Schwangere123
Hallo Biggi, ich hätte mehrere Fragen zum Thema abstillen. Aus diversen Gründen habe ich beschlossen die bei meinem Sohn zunehmend unbeliebtere Seite abzustillen. Habe bereits bei meiner Tochter über längere Zeit mit nur einer Seite gestillt und war damit sehr zufrieden. Ich erinnere mich nur nicht mehr genau daran, wie das ablief. Im Moment trinkt mein Sohn 5mal in 24h. Zwischen den Mahlzeiten liegen im Schnitt 4h, nachts 8h. Die unbeliebtere Seite habe ich bereits auf 3 Mahlzeiten reduziert, sodass Mahlzeit 2 und 4 am Tag nur von der guten gestillt werden, die schlechte Seite also ca. alle 8h dran ist. Nun meine Fragen: 1) Woran erkenne ich, dass die Brust bereit ist eine weitere Mahlzeit wegfallen zu lassen? Ich bemerke bereits, dass sie zunehmend weicher bleibt. Am Anfang war sie den ganzen Tag fest, durch den Wegfall der Mahlzeit, nun ist sie nur noch sehr gut gefüllt, aber auch erst "kurz" bevor sie wieder an der Reihe ist. Reicht dies schon aus oder wäre es gut zu warten, bis die Brust mehr oder weniger die ganze Zeit weich bleibt? Das tut die gute im Moment zb bei ihren 5 Mahlzeiten, nur nach den 8h ist sie etwas fester. Ich bin Milchstauanfällig (Lecithin konnte schon helfen, aber einiges ist auch meine blöde Psyche), weshalb ich nichts überstürzen will. Aber ich möchte es auch nicht ewig hinauszögern, da mein Sohn diese Seite nicht mehr so mag. Letzte Woche hatte ich auf dieser Seite einen Milchstau, den ich nur mit Mühe beseitigen konnte, da er die Brust aufgrund des staubedingten schlechten Flusses noch weniger wollte. Ich habe also vor dem nächsten Stau Angst, der früher oder später wahrscheinlich wieder stattfinden wird. 2) Die gute Seite möchte ich noch etwas erhalten, da mein Sohn sie wirklich problemlos trinkt (er mag sie viel mehr! Der Fluss ist dort besser und reichlicher). Da ich aber aufgrund psychischer Probleme auch meine Probleme mit dem Stillen habe, brauche ich immer Ruhe und Zeit um problemlos stillen zu können. Leider ist es mir verwehrt einfach sorglos überall stillen zu können, was ich sehr bedaure. Ich hasse mich dafür, dass ich aufgrund meiner psychischen Probleme ihm nicht perfekt gerecht werden kann was die Ernährung angeht. Aber ich gebe mein Bestes. Bei meiner Tochter habe ich monatelang durchgekämpft, bis wir eine tolle Stillbeziehung hatten (leider nur Teilstillen). Ohne Staus, ohne Probleme. Aber es hat unglaublich viel Zeit und Nerven gekostet und es ging nur, weil ich mich auf das Baby und die Brust konzentrieren konnte. Das ist mit der großen Tochter nun nicht mehr möglich. So blöd es klingt, es klappt einfach nicht in ihrer Anwesenheit zu stillen. Mein Mann ist noch einige Zeit im Homeoffice, solange will ich meinem Sohn wenigstens die gute Seite noch lassen. Mein Plan ist es abgestillt zu haben, wenn mein Mann wieder den ganzen Tag weg ist und nicht mehr in den doch ausgedehnten Stillphasen auf unsere Tochter achten kann. Ich weiß das klingt erbärmlich. Ich möchte mir aber offen halten, ggf. 2 oder 3 Mahlzeiten zu erhalten, die eben nicht auf seine Arbeitszeit fallen. Wäre es denn möglich über Tag eine superlange Pause zu haben und nur noch nachts und abends zu stillen? Schafft das die Brust? Bei meiner Tochter waren es gleichmäßige Abstände beim abstillen... aber hier wären das ja einmal 7 bis 8h und einmal 16 bis 17h Pause? Entschuldigen Sie den langen Text, doch ich wollte möglichst genau die Problematik schildern. Mein Kind macht alles richtig, ich bin das Problem. Stillberatung konnte mir da auch nicht helfen. Es ist mein Kopf. Bald beginne ich aufgrund meiner Angststörung wieder eine Therapie, doch die hilft mir akut natürlich nicht, das brauch alles seine Zeit. Ich liebe das stillen, aber es setzt mir dermaßen zu. Bereits bei meiner Tochter. Es ist als rausche mein Leben an mir vorbei, während ich auf meine blöde Brust fixiert bin. Nach einer Mahlzeit bin ich kurzfristig erleichtert, da es gut gelaufen ist. Danach kommen wieder die Sorgen vor der nächsten. Selbst meine Hebammen sind verwundert, wieso ich nicht schon längst abgestillt habe. Aber ich möchte meinem Sohn wenigstens über seinen ersten Winter helfen. Auch wenn es mich meine Nerven kostet. Ich hoffe Sie verstehen, dass ich alles dafür gebe und trotzdem nicht daran zerbrechen und vor allem nicht meine große Tochter vernachlässigen kann. Daher der Entschluss zum Abstillen, auch wenn die letzte Stillmahlzeit wahrscheinlich noch in der Zukunft liegt. Viele Grüße
