Mitglied inaktiv
Hallo ich bin es mal wieder und es geht um das gleiche Problem wie vor ein paar Tagen. Und ich bin gewillt die Flinte ins Korn zu schmeißen und abzustillen. Mein Sohn (8 Wochen) machte sich beim trinken an der Brust die letzten Tage steif und fing an zu weinen und ich dachte das liegt am Milcheinschuß. Nun hat sich sein Verhalten geändert. Nun trinkt er eine Seite richtig super. Wenn ich ihn dann abnehme um ihn zu wickeln und dann an die andere Seite anlege fängt er schon an zu weinen wenn ich ihm nur die Brust anbiete. Mit dem Milcheinschuß an der ersten Brust kommt er mitlerweile ganz gut klar. Ich weiß nicht mehr weiter. Das geht nachts und auch tags so und ich habe das Gefühl ich werde keinem mehr gerecht weder meiner Tochter (1 1/2) weil ich ständig mit ihrem Bruder beschäftigt bin, noch ihm weil er unzufrieden (nicht satt?!) ist und vormitags viel weint. Danke im vorraus für deine Antwort. Gruß Stefanie
? Claudia Liebe Claudia, Abstillen ist ein natürlicher Vorgang, der keine Medikamente braucht. Es gibt Ländern, in denen die bei uns gebräuchlichen Abstillmedikamente nicht zugelassen sind und auch dort stillen Frauen ab. Die Empfehlung von renommierten Organisationen wie Weltgesundheitsorganisation (WHO), Amerikanische Akademie der Kinder (AAP) oder auch der Nationalen Stillkommission in Deutschland (NSK) lauten sechs Monate ausschließlich stillen und danach weiterstillen mit Zugabe von altersentsprechender Beikost. Dabei empfiehlt die WHO eine Mindeststilldauer von zwei Jahren, die AAP empfiehlt mindestens ein Jahr und beide Organisationen schreiben, dass darüberhinaus so lange gestillt werden kann, wie Mutter und Kind es wollen. Ob Sie nun die Initiative ergreifen und Ihr Kind selbst aktiv abstillen oder warten bis das Kind sich von selbst abstillt (was in der Regel nicht vor dem zweiten Geburtstag zu erwarten ist) können nur Sie entscheiden. Wie Sie beim Abstillen vorgehen, hängt davon ab, wie alt Ihr Kind ist und wie schnell Sie vorgehen wollen. Um sich über die Vorteile des Stillens zu informieren, empfehle ich Ihnen den Artikel `Stillen immer noch das BesteA, den Sie unter http://www.stillen.org/docs/ls 4_2002 stillen immer noch das beste.pdf nachlesen können. LLLiebe Grüße Biggi Welter
Mitglied inaktiv
Liebe Stefanie, kann es sein, dass dein Kind nach einer Brust erst eimal satt ist und eine Pause braucht? So kleine Babys wollen im Schnitt zwischen acht und zwölf Mal innerhalb von 24 Stunden gestillt werden. Im Schnitt heißt, es gibt Babys die seltener nach der Brust verlangen (eher wenige Babys) und es gibt Babys, die häufiger an die Brust wollen (die Mehrzahl). Nun ist es jedoch nicht so, dass ein Kind zügig zwanzig Minuten trinkt und sich dann nach drei Stunden das nächste Mal rührt, sondern es kommt immer wieder zu Stillepisoden, die so ablaufen: das Kind trinkt eine kurze Weile, hört auf, döst vielleicht sogar weg und beginnt erneut kurz zu trinken usw. Dieses Verhalten heißt Clusterfeeding und ist absolut normal für kleine Babys (und keinesfalls ein Einschlafproblem). Besonders gehäuft treten diese Stillepisoden am Nachmittag und Abend auf, wie überhaupt die Abstände zwischen den Stillzeiten im Verlauf des Tages immer kürzer werden. Dazu kommt, dass in bestimmten Alterstufen Wachstumsschübe zu erwarten sind, in denen die Baby manchmal schier ununterbrochen an die Brust wollen. Ein Wachstumsschub ist mit etwa drei Wochen zu erwarten. Setze dich in den nächsten Tagen einmal in einer ruhigen Stunde hin und überlege dir, was Du willst und wie Du dir vorstellst, dass Du dieses Ziel erreichst. Sei dabei auch realistisch: Es ist normal, dass ein Baby unregelmäßige Stillzeiten hat und es ist auch nicht ungewöhnlich, dass eine Stillzeit eine halbe Stunde und länger dauert. Wenn Du dann zu dem Schluss kommst, dass Du es nochmals weiterhin mit dem Stillen versuchen möchtest, dann suche dir Unterstützung für den Alltag und auch für deine größere Tochter, so dass Due viel Zeit und Ruhe hast, dich um dein Baby und das Stillen zu kümmern. Es wäre günstig, wenn Du dich an eine Stillberaterin vor Ort wenden würdest die dir im direkten Gespräch Tipps geben kann und eventuell auch sieht, wie dein Sohn an der Brust trinkt. Wenn Du mir deinen Wohnort mit Postleitzahl angibst, suche ich dir die nächstgelegene LLL Stillberaterin heraus. Falls Du dich zum Abstillen entschließen solltest, kanndir eine Stillberaterin auch hierzu gezielte Tipps geben. LLLiebe Grüße Biggi Welter
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