Mitglied inaktiv
Hallo! Ich glaube ich brauche ihren Rat. Ich bin zur Zeit etwas unschlüssig. Meine Kleine ist 6 Monate alt und sie bekommt schon seit einiger Zeit Brei. Mittags Gemüse manchmal auch Fleisch (ca. 110-150 g) und nachmittags Obst (50 - 150 g). Sie wird aber nachher immer auch noch gestillt. Ich will eigentlich bald mit dem abstillen beginnen. Das heißt ich möchte gerne mal eine weitere Mahlzeit auf Flascherl umstellen. Vor ein paar Wochen hab ich das probiert, sie hat aber nur gewürgt und geweint und nicht gewußt, was sie damit machen soll. Eigentlich hab ich nicht das Gefühl, daß sie sehr an der Brust hängt. Sie trinkt nur ein paar Minuten und dann will sie schon wieder weg. Aber irgendwie bin ich mir doch nicht sicher, ob ich damit anfangen soll. Wird sie dann schlechter zunehmen? wir hatten immer Probleme damit. Irgendwie hoffe ich doch, daß sie besser trinken und schneller zunehmen wirs. Ich möchte höchstens bis zum 10. Lebensmonat stillen. Soll ich doch noch etwas damit warten ihr eine Flasche anzubieten. Muß es immer zu Schreiereien kommen, oder gibt es ein Alter, wo sie sich besonders leicht mit der Umstellung tun? Ich hab mir gedacht, ich probiers mit dem Sauger von Avent - angeblich trinken Babys da ähnlich wie an der Brust! Danke für ihre Antworten. Michi75
? Liebe Michi, Sie haben bereits mit dem Abstillen begonnen. Ab dem Tag, ab dem das Kind andere Nahrung zusätzlich zur Muttermilch bekommt, wird das Abstillen eingeleitet und Ihr Baby bekommt ja sogar schon zwei Mahlzeiten zusätzlich zum Stillen. Es gibt keinen Grund zu der Annahme, dass Ihr Baby durch die Gabe von künstlicher Säuglingsnahrung besser gedeihen sollte als mit dem Original, der Muttermilch. Genausowenig bedeutet kurzes Trinken an der Brust, dass dem Kind das Stillen nicht wichtig sei oder dass es nur wenig trinkt. Gerade ältere Babys können oft erstaunlich große Mengen in nur ganz kurzer Zeit an der Brust trinken. Stillkinder müssen das Trinken aus der Flasche erst lernen, denn die Techniken des Trinkens aus der Flasche und an der Brust unterscheiden sich ganz gravierend. Dazu kommt, dass sich ein Flaschensauger ganz anders anfühlt als die Brust und so lehnen viele Stillkinder die Flasche ab. Wenn die Mutter die Flasche geben will kommt noch dazu, dass es sich denkt „Was soll denn damit? Ich kann doch die Milch meiner Mutter riechen und fühle ihre Brust und bekomme so etwas Seltsames in den Mund gesteckt". In einigen Fällen hilft es daher, wenn jemand Anderes die Flaschenfütterung übernimmt. Es empfiehlt sich nicht, zu warten, bis das Baby sehr hungrig oder müde ist. Müde oder hungrige Babys sind nicht unbedingt daran interessiert etwas Neues auszuprobieren. Manche Babys wollen auch einfach nicht aus einer Flasche trinken. Bei diesen Kindern kann man dann versuchen, ob sie aus einer Trinklerntasse (Schnabeltasse) trinken. Viele Mütter berichten, dass ihre Babys die Trinklerntasse von Avent mit dem weichen Schnabelaufsatz gerne (oder zumindest lieber) annehmen. Unter Umständen kann man auch löffeln. Hier noch ein paar Tipps, wie das Baby die Flasche vielleicht besser annimmt: • die Flasche anbieten, ehe das Baby zu hungrig ist • das Baby beim Flaschegeben in ein Kleidungsstück der Mutter (Geruch) einwickeln • den Flaschensauger nicht in den Mund des Babys stecken, sondern die Lippen des Babys damit berühren, so wie die Mutter dies mit der Brustwarze tut • den Flaschensauger mit warmem Wasser auf Körpertemperatur bringen oder beim einem zahnenden Baby abkühlen, um die Zahnleisten zu beruhigen • verschiedene Saugerformen und Lochgrössen ausprobieren • verschiedene Haltungen beim Füttern einnehmen • versuchen das Baby im Halbschlaf zu füttern • geduldig bleiben und auch alternative Fütterungsmethoden in Betracht ziehen (z.B. Becher, Löffel) Die Flasche ist jedoch nicht die einzige Möglichkeit, wie ein Baby gefüttert werden kann. Es geht auch mit einem Becher. Gerade bei einem Kind über sechs Monate, bei dem der Becher ja ohnehin eingeführt wird, bietet es sich der Becher als Alternative zur Flasche an. Es muss beim Abstillen keineswegs immer zu Geschrei kommen. Wird das Abstillen langsam und allmählich und mit viel Liebe und Geduld angegangen, so ist es möglich ein Kind sanft und ohne Weinen abzustillen. Bei vielen Kindern bietet sich mit etwa zehn Monaten eine Phase zum Abstillen an, in denen die Kinder häufig so beschäftigt damit sind, die Welt zu entdecken und neue Fähigkeiten zu erlernen, dass das Stillen vorübergehend einen geringeren Stellenwert einnimmt und das Kind dann relativ leicht abgestillt werden kann. In dieser Phase lässt es sich meist sehr gut ablenken und auf diese Weise kann das Stillen ausgeschlichen werden. Da Sie ohnehin unentschlossen sind, wird Ihr Kind Ihre Zweifel spüren. Sind Sie hingegen in Ihrer Entscheidung sicher, wird Ihr Kind auch Ihre Entschlossenheit spüren und sich dann leichter abstillen lassen, da es die klare Botschaft von Ihnen empfängt, dass Sie nicht mehr stillen wollen. Lassen Sie sich und Ihrem Kind Zeit und kalkulieren Sie auch ein, dass das Abstillen nicht ganz geradlinig verlaufen wird. LLLiebe Grüße Biggi Welter
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