Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Abstillen mit Unsicherheit

Frage: Abstillen mit Unsicherheit

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Hallo Biggi, zuerst möchte ich Dir und Deiner Familie ein gesundes und friedliches Jahr 2003 wünschen. Hier jetzt aber mein Anliegen: Es ist nun bei mir soweit - ich will nicht mehr. Mein Sohn wird in 5 Tagen 1 Jahr alt und ich möchte abstillen. So langsam habe ich auch schon damit angefangen. Also ich leg ihn kurz an - wobei ich mir nicht immer sicher bin, wie lange eigentlich "kurz" ist - und dann nehm ich ihn ab und versuch ihn halt abzulenken oder ihm eine Tasse oder Becher zum Trinken anzubieten. Gelingt auch manchmal. Nachts haben wir allerdings noch ganz schönen Stillstress - er kommt so ca. 4-5 x in der Nacht. Ich habe jetzt aber Bedenken, daß er wegen des Abstillens zu wenig Flüssigkeit bekommt. Ich habe gestern gemerkt, daß´trotz meiner Bemühungen mit der Tasse/Becher die Windel noch sehr trocken war. Kann es sein, daß der Kleine in der Umstellungsphase vielleicht doch ein bisschen wenig trinkt? Bekommt er dass dann selber auf die Reihe, genug Flüssigkeit zu sich zu nehmen, da ja dann die Brust nicht mehr da ist (von selber geht er nicht an die Tasse - ich muß ihn dazu auffordern)? Über welchen Zeitraum geht denn das Abstillen eigentlich so? Ich frage wegen der Nächte nach, in denen mein Mann dann zur Beruhigung einspringen wird - aber er hat einen ziemlich stressigen Job, so daß ich ihn da meistens rausgehalten habe aus den Nachtschichten. Kann man das so in ca. 4-5 Tagen schaffen? Irgendwie ist es ja schon schade, dass ich mich zu diesem Schritt entschlossen habe, aber zuletzt war alles nur noch nervig, da die Abhängigkeit immer größer geworden ist je älter der Kleine wurde. Zum Schluß ging ohne mich gar nichts mehr, da half kein Papa und gar nix außer Mama mit der Brust und das will ich einfach nicht mehr. Ich bin ja schon stolz darauf dass ich ihn ein Jahr gestillt habe - mehr als ich mir anfangs vorgestellt habe. Hört sich jetzt alles irgendwie nach einer Entschuldigung fürs Abstillen an - aber es ist wirklich eine schwere Entscheidung für mich. Es ist halt das erste Loslassen und das mit dem Stillen war eben etwas, was nur mich ganz allein mit dem Kleinen verbunden hat. Mit einer Träne im Auge grüsst ganz lieb Jacqueline und freut sich auf Deine Antwort.


Biggi Welter

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? Liebe Jacqueline, ich kann dir nicht sagen „In vier Tagen hast Du sicher abgestillt", denn es lässt sich nicht vorhersagen, wie lange es dauern wird, bis dein Kind selbst so weit sein wird. Die andere Seite ist natürlich die, dass Du selbst einfach konsequent die Brust verweigern kannst und dann hat dein Kind keine andere Wahl, als auf die Brust zu verzichten. Biete deinem Kind zur Beikost und eventuell auch zwischendurch immer Wasser an, dann hat es die Möglichkeit zu trinken, wenn es durstig ist. Wasser ist das optimale Getränk, sowohl für Kinder wie für Erwachsene, Saft ist nicht notwendig. Solange der Urin eines Babys hell, fast farblos aussieht und nicht unangenehm riecht, bekommt es in der Regel genügend Flüssigkeit. Hab einfach Geduld, dein Kind wird das Trinken schon lernen und akzeptieren und solltest Du den Eindruck haben, dass die Trinkmenge deutlich zu gering ist und dein Kind dennoch nicht mehr trinken mag, dann mach aus dem Gemüsebrei einfach Gemüsesuppe. LLLiebe Grüße Biggi


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