Mitglied inaktiv
liebe biggi, erstmal danke für die schnuller-info. habe jetzt eine andere frage: bei der letzten wiege-mess-kontrolle meinte die schwester ( wohne in schweden und da werden die routinechecs von fachschwestern gemacht), ach ja, mal sehen, wie es nächsten monat ist, vielleicht kommt dann die zeit zum zufüttern, weil bei mir alle fettreserven aufgebraucht seien. kann das sein? kann man schon nach doch rel kurzer zeit des stillens "ausgelaugt" sein? möchte gerne mind 6 monate vollstillen. habe selbst auch guten appetit und gabriel gedeiht bislang prächtig. habe selbst zwar keine waage, passe aber 4 monate nach der geburt noch nicht wieder in alle alten hosen rein : ) viele grüße, julia
Liebe Julia, keine Sorge! Leider wird immer wieder gesagt, stillen lauge die Mutter aus oder führe zu Erschöpfungszuständen usw. . Wenn das Stillen so anstrengend und für die Mutter belastend wäre, würden anerkannte Organisationen wie die WHO (Weltgesundheitsorganisation) nicht eine mindestens zweijährige Stillzeit für ALLE Kinder empfehlen (nicht nur für die, die in Entwicklungsländern leben, wie diese Empfehlung fälschlicherweise immer wieder ausgelegt wird). Die WHO setzt sich auch das Wohl der Frauen ein. Das Stillen laugt die Mütter nicht aus und schwächt auch nicht ihr Immunsystem, auch wenn dies immer wieder behauptet wird. Die Milch ist auch nicht plötzlich vollständig weg, es ist vielmehr so, dass eine Frau manchmal so angespannt oder seelisch aufgewühlt sein kann, dass der Milchspendereflex blockiert wird und die Milch deshalb nicht fließt. Wenn dies passiert, dann funktioniert in aller Regel das Abpumpen noch viel weniger, so dass der Eindruck entsteht, die Milch wäre weg. Leider entwickelt sich dann ganz schnell ein Teufelskreis: die Mutter glaubt, sie habe keine Milch mehr, dadurch ist sie noch angespannter und verzweifelter, was zu einer noch stärkeren Blockierung des Milchspendereflexes führt. Die Vorstellung, dass die Brust (ähnlich wie eine Flasche) nach dem Stillen leer ist und erst wieder aufgefüllt werden muss, ist so nicht richtig. Zwar wird zwischen den Stillmahlzeiten Milch produziert, der Hauptanteil der Milch wird jedoch erst während des Stillens gebildet. Das Saugen des Kindes gibt das entsprechende Signal zur Milchbildung, der Milchspendereflex wird dann ausgelöst. Deshalb ist es auch falsch zwischen den Stillmahlzeiten eine längere Pause einzulegen, damit sich die Milch in der Brust sammelt, sondern es muss häufiger angelegt werden, um die Milchmenge zu steigern. LLLiebe Grüße, Biggi
Mitglied inaktiv
Hallo Julia, sorry, wenn ich mich einmische...aber ich kann mir nicht vorstellen, dass wenn Du genug isst, die Milch aufhört zu fließen. Außer, Du hast viel Stress oder selbst keine Lust mehr aufs Stillen. Ich selbst habe bereits nach ganz kurzer Zeit wieder mein altes Gewicht gehabt, obwohl ich gegessen hab wie ein Scheunendrescher. Meine Kleine wollte aber auch von Anfang an alle 2 Stunden an die Brust und ich schätze mal, dass mein Hunger daher kam; irgendwie muss man ja seine Milchproduktion in Gang halten. Ich kann nur sagen, dass meine Milch Gottseidank noch immer fließt, weil meine Tochter sich partout nicht abstillen lassen will. Also lass Dich mal nicht verrückt machen und still einfach solange weiter, bis Du merkst, dass Dein Sohn von Deiner Milch nicht mehr satt wird. Dann kannst Du ja immer noch zufüttern. Finde ich zumindest:-) Liebe Grüße, Eva
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