Mitglied inaktiv
Liebe Biggi, meine Tochter ist 7,5 Monate alt und ich stille noch teilweise (3x tgl. und 1x nachts), zusätzlich erhält sie 2 Breimahlzeiten. Durch das nächtl. Stillen bin ich total fertig, kann mich tagsüber kaum auf etwas konzentrieren. Noch dazu habe ich das Gefühl, dass meine Tochter nicht richtig satt wird. Sie wiegt bei ca. 69 cm auch nur ca. 7.400 g, also ist sie als sehr leicht einzustufen. Ich kriege die totalen Komplexe, wenn all die gleichaltrigen Babys sehe, die viel dicker sind. Was soll ich bloß tun??? Noch eine Frage: Wird die Muttermilch reichhaltiger, wenn man selbst viel Milchprodukte zu sich nimmt( ich verzichte seit Ewigkeiten auf Milch, weil meine Tochter allergiegefährdet ist, esse nur Quark und Sahne). Ach so, das Problem beim Abstillen wäre, dass sie nicht aus der Flasche trinkt, Sauger und Schnabek akzeptiert sie einfach nicht in ihrem Mund. Wie soll ich dann evtl. Säuglingsmilch füttern??? Danke. Alexa
? Liebe Alexa, vielleicht erkläre ich dir einfach einmal etwas zum Gewicht und zur Größe deines Babys. Mit 69 cm und 7400 g ist dein Kind etwa an der 10 Perzentile. 10. Perzentile bedeutet nämlich nicht mehr und nicht weniger als dass zehn von 100 Kindern bei dieser Größe weniger wiegen als Ihr Kind und 90 von 100 Kindern wiegen bei gleicher Größe mehr. Wenn ein Kind nun schon immer auf der 10. Perzentile lag, dann ist davon auszugehen, dass dies seiner persönlichen Kurve entspricht und es eben ein eher schlankes Kind ist. Problematisch wäre es nur dann, wenn ein Kind „durch die Perzentilen rasselt" sprich plötzlich massive Abweichungen von seiner Kurve zeigt. Wenn dein Kind also schon immer etwa an der 10. Perzentile liegt, dann ist das für dein Kind auch in Ordnung. Erwachsene sind ja auch nicht alle gleich groß und schwer. Du siehst also, dass Du keineswegs Komplexe haben musst, weil dein Kind schlanker ist als andere in deinem Bekanntenkreis. Obwohl sich Frauen in verschiedenen Ländern und unterschiedlichen Kulturen sehr unterschiedlich ernähren gibt es so gut wie keine Unterschiede in der Zusammensetzung der Muttermilch. Es ist sehr schwierig bis unmöglich, die Milchzusammensetzung deutlich über die Ernährung zu beeinflussen. Dies mag ein Schachzug der Natur sein, um das Überleben des Babys zu sichern. Ernährt sich eine Mutter nicht gut, so geht dies zunächst nicht zu Lasten der Qualität der Muttermilch, sondern zu Lasten der Mutter. Erst wenn die Reserven der Mutter erschöpft sind (zum Beispiel bei schwer unterernährten Frauen in Hungergebieten), kommt es zu Veränderungen der Muttermilch, die jedoch weniger die Qualität als die Quantität betreffen. Eine milchfreie Ernährung bedeutet keineswegs, dass deshalb deine Milch nicht „nahrhaft" wäre. Dann wäre die Milch von Tausenden von Frauen in Asien „nicht nahrhaft", denn in vielen asiatischen Kulturen ist Milch nie im Speiseplan nach dem Abstillen zu finden. Wenn Du dein Kind abstillst, bedeutet dies auch keineswegs eine Garantie für ruhigere Nächte. Es kann dir passieren, dass Du dann nachts genau so oft aufwachen musst und dein Kind trösten oder ihm etwas zu trinken anbieten musst. Wenn Du jetzt also abstillen willst, dann tu es, aber bitte mach dir keine falschen