Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Aus medizinischen Gründen plötzliches Abstillen bei knapp 3-Jährigem

Frage: Aus medizinischen Gründen plötzliches Abstillen bei knapp 3-Jährigem

Abraxania

Beitrag melden

Hallo! Mein Sohn und ich haben bisher ein sehr schönes und inniges Stillen praktiziert. Seit langem nur noch abends und zum Einschlafen. Nun musste ich leider aus medizinischen Gründen sehr plötzlich abstillen (Medikamente die Muttermilchgängig sind, für Kinder schädlich, leider keine stillfreundliche Alternative möglich, muss diese langfristig einnehmen). Die ersten Tage und Nächte ging es sogar, nachdem ich ihm versucht habe so kleinkindgerecht wie möglich zu erklären, warum es nicht mehr funktioniert. Danach bemerkte ich die ersten Veränderungen bei ihm: er war abends total aufgedreht und überdreht. Nachts weint er viel, mag nicht mehr in seinem Bett schlafen, stößt mich erst weg mit aller Macht, nur um mich dann an sich zu ziehen und sich an mich zu klammern und zu weinen: „Mama, ich will dich behalten!“ Mir bricht es das Herz. Auch der Versuch neue Kuschel- oder Streichel-Rituale einzuführen stößt auf vehemente Ablehnung. Mein bisher so ausgeglichener Junge ist wie ausgewechselt, unzufrieden und wie ich vermute verzweifelt. Ich bin kurz davor die Medikamente abzusetzen und wieder zu stillen, was aber keine dauerhafte Lösung ist, da ich diese tatsächlich brauche. Haben Sie irgendeine Idee was ich machen kann, um diese Erfahrung für ihn nicht zum Trauma werden zu lassen?


Biggi Welter

Biggi Welter

Beitrag melden

Liebe Abraxania, ich kann Dich so gut verstehen, jeder Mutter würde das Herz brechen. Dein Kind vermisst das Stillen schmerzlich und ist natürlich verunsichert und traurig. Trotzdem ist Dein Sohn sicher gebunden und kann diese erste Enttäuschung verkraften. Wichtig ist jetzt, dass Dein Kind weiterhin deine Liebe und Zuneigung spürt und Du seine Trauer zulässt und den Kleinen tröstest und ihm beistehst. Sei da für ihn, lenke ihn ab, lass auch seinen Zorn zu, jetzt ist es wichtig, dass Dein Sohn merkt, dass Du einfach da bist. Dein Kind ist im Moment sicherlich manchmal traurig, aber ein Trauma bekommt es sicher nicht, denn es ist geborgen bei Dir und spürt Deine Liebe! Sei umarmt von Biggi


Bei individuellen Markenempfehlungen von Expert:Innen handelt es sich nicht um finanzierte Werbung, sondern ausschließlich um die jeweilige Empfehlung des Experten/der Expertin. Selbstverständlich stehen weitere Marken anderer Hersteller zur Auswahl.

Ähnliche Fragen

Hallo Frau Welter, da ich ständig (fast jede Woche) Brustentzündungen und viele Knoten habe die mit Fieber und und Schüttelfrost enden, möchte ich nun abstillen. Ausserdem habe ich sehr wenig Milch obwohl ich meinen Sohn oft anlege. Er hat ständig Hunger. Die rechte Brust hat keine Milch. Mein Sohn ist 1 1/2 Monate alt. Wie kann ich nun am best ...

Hallo! Mein Kind (6 Monate)wurde bis jetzt voll gestillt. Jetzt wollte ich langsam anfangen mit Brei. Er nimmt aber keine Möhren. will es jetzt mit Obst versuchen. Muß aber gleichzeitig mit Flaschennahrung weiter machen, da ich für mind. 2 Wochen ins Krankenhaus muß. Habe jetzt Angst, das er diese umstellung von heute auf morgen, mit Flasche und ...

Hallo liebe Stillberaterinnen, leider bekomme ich in etwa 7 Tagen meine erste Chemotherapie und muss daher abstillen. Wegen Kontrastmittel bei einer Untersuchung hatte ich schon 48h Stillverbot und dies selbstverständlich auch eingehalten. Eigentlich wollte ich meine Tochter (15Monate) nach den geschafften Nächten (mit wirklich fiesem Sch ...

Hallo, mein Kindlein ist nun schon 19 Monate. Wir haben nach wie vor eine schöne Stillbeziehung. Er geht seit 4 Monaten in die Kita , da kommt er gut ohne Mama aus. Zu Hause stille ich dann aber noch recht oft. 2-3 mal am Tag und meist 3 mal Nachts. Ich habe Nachts schon sehr oft nur Wasser angeboten , aber nach wenigen Schlucken verlangt er die ...

Hallo Frau Welter, ich muss aufgrund einer plötzlich notwendigen Operation meinen Sohn (heute genau 10 Monate) innerhalb von einer Woche abstillen. Das Problem ist, dass er absolut keine Flasche mit Premilch trinken möchte. Er wacht normalerweise mehrmals (alle 2-3 Stunden) nachts auf und wird gestillt, wobei er meist nur eine Minimenge trinkt. ...

Hallo Biggi, meine Tochter ist 2 1/4 Jahre alt. Sie stillt noch sehr viel tagsüber und auch nachts noch häufig. Unsere Nächte sind oft sehr sehr unruhig und ich bin morgens völlig gerädert, da ich manchmal einfach nicht wieder in den Schlaf finde. Jetzt haben mein Mann und ich den Plan, unsere Tochter nachts abzustillen. Dazu möchte er die Nächte ...

Liebe Biggi,  ich hatte dir vor 2 Monaten geschrieben, dass ich einen Ausschlag unter der Brust habe und ich bei einer sehr unsensiblen Hausärztin war, die meinte ich müsse abstillen.  Nach deiner Rückmeldung hatte ich mich dagegen entschieden und erst mal abgewartet. Die Ärztin meinte es sei ein Pilz, allerdings hatte ich absolut keine Beschwerden ...

Hallo, Mein Sohn und ich stillen gerade ab. Er hat sowieso kaum noch getrunken und ich habe ihn zuletzt nur noch 1x am Tag aus Gewohnheit gestillt. Das haben wir jetzt auch ersetzt.  Ich habe nun seit drei Tagen gar nicht mehr gestillt und merke jetzt, dass meine Brust mittlerweile sehr schwer ist. Sie fühlt sich auch voll an, allerdings spannt sie ...

Hallo, Mein Sohn und ich stillen gerade ab. Er hat sowieso kaum noch getrunken und ich habe ihn zuletzt nur noch 1x am Tag aus Gewohnheit gestillt. Das haben wir jetzt auch ersetzt.  Ich habe nun seit drei Tagen gar nicht mehr gestillt und merke jetzt, dass meine Brust mittlerweile sehr schwer ist. Sie fühlt sich auch voll an, allerdings spannt sie ...

Ich stille gerade nachts ab. Tagsüber hat der Kleine nicht mehr getrunken.  Gerade ist der zweite Tag und meinf Brüste fühlen sich noch sehr unangenehm.  morgen haben wir Babyschwimmen. Jetzt mache ich mir Sorgen, dass ich mir dsbri vielleicht eine Brustentzündung zuziehen könnte oder das unangenehme Gefühl der sehr vollen Brüste damit noch verlän ...