Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Abstillen

Frage: Abstillen

Mitglied inaktiv

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Hallo Biggi, ich hatte kürzlich schon einmal geschrieben mit der Frage, wie ich meine 16 Monate alte Tochter so langsam abstillen kann. Du hast mir darauf auch mit vielen Tips geantwortet, wofür ich mich nochmal sehr bedanken will. Trotzdem fällt es mir schwer mit diesen Methoden zum Erfolg zu kommen. Ich weiß, dass das Abstillen ein langwieriger Prozeß sein wird, aber meine Tochter ist so sehr daran gewöhnt, dass es mir unmöglich erscheint, sie jemals von der Brust wegzubekommen. Sie ißt zwar genauso alles wie ihr Zwillingsbruder, aber natürlich nur sehr kleine Portionen. Ich frage mich oft, ob die Milch bei so einem "alten" Kind noch ausreichend den Nährstoffbedarf abdeckt? Ich bin der Ansicht, dass sie nun mehr Beikost essen müßte. Ich bin dann immer in einer Art Zwickmühle, wenn ich sie zum Nachmittagsschlaf stille und dann ißt sie meistens nur wie ein Spatz, wenn es danach Mittagessen gibt. Natürlich gibt es auch Tage, wo alles prima klappt und ich mir keine Gedanken mache, aber es wird trotzdem immer nerviger und ich empfinde es öfters als eine Belastung sie ständig stillen zu müssen. Also ich fühle mich damit momentan recht hilflos und möchte Dich nochmal um Rat fragen. Im voraus herzlichen Dank für Deine Mühe mir nochmal zu antworten! Dani


Biggi Welter

Biggi Welter

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? Liebe Dani, Du scheinst stillmüde zu sein. Das ist etwas, was wohl jede länger stillende Mutter einmal erlebt. Ich kann dir kein Patentrezept geben, wie Du deine Tochter innerhalb von wenigen Tagen ohne Tränen und ohne Probleme für deine Brust abstillen kannst, wenn sie offensichtlich die Brust und das Stillen noch als so wichtig empfindet. Der Weg mit liebevoller Konsequenz die Stillzeiten immer weiter zu verkürzen, hinauszuzögern und schließlich ausfallen zu lassen muss nicht bedeuten, dass das Abstillen sich noch über Monate hinziehen muss, aber es geht eben auch nicht innerhalb von wenigen Tagen. Für die Methode, die manche Frauen bei älteren Kindern anwenden, die Brust mit einem Pflaster zuzukleben und dem Kind zu sagen, dass die Brust ein „Aua" hat oder krank sei, ist deine Tochter aller Wahrscheinlichkeit nach noch zu jung und außerdem könnte ein so plötzliches Abstillen bei dem von dir beschriebenen Trinkverhalten deiner Tochter für dich und deine Brust zu erheblichen Problemen führen. Wo ich dich absolut beruhigen kann ist die Nährstoffversorgung deiner Tochter. Muttermilch verliert nicht an Qualität, wenn das Kind älter ist und die Kombination von Muttermilch und Beikost ist für ein Kind auch im zweiten Lebensjahr optimal. Hab noch ein wenig Geduld, nicht nur mit deiner Tochter, auch mit dir, wenn Du dich genervt fühlst, deine Tochter wird nicht bis zum Schulabschluss gestillt werden wollen. LLLiebe Grüße Biggi


Mitglied inaktiv

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Hallo Biggi! Lieben Dank für Deinen Rat. Ich hatte keinesfalls den Wunsch innerhalb weniger Tage meine Tochter abzustillen! Wie Du richtig geschrieben hast bin ich momentan etwas stillmüde, das umschreibt es wohl eher. Worüber ich ja nur den Kopf schütteln konnte ist die krasse Abstillmethode mit Brust zukleben. So etwas habe ich ja noch nie gehört und würde es auch niemals machen. Das finde ich sehr herzlos. Bitte das nicht als Vorwurf verstehen, das ist nur meine Meinung über diese Methode und soll keineswegs gegen Dich gerichtet sein! Ich werde mich weiter in Geduld üben und warten, bis meine Tochter von selbst nicht mehr will. Das ist, denke ich, der beste und einfachste Weg für uns beide. Viele Grüße, Dani


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