Hoffnungen, dass sich dadurch dein Leben plötzlich dramatisch zum scheinbar Besseren verändern wird, denn Du könntest bitter enttäuscht werden. Vielleicht führst Du einfach mal ein persönliches Gespräch mit einer Stillberaterin oder besuchst ein Stillgruppentreffen, wo Du dich mit anderen stillenden Müttern direkt austauschen kannst. Das hilft dir möglicherweise mehr Klarheit für deine eigene Entscheidung zu treffen. Wenn Du mir deinen Wohnort mit Postleitzahl angibst, suche ich dir gerne die nächstgelegene LLL-Stillberaterin heraus. Falls dein Kind keinen Sauger und keine Schnabeltasse mag, dann biete ihm doch einfach einen ganz normalen Becher an. Kein Kind muss aus der Flasche trinken, ganz normale Becher, Gläser oder Tassen, wie sie in jedem Haushalt zu finden sind, gehen auch. LLLiebe Grüße Biggi
Mitglied inaktiv
Hallo, mach dich wegen des Gewichtes keine Sorge. Ich habe auch so ein Leichgewicht. Bei der U5 hatte er 7560 g bei 69 cm. Jetzt ist er 19 Mon. und wiegt knapp über 9 kg. Er stillt aber im Vergleich zu deiner Tochter noch seehr häufig. Mein kleiner wird teilweise zig mal nachts auf. Er schläft direkt neben mir und dadurch bin ich morgens ausgeschlafen. Ich verstehe nicht ganz, warum du nachts lieber Fläschchen geben möchtest. Stillen ist doch viel bequemer. lg monika
Mitglied inaktiv
Hallo Alexa, mensch deine Maus ist doch nicht dünn! Nur weil andere Kinder dicker sind? Nene, als Baby sollen sie speckig sein und spätestens in der Schule sollen es klappergestelle sein ... versteh einer die Logik! Es ist einfach so, dass die Deutschen immer dicker werden. Vor 20 Jahren wäre dein Kind noch absoluter Durchschnitt gewesen! Meine Maus wog mit 1 Jahr 7300g und war 72 cm groß. Da hab ich mich hier oft bei Biggi ausgeheult, was ich denn nun machen solle ... 2 Mahlzeiten am Tag? Keine Chance! Schau doch mal unter http://www.xx-well.com/dak/kinderbmi/index1.php Hier kannst du den BMI deiner Maus berechnen lassen und du wirst sehen, dass sie nciht dünn ist, sondern im Normalbereich liegt. Und eine Nachtmahlzeit ist doch vollkommen normal in dem Alter. Das wird auch durch Flasche nicht unbedingt besser. Obendrein musst du die ja dann noch zubereiten, was viel mehr aufwand bedeutet. Die Milch ist in ihrer nahrhaften Zusammensetzung im übrigen immer gleich. Erst wenn du kurz vor dem Hungertod stehen würdest reduziert sich erstmal die Miclhmenge bevor sich an der Qualität was ändert. Wichtig ist mit dem Vergleichen aufzuhören. Dein Kind ist eben wie es ist und ist doch so zufrieden. Warum soll man schon im Säuglingsalter die kinder so hinbiegen, dass sie genauso sind wie die anderen? Ich hab mein 3. Kind 9 Monate lang Tag und Nacht alle 2 Stunden gestillt, nun mit 16 Monaten bin ih froh, wenn er nur einmal Nachts nuckeln möchte. Flasche hat er nie bekommen, Schnuller nahm er mit 5 Wochen mal für ne Zeit. Das ging, weil er immer mit bei mir im Bett war und ich aus dem nächtlichen stillen keinen großen Akt gemacht habe. Versuch lieber deine Situation zu verbessern, als "mit Gewalt" abzustillen. Es gibt keine Garantie, dass es hinterher wirklich "besser" ist. LG sandra mit 3 Dünnfröschen und froh drüber ;-)
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