Mitglied inaktiv
Liebe Biggi, nun habe ich es nach über 8 Monaten recht problemloser Stillzeit geschafft. Seit Samstag ist die rechte Brust gestaut. Ich habe seitdem viel gelegen, alle 1-2 Stunden gestillt - Felix hat mich nachts sogar selbst so oft geweckt!, abwechselnd gekühlt und gewärmt, die unterschiedlichsten Stillpositionen ausprobiert, aber bisher leider nicht so erfolgreich. Die schlimmste Verhärtung ist zwar seit Samstag Abend weg, aber die Brust ist sehr berührungsempfindlich, war gestern abend auch deutlich gerötet. Ansonsten fühle ich mich aber noch gut, so dass ich(noch)keine Entzündung vermute. Was kann ich denn noch versuchen? Wie sieht es eigentlich mit der anderen Brust aus? Da ich ja immer mit der gestauten Seite anfange, habe ich die Befürchtung, dass sich dort auch noch eine Stauung bilden könnte. Und noch eine Frage: Da ich ja verstärkt stille, habe ich gestern einen Teil Beikost weggelassen. Ist das o.k.? Aber wird eigentlich nicht durch das vermehrte Anlegen die Milchproduktion noch erhöht und so der Stau größer? Ich hoffe, Du kannst bald antworten - meine Stillberaterin hier vor Ort sind nämlich auch nicht zu erreichen :-( Liebe Grüße, Petra
? Liebe Petra, du hast ja schon alles gemacht, was ich in einer solchen Situation empfehle. Wichtig ist noch, dass Du dir Ruhe gönnst. Ruhe, Ruhe und nochmals Ruhe ist absolut notwendig. Die häufigste Ursache für Brustentzündungen ist eine Übermüdung der Mutter. Leg dich am besten ins Bett (so weit es möglich ist), lege deine Kind häufig an, so dass die Milch in der betroffenen Brust am Fließen gehalten wird und achte auch ein wenig auf die andere Seite, damit die nicht „zu kurz kommt" und sich dort ein Stau bildet. Sollten deine Beschwerden bis morgen oder spätestens übermorgen nicht vergehen oder solltest Du Fieber, grippeähnliche Symptome oder Schüttelfrost bekommen, dann wende dich bitte an eine Ärztin/Arzt. Durch das Vermehrte Anlegen wird normalerweise die Brust zu mehr Milchbildung angeregt, das Kühlen nach dem Anlegen wirkt dem jedoch wieder etwas entgegen und generell ist es nun wichtig, dass die Milch fließt, um Bakterien keinen Nährboden zu gewähren. Insgesamt wird sich wieder ein Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage einstellen. Wenn dein Kind nun vorübergehend etwas weniger Beikost isst, wird ihm das nicht schaden. Gute Besserung und LLLiebe Grüße Biggi
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