfang an... Es kann doch nicht sein, dass wenn ich mehr zu tun habe ( wie zB Gedanken machen, weil wir eine Wohnung umbauen müssen und einrichten müssen) immer die milch verlier....?????????????? Es wäre sehr nett, wenn Sie mir wieder einmal helfen könnten!!!!! DaNke DankE lg Niki


Biggi Welter

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Liebe Niki, die Milch ist nicht plötzlich weg, es ist vielmehr so, dass eine Frau manchmal so angespannt oder seelisch aufgewühlt sein kann, dass der Milchspendereflex blockiert wird und die Milch deshalb nicht fließt. Wenn dies passiert, dann funktioniert in aller Regel das Abpumpen noch viel weniger, so dass der Eindruck entsteht, die Milch wäre weg. Leider entwickelt sich dann ganz schnell ein Teufelskreis: die Mutter glaubt, sie habe keine Milch mehr, dadurch ist sie noch angespannter und verzweifelter, was zu einer noch stärkeren Blockierung des Milchspendereflexes führt. Deshalb ist es jetzt ganz wichtig, dass DU DIR alle Ruhe und Entspannung gönnst, die Du bekommen kannst. Wenn möglich, lege dich mit deiner Tochter ins Bett und kümmere dich um nichts anderes, als um dein Kind, dich und das Stillen. Ruhe dich aus, gönne dir etwas Gutes (z.B. ein gemütliches Wannenbad mit einer schönen Tasse Tee und Musik, die dir gefällt). Falls Du einen Geburtsvorbereitungskurs besucht hast, setze die Entspannungsübungen, die Du dort gelernt hast gezielt vor dem Anlegen ein. Denke an etwas Schönes und Beruhigendes, zum Beispiel an einen Spaziergang an einem kleinen, plätschernden Bach oder am Meer. Versuche alle Störungen auszuschalten. Du solltest z.B. das Telefon aushängen, und alles was Du brauchen könntest bei der Hand haben. Dazu können ein Glas Wasser oder Saft, ein gesunder Imbiss oder etwas zu lesen gehören. Lass dich von deinem Partner verwöhnen. Ich befürchte auch, dass dein Kind durch die Flasche saugverwirrt ist und nicht mehr korrekt trinken KANN. Die Trinktechniken an Brust und Flasche (künstlichem Sauger) unterscheiden sich grundlegend. Manche Kinder kommen mit dem Wechsel zwischen den beiden Techniken nicht klar und versuchen dann mit der falschen Technik an der Brust zu trinken. Das funktioniert nicht, das Kind bekommt an der Brust keine oder nur wenig Milch, ist frustriert und lehnt die Brust dann im schlimmsten Fall sogar ab. In dieser Situation spricht man dann von einer Saugverwirrung. Nun kann ein verhängnisvoller Kreislauf beginnen: da das Kind mit der falschen Technik an der Brust trinkt, wird es an der Brust hektisch, saugt an, lässt wieder los, dreht den Kopf hin und her schluckt viel Luft (die wiederum führt möglicherweise zu Bauchproblemen) und da es die Brust nicht mehr richtig stimuliert kommt es zu einem Rückgang der Milchmenge und damit zu weiterem Zufüttern, wenn dieser Kreislauf nicht unterbrochen wird. Eine Saugverwirrung ist alles andere als lustig und Stillberaterinnen wissen aus Erfahrung nur zu gut, warum sie künstlichen Saugern wie Schnuller und Flasche kritisch gegenüberstehen, denn beide bescheren uns immer wieder eine Menge "Beschäftigung". Falls Du noch keinen Kontakt zu einer Stillberaterin hast, solltest Du dich an eine Stillberaterin vor Ort wenden, die dich beim Stillen sehen kann und so feststellen kann, ob dein Baby korrekt an der Brust saugt oder vielleicht ein Saugproblem vorliegt, das behandelt werden müsste. Adressen von Stillberaterinnen findest Du im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). Bis Du eine Kollegin erreichen kannst, hier einige allgemeine Tipps: Du kannst versuchen dein Baby anzulegen, wenn es schon sehr schläfrig oder fast eingeschlafen ist. Viele Babys, die sich weigern, an der Brust zu trinken, wenn sie hellwach sind, tun es im Halbschlaf dann doch. Du kannst ihm die Brust auch immer wieder anbieten, wenn es wach ist, dränge aber nicht. Manche Babys sind eher bereit zu trinken, wenn ihre Mutter umhergeht statt stillzusitzen. Weitere Maßnahmen, die sich bewährt haben, sind: im Umhergehen stillen, in der Badewanne oder im Schaukelstuhl stillen, im Halbdunkeln stillen, im Halbschlaf stillen, das Baby mit der Brust spielen lassen, unterschiedliche Stillhaltungen ausprobieren, alle künstlichen Sauger vermeiden, das Baby massieren, viel Körperkontakt (Haut auf Haut), und ganz wichtig: keinen Stillstress erzeugen, weder bei der Mutter noch beim Kind, Ruhe und Gelassenheit, auch wenn es schwer fällt. Um deine Milchproduktion aufrecht zu erhalten und zu verhindern, dass die Brust übervoll wird, sollte die Milch ausgestrichen oder abgepumpt werden. Die so gewonnene Milch kann dem Kind mit einer alternativen Fütterungsmethode angeboten werden, z.B. mit einem Becher. Die Flasche ist in dieser Situation nicht unproblematisch, denn es kann passieren, dass sich dein Kind dann zur Flasche hin abstillt. LLLiebe Grüße Biggi Welter


