Mitglied inaktiv
Wie schnell die Zeit verfliegt. Erst gestern schien es, dass ich jede Menge Fragen zum Stillen hatte - und jetzt ist meine Maus 6,5 Monate alt. Wir waren gerade im Urlaub und danach gedachte ich mit Beikost anzufangen. Sie zeigt die Zeichen, sitzen können, Interesse am Essen, gesteigerter Stillbedarf vor allem Nachts kommt sie ca. 5 Mal. Allerdings hatte ich vor dem Urlaub also vor über einer Woche schon mal probiert, ihr pürierte Karotte zu geben - selbst gekochte. Sie hat auf den Mund aufgesperrt, wollte den Löffel auch selbst in den Mund schieben und dann ging der Mund aber nicht mehr zu, sie hat das Gesicht verzogen, die Zunge rausgestreckt und angefangen wie wild zu würgen. Ich hatte schon die Befürchtung sie erbricht sich. Sie hatte allerdings jetzt auch grade oben mal schnell vier Zähne gekriegt (unten hat sie schon zwei) und hat im Moment ziemlichen Schnupfen. Meine Frage jetzt: Soll ich weiter machen mit Beikost? Der KiA sagt ich solle unbedingt weiter machen. Oder warten bis der Schnupfen vorbei ist? Allerdings muss ich schon sagen, ich hätte gerne mal wieder etwas mehr Schlaf. LG
Liebe kirshinka, versprich dir von der Beikost bitte keine besseren Nächte! So haben z.B. Karotten gerade mal 22 kcal pro 100 g, im Gegensatz zu Muttermilch mit fast 70 kcal pro 100g. Das bedeutet, dass Du mit der Beikost eine Nahrung mit niedrigerem Kalorienwert einführst und dadurch die hochkalorische Nahrung (Muttermilch) ersetzt. Ich würde jetzt einfach noch einmal Beikost anbieten, wenn dein Kind sie isst, dann ist es okay, wenn nicht, dann auch. Dr. Gonzales (ein spanischer Kinderarzt) hat eine Aufstellung gemacht, wie viel Muttermilch (MM) ein Baby im Alter zwischen neun und zwölf Monaten benötigt, um den empfohlenen Bedarf an verschiedenen Nährstoffen zu decken: Energie: 830 kcal = 1185 ml MM Eiweiss: 9,6 g = 910 ml MM Vitamin A: 350 µg = 700 ml MM Vitamin B: 0,4 µg = 412 ml MM Vitamin C: 25 mg = 625 ml MM Diese Angaben zeigen, dass Muttermilch den Bedarf des Kindes an vielen Nährstoffen lange zu decken vermag und nicht unbedingt Eile geboten ist, das Kind zum Essen zu zwingen. LLLiebe Grüße Biggi Welter
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