bina2020
Hallo. Meine Tochter ist 16 Monate alt. Sie kämpft noch sehr um ihre Brust. Tagsüber wird sie, wenn wir nicht gerade unterwegs sind und sie im Auto schläft, zum Mittagsschläfchen gestillt. Wenn dies während einer Autofahrt statt gefunden hat, fordert sie es vehement ein. Auch Abends zum Schlafengehen wird sie gestillt u nachts will sie mehrmals trinken ... immer sobald sie wach wird. Sie hat noch nie durch geschlafen. Wir hatten schon Wochen in denen sie alle 30 min wach wurde u trinken wollte. Mittlerweile schläft sie meistens 3-4 Stunden, stillt und wird ab da ca alle 2 Std wach, wenn ich Glück habe. Sie wird auch richtig wach. Dh sie setzt sich im Bett auf u krabbelt zu mir (schläft bei uns im Bett). Wenn ich ihr die Brust verwehre wird sie sehr laut u an Schlaf ist überhaupt nicht mehr zu denken. Bisher hab ich ihr aus Rücksicht auf meinen Lebensgefährten, der unter der Woche um 5 Uhr aufstehen muss, immer ihre Wünsche sofort erfüllt. Sie hat auch nie einen Schnuller, Nuckeltuch oder Schmusetier zum Schlafen akzeptiert. Ihr Nuckel bin leider ich. Aber ich will nicht mehr. Ich versuche gerade seit mehreren Wochen das Stillen schrittweise zu reduzieren. Das hat bisher aber nicht so funktioniert, wie ich mir das vorgestellt habe u ist immer noch mit Tränen verbunden. Was kann ich tun um ihr das leichter zu machen? Wäre ein kompletter Cut sinnvoll? Quasi ohne ausschleichen von 100 auf 0? Schadet es ihr wenn ich sie dabei weinen lassen muss (natürlich begleitet)? Lg u danke im Voraus
Liebe bina2020, ich würde nicht abrupt abstillen, für Kind auch Brust ist es besser, wenn Du Dir Zeit lässt. Wichtig ist, dass Dir klar ist, dass einige stressige Nächte und Tage bevorstehen, aber die müssen sein. Begleite Dein Kind, sei liebevoll und entziehe ihm die Brust, aber nicht Deine Liebe und bleibe konsequent. Wenn Deine Tochter merkt, dass Du genau das meinst, was Du sagst, dann wird sie die neue Situation auch akzeptieren. Sie wird keinen Schaden erleiden, keine Bange. Wichtig ist allerdings, dass Du ruhig bleibst und Dich von ihr nicht anstecken lässt. Wichtig ist jetzt, dass DU vollkommen klar bist und eine Entscheidung fällst. Dein Kind spürt Deine Zweifel und reagiert darauf, es braucht aber Sicherheit und absolute Klarheit. Versuche, sie liebevoll zu begleiten und gestehe ihr auch ihre Trauer und auch ihre Wut zu, denn für Deine Tochter ist es nicht leicht, auf einmal ohne Brust in den Schlaf finden zu müssen. Deine Kleine wird das verkraften, denn Du bist ihr Leuchtturm und sie wird sich an Dir orientieren. Ihr schafft das, bleib ruhig und gelassen! Herzlichen Gruß Biggi
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