Mitglied inaktiv
Habe bis vor 3 Wochen meinen Sohn (6 Mon.) vollgestillt. Leider hatte er gerade die ersten 4 Monate diese Drei-Monatskoliken, weshalb er immer Tropfen bekommen hat. Dann war ca. 1 Monat alles i.O. mit den Blähungen. Dann hat er allerdings wieder Anzeichen für Blähungen gehabt, zwar nicht mehr so krampfartige, aber er hat viel Luft hintenraus geblasen und es hat furchtbar gestunken. Der Kinderarzt meinte dann vor 3 Wochen ich solle jetzt schon mittags auf Brei umstellen, daß würde es wieder in Gleichgewicht bringen. Ich war nicht gerade sehr erfreut darüber, weil ich gern gestillt habe und ich auch das Gefühl hatte, daß er satt wird. Aber wenn es seiner Verdauung hilft. Und es wurde auch besser damit. Allerdings habe ich jetzt das Gefühl, daß er nicht mehr so richtigen Appetit auf Muttermilch hat, er spielt an den Stillmahlzeiten mehr als das er richtig saugt. Will er jetzt die Milch nicht mehr oder wird er davon nicht mehr so satt? Allerdings isst er den Brei auch nicht gerade mit Genuß. Was soll ich tun? Ich würde schon gerne alle anderen Mahlzeiten noch weiter stillen. Liebe Grüße Yvonne!
? Liebe Yvonne, Beikost hat in aller Regel keinen positiven Einfluss auf Blähungen, eher im Gegenteil, dadurch, dass sich der Darm an eine neue Arbeit gewöhnen muss. Von daher ist die Empfehlung wieder ein „Gleichgewicht" auf diese Weise zu erreichen schwer verständlich und hat ja auch nicht wirklich zu einer Lösung geführt, da das Kind den Brei offensichtlich nicht gerne isst und sich das Stillverhalten negativ verändert hat. Ob Sie jetzt mit der Beikost weitermachen oder wieder zum vollen Stillen zurückkehren sollten Sie anhand des Verhaltens Ihres Kindes entscheiden. Erfüllt es die Kriterien für die Bereitschaft zu Beikost, diese geben einen guten Anhaltspunkt, für die Entscheidung Beikost ja oder nein: • es ist in der Lage alleine aufrecht zu sitzen, • der Zungenstoßreflex, durch den das Baby feste Nahrung automatisch wieder aus dem Mund herausschiebt, hat sich abgeschwächt, • es zeigt Bereitschaft zum Kauen, • es kann selbstständig Nahrung aufnehmen und in den Mund stecken, • es zeigt ein gesteigertes Stillbedürfnis, das sich nicht mit einer Erkrankung, dem Zahnen oder einer Veränderung in seiner Umgebung oder in seinem Tagesablauf in Verbindung bringen läßt. Wenn alle diese Punkte erfüllt sind, ist der Zeitpunkt für den Beginn der Beikost gekommen (meist ist das Kind dann etwa ein halbes Jahr alt, es kann aber auch eventuell jünger (eher selten) oder älter (nicht ganz so selten) sein) und Sie können Ihrem Kind langsam zusätzliche Nahrung ergänzend zur Muttermilch anbieten. Ihr Kind ist jetzt auch in einem Alter, in dem die Welt sehr interessant ist und erforscht werden muss. Manche Kinder sind in dieser Zeit so sehr damit beschäftigt, ihre Umgebung zu erobern, dass sie „keine Zeit" für das Trinken an der Brust haben und lieber spielen und entdecken wollen. Das bedeutet keineswegs, dass dem Kind die Milch nicht mehr schmeckt oder es nicht mehr davon satt wird, sondern es ist einfach ein Phase der extremen Ablenkbarkeit, die über kurz oder lang wieder vorübergehen wird. In dieser Situation kann es hilfreich sein, wenn sich Mutter und Kind zum Stillen in eine ruhige, vielleicht auch abgedunkelte Umgebung zurückziehen, so dass die Möglichkeiten zur Ablenkung so gering wie es nur geht, gehalten werden. Probieren Sie das doch einmal aus. Die Einführung der Beikost bedeutet nicht, dass das baldige Abstillen sofort um die Ecke lauert. Sie können für Ihren Sohn den Begriff BEI-Kost absolut wörtlich nehmen: es ist Kost, die als Ergänzung und nicht als Ersatz für die Muttermilch gegeben wird. Wäre es ein Ersatz, würde es ANSTATT-Kost heißen. Im gesamten ersten Lebensjahr sollte Muttermilch die Hauptnahrungsquelle des Kindes sein, erst nach dem ersten Geburtstag kehren sich die Verhältnisse um. Schauen Sie auf Ihr Kind und lassen Sie sich von ihm leiten, es weiß selbst am besten was und wieviel es braucht. LLLiebe Grüße Biggi Welter
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