Jillerie
Hallo liebe Stillberaterinnen, Ich bin alleinerziehend und stille meine Tochter nun schon 22 Monate. Bis vor einem Monat hat sie sowohl mittags zum einschlafen, als auch abends zum einschlafen und nachts die Brust bekommen. Wenn sie krank war auch zwischendurch. Jetzt kommen wir zu meiner Frage, bzw. meinem Problem. Ich bin wirklich sehr mit meinen körperlichen Kräften am Ende, sie geht auch noch nicht in die Kita und ich studiere nebenbei von Zuhause aus Vollzeit. Ich habe ihr wirklich nun fast zwei Jahre alles gegeben was ich hatte, auch um ihr das Urvertrauen zu schenken, was sie in ihrem weiteren Leben braucht. Ich war immer da. Und will es auch weiterhin sein. Allerdings war sie nie ein Kind, was lange geschlafen hat. Maximus zwei Stunden am Stück aber meistens betreiben wir nachts dauernuckeln, da bleibt nicht viel Zeit für mich und auch leider nicht für wirkliche Erholung, da ich gefühlt nicht mehr wirklich Schlafphasen zum Auftanken habe und auch keinen Partner der mir etwas abnehmen kann. Zum Glück habe ich meine Mutter, die viel abnimmt und mit der meine Tochter auch ein sehr sehr enges Verhältnis hat. Sie ist letztens sogar mal abends bei ihr ohne Brust eingeschlafen. (das erste Mal). Probiere ich jedoch zuhause abstill-versuche, mit Wasser oder Tee, wird sie richtig richtig sauer und schreit sehr laut und schlägt auch um sich. Ich kann und will aber einfach nicht mehr. Ich möchte so gerne abstillen und weiß nicht wie. Das Buch "schlafen statt schreien" hat bei uns auch nicht geholfen. Wenn ich tagsüber sage, dass die Brust "alle" ist, versteht sie das und akzeptiert es auch ohne Gemecker. Aber nachts, ist es das schlimmste überhaupt. Sie spricht schon gut und versteht viel, aber dennoch komme ich damit nachts nicht weiter. Muss ich es das abstillen nachts ( und allgemein ganz abstillen) einfach durchziehen, sie weinen bzw schreien lassen, während ich sie kuschel, streichel, es ihr erkläre und für sie da bin? Oder wäre es eine Option, sie bei der Oma schlafen zu lassen, wo sie sehr gerne ist, sich wohlfühlt und auch Tags und abends dort einschläft? In der Hoffnung dass sie sich nachts dort auch schneller beruhigt als bei mir? Ich bin ratlos und habe Angst, dass unsere Beziehung durchs abstillen schlechter wird, wir haben eine sehr enge und kuschelige Bindung oder dass sie davon traumatisiert wird.. Aber mein Entschluss steht fest, dass ich abstillen möchte und das auch brauche, da ich sonst als Mama und Studentin tagsüber nicht mehr so viel Energie habe, das merke ich schon. Ach, und Schnuller und Flasche nimmt sie auch nicht. Ihr liebstes Kuscheltier hat sie schon. Habt ihr vielleicht einen Ratschlag, was für uns das beste wäre? Weiterstillen ist für mich keine Option mehr, zumindest nicht mehr länger als dieses Jahr. Beste Grüße, Jillerie
Liebe Jillerie, sicher ist ein 22 Monate altes Kind noch nicht in der Lage alles Gesprochene bis ins letzte Detail zu verstehen, doch ich denke, dass der erste Schritt für dich sein sollte, dass Du mit deinem Kind darüber sprichst, wie es dir geht und was Du nicht mehr möchtest. Dann könnt ihr als Eltern eine Art Plan machen, wie ihr vorgehen wollt. Stillen nach Bedarf ist bei einem Kind über einem Jahr nicht mehr ein so eng gefasster Begriff wie bei einem kleinen Baby und liebevoller Konsequenz lassen sich auch bei einem Kind in diesem Alter in einem gewissen Rahmen Regeln aufstellen. Selbstverständlich wird sich nicht von heute auf morgen eine plötzliche Änderung ergeben, das geschieht in kleinen Schritten und selbstverständlich wirst Du mit Rückschritten rechnen müssen, doch mit viel Liebe und Beharrlichkeit, kannst Du einen Weg finden. Wenn Du nicht mehr stillen möchtest, wird es am besten sein, wenn du schrittweise vorgehst, z.B. in dem du zunächst eine gewisse stillfreie Zeit in der Nacht einführst. Dazu kannst du wie folgt vorgehen: Erkläre deinem Kind schon bei Tag, was sich in der Nacht ändern wird, und versuche, Signale zu definieren, die es wieder erkennen kann (z.B. "erst wenn der Radiowecker angeht, dann darfst Du trinken") und die sich eventuell anpassen lassen (den Radiowecker kann man etwa jeden 2. Tag eine viertel Stunde nach hinten programmieren, so dass die Pause immer länger wird). So wird die Nacht allmählich stillfrei. Wenn sich dein Kind dann in der Nacht beschwert, dass es nicht trinken darf (und das kann es natürlich nur durch weinen oder schreien), dann tröste es und sprich liebevoll-beruhigend mit ihm, und gestehe es ihm auch wirklich zu, sauer zu sein, aber bleib konsequent beim "Nein", bis der vereinbarte Zeitpunkt (z.B. der Radiowecker geht an) für das Stillen gekommen ist. Dann jedoch solltest Du auch von dir aus deinem Kind die Brust anbieten - so lernt es, dass es sich auf dein Wort verlassen kann. Natürlich kannst Du ihm während der Nacht einen Schluck Wasser oder auch einen Schnuller anbieten, doch sei nicht allzu überrascht, wenn das anfangs mit Wut abgewiesen wird. Deine Kleine wird vermutlich schreien, toben, treten oder dich gar schlagen wollen. Ist das schlimm? Nein, es ist völlig normal, denn es ist die einzige Art, wie sie in diesem zarten Alter ihren Frust ausdrücken kann. Wie kannst du damit umgehen? Lass es zu. Lass dich nicht verunsichern, denn es geht deinem Kind ja trotzdem gut, es bekommt kein Trauma fürs Leben, wird nicht an deiner Liebe zweifeln. Dein Baby ist sauer, und das wird auch wieder vergehen. Bleibe bei ihm und sei du ruhig und klar, so dass deine Kleine sich an dir orientieren kann. Vielleicht wirst du sie ein wenig ablenken wollen (falls sie sich ablenken lässt), vielleicht bleibst du auch einfach nur in ihrer Nähe und versicherst ihr, dass alles ok ist. Ehrlicherweise muss ich dazu sagen, dass die ersten Nächte zwangsläufig sehr unruhig sein werden. Doch in der Regel akzeptieren Kinder relativ schnell die neuen "Spielregeln", und je älter sie sind, desto einfacher. Sicherlich könntest Du auch versuchen, die Kleine bei der Oma schlafen zu lassen, aber es kann alt gut sein, dass sie sich um so mehr auf Dich stürzen wird, wenn Du dann da bist… LLLiebe Grüße Biggi
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