Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Beikost

Frage: Beikost

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Hallo, habe noch eine Frage, meine Tochter ist 6 Monate alt und bekommt schon mittags Gemüse-Kartoffel-Fleischbrei. Sonst stille ich noch. Ich habe gelesen, dass man nach ca. einem Monat mit dem Abendbrei / Milch-Getreide-Brei als nächstes anfangen soll. Meine Tochter zahnt momentan und hat schon ein Zähnchen, das Problem ist dass die Kleine beim Stillen beißt und nicht mehr richtig trinkt! (einwenig im Halbschlaf).Ich wollte aber jetzt mit der Getreide-Obst-Brei anfagen auf Wasserbasis und weiter noch versuchen zu stillen. Da Sie morgens nicht viel trinkt, (nimmt auch keine Flasche) würde ich mit dem Brei anfangen. Kann man den Brei morgens auch geben?? Also würde ich so vorgehen: ca. 5-6 Uhr: stillen (nach Bedarf) ca. 9 Uhr Getreide-Obst-Brei ca. 11-12 Uhr Stillen (weil da sie schon müde ist und trinkt besser, danach macht sie mittagsschlaf) ca. 14-15 Uhr Gemüse-Kartf-Fleisch-Brei ca. 18-19 Uhr Stillen (vor dem Schlafen gehen) trinkt aber auch müde nachts stillen nach bedarf. ich würde noch gerne weiterstillen, aber sie trinkt nicht viel und beißt schon richtig, was natürlich weh tut. Wenn Sie den Getreide-Obst-Brei akzeptiert, dann wollte ich mit dem Milch-Getreide abends anfangen und versuchen weiter zu stillen, wenn es geht! Oder wir soll ich besser vorgehen??? PS: ich bringe gerade bei aus dem Becher zu trinken, das klappt aber noch nicht so gut.... Vielen DAnk im Voraus!


Biggi Welter

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Liebe natik81, wenn ein Kind Zähne bekommt, dann muss es sich zunächst selbst erst einmal an die „neuen Dinger“ in seinem Mund gewöhnen und es muss in manchen Fällen erst lernen, wie es an der Brust trinken kann, ohne dass es diese neuen Zähne in die Brust der Mutter „eingräbt“. Zunächst einmal, kannst Du die Stillpositionen häufig wechseln, damit nicht immer die gleichen Stellen belastet werden und deine Brust sich wieder erholen und die wunden Stellen abheilen können. Eventuell kannst Du auch etwas hochgereinigtes Wollfett (gibt es unter den Handelsnamen Lanosin, Lansinoh oder Purelan in der Apotheke) dünn auf deine Brustwarzen auftragen, um die Heilung zu unterstützen. Außerdem kannst Du deiner Tochter vermitteln, dass ihre derzeitige Trinktechnik dir weh tut. Dabei kannst Du so vorgehen, wie bei einem beißenden Baby, bei dem sich die folgenden Strategien bewährt haben: das Baby ohne großes Aufheben von der Brust nehmen sobald es seine Zähne in deine Brust drückt, damit es nicht versucht ist zu probieren, ob es die Mutter nochmals zusammenzucken lassen kann. etwas Angemessenes zum Beißen anbieten. Sobald es zu einem Biss oder einem Beinahe Biss kommt, bietest Du dem Baby einen Beißring oder ein Spielzeug an, damit es weiß, wo es seine Zähne einsetzen darf. das Baby schnell auf den Boden legen. Einige Mütter wollen auf das Beißen strenger reagieren. Nach ein paar Schrecksekunden für das Baby, die dem Ablegen folgen, sollte es beruhigt werden und die Rückmeldung bekommen, dass Beißen unangenehme Folgen hat. einen Finger in die Nähe des Mundes des Babys legen, um den Saugschluss schnell zu unterbrechen, wenn es seinen Kopf dreht. Manche Babys lieben es, die Brustwarze nicht loszulassen, wenn sie abgelenkt werden und ihren Kopf drehen. Dies kann verhindert werden, wenn die Mutter einen Finger bereit hält, um den Saugschluss zu unterbrechen. Es wird nicht lange dauern, bis das Baby gelernt hat, dass sich wegdrehen bedeutet, die Brustwarze zu verlieren. mit dem Baby reden und ihm erklären, dass Du das Beißen nicht lustig findest (klingt vielleicht noch verfrüht bei einem Baby, aber es funktioniert vielfach tatsächlich). Du kannst jetzt natürlich erst mit dem Brei am Vormittag beginnen, dein Kind braucht auch noch gar keinen Milchbrei, wenn es oft genug gestillt wird. In welcher Reihenfolge die Stillzeiten durch andere Mahlzeiten ersetzt werden, bleibt jeder Mutter selbst überlassen. Es wird sogar empfohlen neue Nahrungsmittel nicht am Abend einzuführen, da dann eventuelle Unverträglichkeitsreaktionen in die Nacht fallen können. So lange ein Baby noch mehrmals gestillt wird, muss nicht unbedingt eine weitere Milchmahlzeit (Milchbrei) eingeführt werden, da das Kind seinen Milchbedarf mit der Muttermilch decken kann. Man kann eine Faustregel aufstellen, dass ein Baby mit sieben Monaten eine bis zwei zusätzliche Beikostmahlzeiten ergänzend zur Muttermilch bekommt, mit acht Monaten zwei bis drei, mit neun Monaten zwei bis vier, mit zehn Monaten vier und mit zehn bis zwölf Monaten drei bis fünf. Daneben kann und darf es so oft gestillt werden, wie es möchte. Mit sieben bis neun Monaten braucht das Kind noch mindestens drei Milchmahlzeiten, mit zehn bis zwölf Monaten noch mindestens zwei. Ich hoffe, es klappt bald besser mit dem Zähnchen. LLLiebe Grüße, Biggi


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