Remykagome
Ich bin mittlerweile so weit, dass ich abstillen will. Unser Junior wird morgen 16 Wochen und ich kann nicht mehr. Das Stillen läuft immer mit ups und downs. Vor zwei Wochen ging über einige Tage gar nichts mehr richtig, dann lief es eine Woche wieder besser und heute wieder nur Geschrei und Weinen. Ich spür‘ auch nicht, dass er noch etwas aus der Brust rausbekommt. Er dockt schön an und saugt, aber ich hör kein Schluckgeräusch, das ich sonst immer deutlich gehört habe, teilweise höre ich es erst nach einigen Minuten und dann nur ein paar wenige Male. Unsere Flaschenversuche laufen aber auch mehr schlecht, als recht. Wir haben einen Sauger gefunden, mit dem er zurecht kommt und eine Marke, die ihm zusagt. Aber auch hier ist das Geschrei oft groß, bis er mal trinkt und dann meist wieder schreit. 120ml war bisher einmal das Maximum, was er getrunken hat, aber eben nur mit viel Quälerei, auf meiner und seiner Seite. Ich weiß, sie sind Stillberaterin und werden mich ermutigen, dass ich weiter Stillen soll, aber es macht mich nur noch kaputt und die ständige Ungewissheit, dass er nicht genug bekommt. Gerade an Tagen wie heute, an denen er nur am Weinen ist.
Liebe Remykagome, hast Du schon abklären lassen, ob Dein Baby evtl. Schmerzen hat, wenn es an der Brust und mit der Flasche so weint? Natürlich kannst Du abstillen, ersetze am ersten Tag eine Stillmahlzeit durch eine Flasche mit künstlicher Säuglingsnahrung. Gleichzeitig solltest Du, sobald sich Deine Brust voll anfühlt, soviel Milch ausstreichen oder abpumpen, bis Du kein Spannungsgefühl mehr verspürst. Bitte nicht mehr ausstreichen oder abpumpen, denn sonst wird die Milchbildung weiter angeregt. Zusätzlich kannst Du Deine Brust kühlen. Am nächsten oder übernächsten Tag (besser wäre, Du lässt Dir ein klein wenig länger Zeit) ersetzt Du die nächste Mahlzeit. Achte auf Deinen Körper, wie er reagiert. Falls es zu Stauungen kommt, reagiere bitte sofort und mach etwas langsamer. Es ist wichtig, dass Du Milch ausstreichst, sobald die Brust schmerzt oder spannt, da Du ansonsten einen Milchstau riskierst. Zwischendurch kannst Du die Brust immer wieder kühlen und auch Salbeitee trinken. Auch wäre es ratsam, Deinen Salzkonsum einzuschränken. Es gibt auch naturheilkundliche und homöopathische Mittel, um den Abstillprozess zu unterstützen, wenn Du dich hierfür interessierst, wende dich bitte an eine entsprechend ausgebildete Ärztin/Arzt oder eine Hebamme. Pfefferminztee schadet sicher auch nicht. Ich wünsche Dir alles Gute! Lieben Gruß Biggi
Remykagome
Da hast du mich wahrscheinlich etwas falsch verstanden. An der Brust selber weint er nicht, nur am Anfang manchmal etwas unruhig. Da dockt er aber an und saugt, aber von meinem Gefühl und dem fehlenden Schluckgeräusch her, bekommt er scheinbar nichts. Saugt und saugt aber immer weiter und schläft teilweise sogar ein. Wenn er dann wieder wach ist oder auch wenn ich ihn wach weglege weint er, daher auch meine Vermutung, dass er an der Brust nichts bekommt und mich das wahnsinnig verunsichert. Als kleiner Zusatz, weil ich es gestern vergessen habe: Nachts und morgens nach dem Aufwachen ist es besser. Er trinkt und schluckt schön. Da sind meine Brüste aber auch meist noch prall, über den Tag werden sie nicht mehr so prall und dick. Nur wenn wir ihm die Flasche geben wollen, weint und schreit er auch beim Trinken.
Liebe Remykagome, es kann sein, dass Dein Baby verwirrt ist durch Flasche und Brust. Wenn Du abstillen möchtest, dann biete weiterhin die Flasche an. Hier einige Tipps, wie Dein Baby diese evtl. doch annimmt: - lass immer JEMANDEN ANDEREN die Flasche anbieten, mach es nie Du selbst (vielleicht kannst Du den nächsten Versuch ja auf ein Wochenende legen?). Es gibt einige Tricks, die helfen können: - versucht die Flasche anzubieten, wenn das Baby nicht allzu hungrig (zur regulären Stillzeit wird es keine Experimente mitmachen wollen) ist; - lass die fütternde Person das Baby ganz liebevoll halten, während die Flasche angeboten wird; - anstelle den Sauger in den Mund zu schieben, die Unterlippe damit kitzeln, damit das Kind selbst ihn nimmt; - Dein Baby könnte in ein Kleidungsstück eingewickelt werden, welches nach Dir riecht; - der Sauger der Flasche könnte mit warmen Wasser auf etwa Körpertemperatur gebracht werden; - probiert verschiedene Sauger - Silikon + Kautschuk, verschieden Formen, größere oder kleinere Sauger; - probiert verschiedene Trinkpositionen aus; - vielleicht geht es mit rhythmischen Schaukeln besser, auch Gehen kann Erfolg bringen. Einige Babys nahmen die Flasche, wenn sie im Autositz saßen, besser; - probiere, die Flasche zu geben, wenn Dein Baby schläft; Lieben Gruß Biggi
Remykagome
Mir wurde heute noch der Tipp gegeben, dass Baby mit Stillhütchen an Kunststoff und damit auch an Sauger zu gewöhnen. Also Körpernähe mit Kunststoff kombinieren. Kann das wirklich helfen? Oder bring ich am Ende noch mehr Probleme ein?
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