Mitglied inaktiv

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Hi Biggi... danke für die rasche Antwort!!! Ich habe eben gestillt und es war wieder Milch vorhanden bzw sie ist wieder geflossen. Kann es daran liegen, dass manchmal mein 3 jähriger sohn in der Umgebung wo wir stillen .. schreit rumhüpft und laut spielt? Da kann ich aber nichts abstellen, da mein Mann nicht zu Hause ist( er arbeitet tagsüber - logisch) und mein großer mir dann immer ins Zimmer nach kommt. Ich ermahne ihn zwar immer, wenn er laut ist, aber dennoch bringt das nicht wirklich was. Er hat gerade seine Wilde Phase und liebt Reparaturen mit Hammer Säge Bagger usw.... ( also geht es oft zu wie auf einer Baustelle) Ich wohne leider in Villach und da gibt es nur diese Stillberaterinnen die im Krankenhaus waren und die haben mir damals schon gesagt, dass ich keine Milch bekomme ( wegen dem Notkaiserschnitt) und lieber die Flasche geben sollte.... ( wo ich mich mit Händen und Füssen dagegen gewehrt habe.. mit Erfolg bzw Teilerfolg) Ich bin somit auf mich allein gestellt und vertraue Ihnenl, da Sie für mich eine gute Einstellung haben und sagen, dass jede Mutter stillen kann. Schnuller hat meine kleine sehr gerne, Flaschennahrung mag sie aber nicht wirklich. Wenn sie nicht total hungrig ist, würgt es sie vom künstlichen Saugschnuller an der Flasche und trinkt nur ganz wenig... Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass ich seit einigen Wochen wieder erst die letzten 2 Tage( 3 mal ) die Flasche zu Hilfe nahm.....davon hat sie 2 mal garnichts getrunken und 1 mal ( eben vorhin) alles ausgetrunken Ich habe nicht vor aufzugeben, auch wenn viele sagen, dass ich es mir unnötig schwer mache und lieber die Flasche geben sollte!!! Glg Niki


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Liebe Niki, tatsächlich kann Stress dazu führen, dass die Milch nur schwer fließt. Es kann also passieren, dass theoretisch die Brust genügend Milch bilden würde, aufgrund der Stresshormone der Milchspendereflex nicht ausgelöst wird. Sie haben ganz recht: Mit einem aktiven größeren Geschwister ist es kaum möglich, in Ruhe zu stillen. Meist muss das aber auch gar nicht sein, denn die kleineren Geschwister gewöhnen sich daran. Wenn sie tagsüber dann zu sehr abgelenkt werden sollten, werden sie sich das "Vrpasste" in der Nacht oder den fühen Morgenstunden holen. Ein Baby bekommt das meist sehr gut hin, solange es wirklich nach Bedarf gestillt wird (also immer dann Trinken darf, wenn es möchte). Darum brauchen Sie sich keine so großen Sorgen zu machen, und ihren "Großen" auch nicht zu viel zu ermahnen (funktioniert ja meist sowieso nicht, und könnte bei ihm nur zu Eifersucht oder Trotz führen). Statt dessen könnten Sie sich eine "Stillkiste" einrichten, in der ganz besondere Spielsachen sind, die er nur dann benutzen darf, wenn Sie die kleine Schwester stillen. Auf diese Weise wird er sich 1) aufs Stillen freuen und 2) zumindest ein Weilchen abgelenkt und vielleicht auch etwas ruhiger sein. Sie schaffen das sicher, mit so viel tollem Engagement werden Sie es den anderen schon zeigen! Herzlichen Gruß, Kristina


Mitglied inaktiv

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Hallo kristina.... also das mit der Spielkiste das mach ich direkt mal.....danke für den tipp....auch habe ich den tipp von biggi befolgt und bin dann um 23 uhr ins bett gelegen und hab es mal im liegen mit dem stillen versucht... ich kann garnicht sagen ob sie viel getrunken hat oder wer erster geschlafen hat von uns beiden.. jedenfalls bin ich eine stunde später aufgewacht und Eileen hat geschlafen *schmunzel* Jedenfalls dank ich euch beiden für euren rat und die geduld.... mütter können doch so anstrengend sein oder? grins... danke nochmal ich werd die tipps befolgen.... lg niki


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