Ana2020
Liebe Biggi, Ich hatte bereits schon Mal geschrieben, weil meine zwillinge die Brust als Einschlafhilfe nutzen. Sie spielen damit nach dem stillen und stillen auch immer und immer wieder, bis sie schlafen. Ich würde eigentlich gerne abstillen (13 Monate alt). Aber die beiden sind null bereit. Sie stillen am Tag in jede Situation die sie verunsichert. Wenn sie müde werden, bei schmerzen, zum Ausruhen oder auch einfach, wenn ich mit ihnen auf dem Boden sitze. Sie ziehen am T-Shirt und wollen ran. Verweigern geht natürlich nicht, da sie sonst sehr weinen. Auch Wasser oder essen lassen sie sich nicht anbieten, da es ja um den Trost geht. Zudem werden sie zweimal am Tag einsxhlaf gestillt und abends auch. Nachts werden sie insgesamt bestimmt 10 Mal wach.. also fünf Mal pro Kind oder mehr und wollen die Brust. Meist nur Sekunden als Rückversicherung. Sie liegen im Familienbett. Oft kriege ich es nicht mit, oft aber schon. Ich würde aber gerne abstillen, da ich dieses Brustspielen nicht mehr möchte und das beides einhergeht. Da ich Tandem Stille, kann ich auch nicht eben die eine Brust bedecken und dann ist die Versuchung groß. Aktuell scheint ja kein guter Zeitpunkt. Wann ist der beste? Wie Stille ich zwillinge ab? Nacheinander? Wenn sie weinen muss ja auch eine dann der Papa nehmen. Ist das nicht traumatisch, wenn ich sie dann nicht tröste. Fange ich tagsüber an? Fragen über Fragen, da das stillen bei meinen beiden einen sehr großen Raum einnimmt. Grüße und danke
Liebe Ana2020, wie Du selbst schon geschrieben hast, ist die Brust und das Stillen für Deine Zwillinge viel mehr als nur Nahrungsaufnahme. Aber ich kann es durchaus verstehen, wenn Du an Deine Grenzen kommst und daher etwas verändern möchtest. Das ist auch Dein gutes Recht. Schließlich müssen sich in einer Stillbeziehung Mutter und Kind wohlfühlen. Wenn du beim Stillen kein gutes Gefühl mehr hast bzw. davon genervt oder angestrengt bist, so spüren dies Deine Kinder und reagieren auch vielleicht darauf noch mehr verunsichert. Sie wollen durch das Stillen Geborgenheit und Deine Nähe spüren. Wenn Du aber innerlich dabei angespannt bist und Ihnen somit dieses Gefühl vielleicht (auch unterbewusst) nicht mehr vermitteln kannst, dann solltest Du auf jeden Fall etwas daran ändern. Ob Deine Kinder allerdings dadurch besser schlafen, kann ich dir nicht versprechen. Sinnvoll ist es, wenn Du dabei langsam vorgehst und zunächst erst einmal nicht zwingend die Häufigkeit, aber die Dauer des Stillens verkürzt. So hat auch Deine Brust Zeit sich umzustellen und Du vermeidest einen möglichen Milchstau. Sinnvoll ist sicher auch mit der Veränderung tagsüber zu Beginnen, da Du hier einfach Dich mehr Möglichkeiten zur Ablenkung hast. Du musst Dich darauf einstellen, dass Deine Kinder mit Protest reagieren, wütend und traurig sind. Diese Emotionen sind völlig normal und dürfen sein. Schließlich initiieren nicht sie diesen Schritt. Begleite Sie durch Ihre Gefühle, gestehe Sie ihnen zu und schenke Ihnen weiterhin Deine Nähe und Liebe. Sie nehmen dadurch sicher keinen Schaden. Du bist weiter für Sie da und das spüren sie auch. Wenn es tagsüber besser klappt, kannst Du auch nachts diese Schritte machen. Aber das sind alles „nur“ Ideen. Jeder Abstillprozess ist individuell und muss für die jeweilige Mutter und auch das Kind passen. Stell Dich darauf ein, dass die Nächte sicher erst einmal anstrengender werden. Nimm Dir Zeit für Dich zu überlegen ob und wenn ja wann Du dies angehen willst. Erst wenn du zu 100% fest in Deinem Entschluss bist, ist es sinnvoll damit zu beginnen. Deine Kinder merken sonst jeden Zweifel in dir und das macht es Euch allen noch schwerer. Ich wünsche Euch alles Liebe Biggi
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