Mitglied inaktiv
Hallo Biggi, deine Tipps und die meiner Hebamme haben wirklich gut geholfen.Das Wechselstillen, das häufige Anlegen, ein wenig mehr ruhe für mich, ganz ganz viele Schmuseeinheiten mit dem kleinen, der Stilltee ... . Bockhornkleesamen hab ich gar nicht gebraucht. Hätte ich heute von meiner Hebamme bekommen aber seit gestern Abend lauf ich wieder aus:-) (Ausnahmsweise freu ich mich mal übers auslaufen). Jetzt pendelt sich das bestimmt wieder bald ein und ich kann glücklich weiterstillen. Eigendlich wollte ich dir nur diese positive Nachricht überbringen, muss dir heute jedoch auch wider ne Frage stellen: Ich habe gehört dass die kleinen noch kein Sättigungsgefühl kennen und man deshalb beim stillen nicht kontrollieren kann wieviel sie trinken.Ne Bekannte von mir findet deshalb die Flasche besser, dann kann sie kontrollieren wie viel er trinkt und wenn sie nun dann die Beikost einführt, dann kann sie die Mengen besser unter Kontrolle halten damit er nicht zu dick wird. So hat sie das wörtlich zu mir gesagt. Ihr Sohn ist 9 Monate und wiegt 7 1/2kg, meiner ist ein kräftiger Bursche, und hat mit seinen 5 Monaten schon 8 1/2 kg. Ich denke sie hat das nur gesagt weil mein kleiner etwas kräftiger ist (noch nicht mal dick, einfach stabil gebaut) aber stimmt das mit dem Sättigungsgefühl und mit der Kontrolle der Mengen? Beim stillen brauche ich doch nicht auf dei Menge zu achten? Nochmals vielen vielen Dank LG Jenny
Liebe Jenny, ich freue mich sehr mit dir, schön, dass es jetzt so toll klappt. Babys gibt es in verschiedenen Größen und die Bandbreite ist da sehr groß. Wie ein Kind als Baby aussieht, sagt auch nichts darüber aus, wie es später als Erwachsener aussehen wird. Die Statur der Kinder ist genetisch festgelegt und bei einem Kind das nach Bedarf gestillt wird, ist nicht zu befürchten, dass dadurch der Grundstein für ein späteres Problem mit Übergewicht gelegt wird. Im Gegenteil, Stillen schützt vor Übergewicht. Das heißt jedoch nicht, dass nicht auch ein gestilltes Baby zwischendurch wie ein kleiner Buddha aussehen kann. Im Gegensatz zur (industriell) stark weiterverarbeiteten Nahrung enthält Muttermilch keine leeren Kalorien. Es gibt keinen Beweis dafür, dass ein gestilltes Kind, das rasch zunimmt, als Erwachsener Gewichtsprobleme haben wird. Im Gegenteil es gibt mehrere Untersuchungen, die zeigen, dass Stillen eindeutig vor Übergewicht schützt und dass dieser Schutz nicht nur im Kindesalter sondern auch beim Erwachsenen anhält. Das Fett, das sich in der relativ passiven Phase vor dem Krabbelalter möglicherweise ansammelt, stellt einen Vorrat für die sehr aktive Phase dar, in der das quirlige Krabbelkind keine Zeit zum Essen haben will. Im Alter von ein bis zwei Jahren werden die Kinder, die schnell zugenommen haben, gewöhnlich von alleine schlanker. GERADE Kinder, die nach Bedarf gestillt werden, behalten ein gutes Gefühl dafür, wann sie satt sind, denn sie entscheiden ja selbst, wann und wie viel sie trinken. Also keine Sorge, durch das Stillen nach Bedarf wird sicher nicht den Grundstein für spätere Gewichtsprobleme gelegt. LLLiebe Grüße Biggi Welter
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