Liebe Schwangere123, lass Dich erst einmal ganz fest in den Arm nehmen von mir und drücken, ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schlimm Ängste sein können. Wenn es für Dich eine Qual ist, dann ist es völlig okay, wenn Du jetzt langsam abstillst. Sicherlich ist für Dein Baby Muttermilch die beste Nahrung, aber Du hast Deinem Baby den bestmöglichen Start geschenkt und auch Dein Wohlbefinden ist wichtig. Es ist die denkbar schlechteste Ausgangssituation für eine gute Stillbeziehung, wenn die Mutter sich unter Druck gesetzt fühlt und sich trotz stärkster Vorbehalte zwingt, ihr Baby zu stillen. Wenn Du trotzdem weiterstillen möchtest, kann das gut klappen. Die Brust ist zwar ein eher träges Organ, das sich nur langsam auf Veränderungen einstellen mag, aber es ist tatsächlich möglich, dass sie sich auf unterschiedlich lange Stillintervalle einstellt. Du kannst jetzt versuchen, die ungeliebte Seite immer etwas kürzer anzubieten und stillst diese dann ganz allmählich ab. Sobald die Brust spannt, kannst Du immer etwas Milch ausstreichen oder abpumpen, dann entsteht kein Stau. Zusätzlich kannst Du die Brust auch kühlen. Anfangs wirst Du sicherlich zwischendurch etwas Milch ausstreichen müssen, um einen Milchstau zu verhindern, aber die Brust wird sich an den gewünschten Rhythmus anpassen. Herzlichen Gruß, ich wünsche Dir von ganzem Herzen alles alles Gute Biggi
Ähnliche Fragen
Hallo :) Ich möchte gerne meine 6 Monate alte Tochter abstillen, da ich in 3 Wochen anfangen muss zu arbeiten & sie mich auch ständig beißt... Wir hatten von Anfang an zugeführt mit pre. Die Fläschchen hatte sie auch immer gut angenommen.. Phasenweise habe ich sie dann aber voll gestillt. Nachts wurde sie in den letzten 4 monaten komplett ...
Hallo ich bin Myriam, ich habe eine 14 monate alte tochter und bin sie immernoch am stillen. Ich möchte aber gerne abstillen. Ich kriege nachts kein auge mehr zu. Sie ist dauernd an der brust. Ich habe den fehler gemacht und sie an das ,,Einschlafstillen" gewöhnt. Wqs anderes akzeptiert sie auch nicht zum einschlafen. Kein schaukeln, kein kuscheln ...
Hallo Frau Welter, ich habe meine Tochter mit zwei Jahren abgestillt nach einer schönen, intensiven Stillzeit. Da wir nicht mehr so gut geschlafen haben, habe ich letztendlich dann doch von einem auf den anderen Tag aufgehört. Das ist nun schon fast ein halbes Jahr her und wir haben beobachten, dass sie seitdem sehr häufig Baby spielen möchte. ...
Sehr geehrte Frau Welter, ich habe eine Frage zum Thema "Abstillen", da ich enorm unsicher bin, wie viel mein Kind tatsächlich noch braucht. Ich habe bereits einen dreijährigen Sohn, ihn habe ich damals ähnlich lang gestillt, meine Tochter kam dieses Jahr im Februar zur Welt. Wir hatten einen schwierigen Stillstart (wochenlang offene Bru ...
In 7 Wochen werde ich wieder arbeiten und mein Mann geht in Elternzeit, unser Sohn ist dann 12 Monate alt. Mein Plan war, dass ich ihn morgens und abends weiterhin stille, er aber über den Tag gut mit Beikost auskommt. Nun ist mein kleiner aber ein Milchjunkie und liebt die Brust. Er will häufig stillen und zeigt das auch ganz deutlich. Die Flasch ...
Guten Tag Frau Welter, mein Sohn ist 18 Monate und ich würde ihn gerne komplett abstillen. Tagsüber (bis auf Mittags) ist er seit 2 Monaten abgestillt. Vor ca. 2 Wochen habe ich das Stillen vor dem Mittagsschlaf abgesetzt. Dann vor einer Woche das Stillen vor dem Nachtschlaf. Beides klappte erstaunlich gut, die ersten Male hab ich mit ihm ein ...
Hallo, ich habe bereits seit mehreren Wochen den Wunsch abzustillen. Ich stille seit einiger Zeit tagsüber nicht mehr und hatte es auch vor kurzem geschafft nicht mehr zum Einschlafen am Abend sondern erst nachts zu stillen. Nun fordert meine Tochter (*12.03.24) das Stillen wieder vermehrt ein. Nach einem Gespräch mit einer Stillberaterin (leid ...
Hallo, mein Sohn ist jetzt genau 18 Monate und wir wollten mehrfach abstillen was nicht geklappt hat. Ohne mich in der Nähe kommt er problemlos ohne Milch aus aber mit mir wollte er immer an die Brust. Nun hatte ich in der vergangenen Woche eine schwere Corona Erkrankung und bekomme seit Donnerstag ein Antibiotikum bei der für die Stillzeit hinter ...
Hallo, mein Kind wird in paar Tagen 2 Jahre alt. Ich stille immer nach Bedarf - auch nachts. Mal 1 mal nachts, mal aber auch 4 mal. Jetzt meinte die Zahnärztin ich soll schnell wie möglich nachts nicht mehr stillen. Das wäre fatal für die Zähne zwecks Karies. Habe natürlich Angst! Wie fange ich an nachts nicht mehr zu stillen. Ein ...
Hallo, ich habe nun 3 Monate voll gestillt und würde nun gerne abstillen und auf Pre umstellen. Wie gehe ich hier am Besten vor ohne einen Milchstau zu bekommen? Ist abpumpen sinnvoll? Salbeitee trinken? Würde gerne innerhalb einer Woche abstillen. vielen Dank. lg