Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

ist meine Milch sättigend

Frage: ist meine Milch sättigend

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Am 01.01.03 sind meine Zwillinge geboren. Bis lang hat es mit dem Stillen ganz gut funktioniert. Seit kurzer Zeit sind meine beiden abends bis spät in die Nacht sehr unruhig, schreien. An der Brust schlafen sie dann ein. Kurze Zeit später schreien sie wieder usw. Ist es möglich, dass meine Milch abends nicht mehr nahrhaft genug ist obwohl genügend Milch vorhanden ist.


Biggi Welter

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Liebe Ivonne, keine Bange! Es ist ein Ammenmärchen, dass es „zu dünne" oder „zu wenig nahrhafte" Muttermilch gäbe. Obwohl sich Frauen in verschiedenen Ländern und unterschiedlichen Kulturen sehr unterschiedlich ernähren (und leider nicht selten auch mangel- oder unterernährt sind), gibt es so gut wie keine Unterschiede in der Zusammensetzung der Muttermilch. Es ist sehr schwierig bis unmöglich, die Milchzusammensetzung deutlich über die Ernährung zu beeinflussen. Dies ist ein weiser Schachzug der Natur, um das Überleben der Nachkommen zu sichern. Du kannst daher sicher sein, dass auch deine Milch nahrhaft genug für dein Baby ist. Muttermilch verändert sich in der Zusammensetzung, was den Fett-, Eiweiß- und Kohlenhydratgehalt betrifft nach der Entwicklung von Kolostrum in Reife Muttermilch nicht mehr. Somit verändert sich auch der Kaloriengehalt der Muttermilch von rund 70 kcal pro 100 ml nicht und zwar gleich, ob das Kind sechs Wochen, sechs Monate oder zwei Jahre alt ist. Was sich verändert ist der Gehalt an Antikörpern, der in verschiedenen Altersstufen STEIGT. Passenderweise erhöht sich der Antikörpergehalt der Muttermilch immer dann, wenn das Kind eine Stufe erreicht, in der es mit mehr Keimen in Berührung kommt, z.B. wenn es anfängt zu krabbeln und alles in den Mund zu stecken und auch wieder etwa nach einem Jahr, wenn das Kind nochmals mobiler wird und oft auch mit mehr Menschen zusammenkommt, als als Neugeborenes. Deine Babys sind aber im klassischen Alter für einen Wachstumsschub. Wachstumsschübe sind Zeiten erhöhter Nachfrage, in denen das Baby sehr oft gestillt werden möchte. Wird das Baby dann auch häufig angelegt (etwa alle zwei Stunden, manchmal sogar noch häufiger), erhält der Körper der Frau das Signal „mehr Milch bilden" und nach ein paar Tagen ist der Spuk vorbei und die Milchmenge hat sich dem Bedarf der Babys wieder angepasst. Stillen funktioniert nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage. Du hast dann nicht zu wenig Milch, sondern der Bedarf deiner Babys hat sich vergrößert und die Brust muss darauf erst reagieren. Je häufiger angelegt und die Brust effektiv entleert wird, um so mehr Milch wird gebildet. Ich hoffe, ich konnte dich beruhigen, solltest Du noch Fragen haben, bin ich gerne für dich da. LLLiebe Grüße Biggi


Mitglied inaktiv

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Liebe Ivonne, es ist ganz normal, dass Baby abends öfters an die Brust wollen und sehr unruhig sind. Ich habe dies bei meinen Zwillingen ebenfalls erlebt, diese Phase dauerte einige Wochen, dann wurde es besser. Hast Du abends Hilfe? Wichtig für mich war, dass ich abends nicht alleine war. Ich sass halt da und habe gestillt, ab und zu habe ich meinem Mann mal ein Kind in die Hand gedrückt, damit ich mal was essen konnte. Es gab auch Situationen in denen ich alleine war, wo ich auf dem Pezziball wippte, in jedem Arm ein Kind und in einer Hand eine Pizza balncierend. Bitte gibt nicht auf und fütter auf keinen Fall zu. Ich wünsche Euch alles Gute


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