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Hallo, mein Sohn ist nun etwas über 6 Monate alt. Seit Anfang Dezember isst er Mittags den Gemüsebrei. Das klappt auch sehr gut. Anfang Januar haben wir nun mit dem Getreide-Milch-Brei angefangen. Zunächst als Abendbrei, allerdings ist es mir lieber, ihn abends noch zu stillen. Sein Essenplan sieht folgendermaßen aus: ca 4-5 Uhr: stillen ca. 9 Uhr: stillen ca. 12 - 13 Uhr: Gemüse-Fleisch-Brei ca. 16 Uhr: Getreide-Milch-Brei ca. 19.30 Uhr stillen Allerdings fällt die Vormittagsmahlzeit auch mal weg, wenn er frühs länger schläft und ich ihn erst so zw. 6-7 Uhr stille. dann zieh ich die Mittagsmahlzeit etwas vor, ebenso die Nachmittagsmahlzeit. Ist das mit dem Essen so ok? weil ich öfters gelesen habe, dass stillen eigentlich noch Hauptmahlzeit sein soll... Als nächsten Schritt würde ich gern den GOB einführen, dann vormittags. Ist auch das ok? Bzw. wenn ich er keine Vormittagsmahlzeit bekommt, kann ich dann auch täglich nachmittags abwechseln mit GOB und GMB? Oder bekommt er dann zu wenig Milch, wenn ich nur den GOB anbiete? Hoffe das war verständlich... Vielen Dank schon mal im Voraus... LG Stephie....
Liebe Stephie, ja, das ist absolut in Ordnung! Du musst keine festen Mahlzeiten einführen und kannst auch mehrmals am Tag kleine Beikostportionen anbieten. Die Empfehlung lautet nicht strikt erst eine komplette Mahlzeit vollständig zu ersetzen, ehe die nächste Mahlzeit ersetzt wird, sondern erst etwa eine Woche abwarten, ehe ein neues Nahrungsmittel eingeführt wird und die Beikost als Ergänzung und nicht als Ersatz für die Muttermilch betrachten. Daher gibt es auch keine festgelegte Zahl für die Stillmahlzeiten, sondern das Kind kann weiterhin nach Bedarf gestillt werden. Im gesamten ersten Lebensjahr sollte Muttermilch das Hauptnahrungsmittel des Kindes sein. Man kann eine Faustregel aufstellen, dass ein Baby mit sieben Monaten eine bis zwei zusätzliche Beikostmahlzeiten ergänzend zur Muttermilch bekommt, mit acht Monaten zwei bis drei, mit neun Monaten zwei bis vier, mit zehn Monaten vier und mit zehn bis zwölf Monaten drei bis fünf. Daneben kann und darf es so oft gestillt werden, wie es möchte. Mit sieben bis neun Monaten braucht das Kind noch mindestens drei Milchmahlzeiten, mit zehn bis zwölf Monaten noch mindestens zwei. Wird das Kind ausreichen häufig gestillt, braucht es keine andere Milchnahrung und auch keinen Milchbrei oder Flaschennahrung. Allmählich wird sich die Menge der Beikost von selbst steigern und etwa ab den ersten Geburtstag werden sich das Verhältnis Beikost zu Muttermilch langsam umkehren, bis sich das Kind (wenn es dazu die Gelegenheit erhält, die Entscheidung selbst zu treffen) schließlich irgendwann ganz abstillen wird. Für Tipps rund um das Thema Beikost bietet sich das Buch „Babyernährung gesund & richtig – B(r)eikost und Fingerfood“ von Gabi Eugster an. Dort finden sich sehr viele Informationen und Tipps zum Thema Ernährung ab dem siebten Monat. Du bekommst es im Buchhandel, bei einer LLL Beraterin oder auch hier im Still Shop. LLLiebe Grüße Biggi Welter
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