Anabe
Hallo, mein Sohn ist jetzt 8 Wochen alt und kämpft gelegentlich besonders in den Abend und frühen Morgenstunden extrem gegen die Brust an. Meistens wurde er davor schon einmal gestillt und danach zb gewickelt. Wenn er dann noch extrem unruhig ist, strampelt, schmatzt, sich die Faust in den Mund steckt, versuche ich ihn noch einmal anzulegen, was je müder er ist in regelrechter Ablehung der Brust endet. Er schreit, schlägt mit den Armen und hat ganz offensichtlich keinen Hunger mehr, obwohl es vorher so wirkte. Herumtragen oder in den Schlaf schaukeln, klappt dann auch nicht, weil er nach wie vor die selbe Unruhe zeigt die er sonst auch bei Hunger hat. Lasse ich ihn eine Weile einfach liegen, schreit er irgendwann auch. Ich versuche ihn dann ein Bäuerchen machen zu lassen und wechsel dann meist die Brustseiten und Positionen, manchmal auch trotz Schreien und Ablehung mit etwas Druck aufs Köpfchen gegen die Brustwarze und irgendwann trinkt er dann auch, um dann fast sofort einzuschlafen. Ich fühle mich dabei allerdings schlecht und so als würde ich ihn regelrecht zum Trinken zwingen obwohl er das partout nicht will. Ich weiß allerdings nicht wie ich ihn ohne Stillen aus seiner Unruhe herausbekommen soll. Kann es sein, dass er Bauchschmerzen oder Blähungen hat und ich länger versuchen sollte ihn zu beruhigen? Sollte man das Stillen lieber ganz abbrechen, bzw. nicht mehr versuchen wenn ein Kind zu sehr “meckert”, bzw. gegen die Brust ankämpft?
Liebe Anabe, Babys in diesem Alter haben jedoch auch oft eine geradezu „klassische“ Unruhephase am Abend. Nicht immer ist Stillen dann die Lösung. Diese unruhige Zeit ist so verbreitet, dass es im englischen Sprachraum sogar einen Ausdruck dafür gibt: Omastunde , d.h. dass jetzt eine liebevolle Großmutter gebraucht wird, die nichts Dringenderes vorhat, als das Baby zu wiegen und im Arm zu halten, bis seine Unruhe vorbei ist. Leider ist so eine Großmutter nicht immer verfügbar und der Vater des Babys ist auch nicht unbedingt zu diesen Zeiten zuhause. Doch es kann für Sie und das Baby eine große Erleichterung bedeuten, wenn jemand anderes dann einspringt. Der Wechsel in andere liebevolle Arme und eine andere liebevolle Stimme bewirken oft, dass sich ein aufgebrachtes Baby beruhigt. Vielleicht können Sie dann in Ruhe unter die Dusche gehen, einen kleinen Spaziergang an der frischen Luft machen oder sonst etwas für sich tun. Bei den meisten Babys legt sich dieses Verhalten Gott sei Dank, wenn sie etwa drei Monate alt sind. So schwer es auch fällt, es ist wichtig, in dieser Situation nicht in Hektik und Aufregung zu verfallen. Je mehr Sie versuchen um das Kind zu beruhigen und je hektischer Sie werden, um so aufgedrehter kann auch das Baby werden und dann ist man schnell in einem Kreislauf, der nur mehr schwer zu durchbrechen ist. Weniger ist hier oft mehr. Der Punkt ist, dass der Fokus vom Kind genommen wird, dass sich nicht mehr alle Anspannung auf das Kind konzentriert und es so die Gelegenheit bekommt, sich wieder zu entspannen und zu beruhigen. Der Teufelskreis der Anspannung, die sich auch bei den Eltern aufbaut und so das Kind immer unruhiger werden lässt, muss durchbrochen werden. Das kann manchmal auch dadurch erfolgen, dass das Baby auf eine Decke gelegt wird und die Mutter oder der Vater es durch unaufgeregtes, leises Sprechen und sanftes Streicheln beruhigt. Manche Eltern setzen sich in dieser Situation sogar mit ihrem Kind ins Auto und fahren ein paar Kilometer :-). Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Kind saugen möchte, aber keine Milch mehr mag, können Sie entweder über einen längeren Zeitraum immer die gleiche Brust anbieten (aus der die Milch dann nicht so stark fließen wird) oder aber Sie bieten ihm einen Finger (das muss nicht unbedingt dein Finger sein, Väter haben auch Finger und können Babys tragen) zum Saugen an. Sollten Sie Zeit zum Lesen haben, so möchte ich Ihnen das Buch „Das 24-Stunden-Baby“ von Dr. William Sears empfehlen. Dr. Sears gibt viele Anregungen wie Eltern mit ihrem besonders anstrengenden Baby (er nennt sie Babys mit erhöhten Bedürfnissen ) umgehen können. LLLiebe Grüße Biggi
Anabe
Dazu muss man noch sagen, dass das meistens in Zeiten in denen er eh schon unruhig ist passiert. Manchmal trinkt er wenn das Anlegen endlich geklappt hat, auch im schlafen noch ein ganze Weile weiter. Einen Schnuller anzubieten weil er vielleicht nur nuckeln will, habe ich schon erfolglos versucht.
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