Mitglied inaktiv
Hallo! ich versuche schon seit 4 Wochen abzustillen. Jetzt stille ich mein Baby nur 3 Mal am Tag- morgens, um 14-15 Uhr und abends. Die linke Brust macht ganz gut mit und ist jetzt schon fast leer. Die rechte dagegen macht mir immer Probleme. Wegen so langen Stilläbständen ist sie immer sehr voll und wird knotig. Das Baby trinkt sie dann leer und es fängt von vorne an- die Milchmenge verringert sich nicht und ich halte bis zur nächsten Stillmahlzeit irgendwie durch. Die Brust zu kühlen, ein bisschen Milch auszustreichen, Salbeitee trinken- nichts hilft wirklich! Habe im alten Buch von B.Spock gelesen, dass man es so machen könnte, dass man immer, wenn die Brust sehr voll ist, das Baby für 30 Sekunden anlegt und dann die Mahlzeit mit die Flasche oder Beikost beendet. Ich glaube das macht Sinn, weil die Brust dann nicht leer getrunken wird und die Milchproduktion nicht so stark angeregt wird. Kann ich es so machen oder wird das Baby Magenprobleme haben, wenn die Muttermilch mit der künstlichen Milch gemischt wird? Vielen Dank und mit freundlichen Grueßen, Vlada
Liebe Vlada, also 30 Sekunden finde ich zu kurz. Beim Abstillen sollten Sie langsam und allmählich vorgehen und auch nicht gleich komplette Stillzeiten ausfallen lassen, sondern eine Stillzeit nach der anderen langsam immer weiter verkürzen und verringern. Sollte die Brust auch zwischenzeitlich zu voll werden und zu spannen beginnen, können Sie gerade soviel Milch vorsichtig ausstreichen oder abpumpen, dass die unangenehme Spannung nachlässt und Sie sich wieder wohl fühlen. Nicht mehr Milch entleeren als unbedingt notwendig, da sonst die Milchbildung weiter angeregt wird. Zusätzlich können Sie die Brust kühlen. Die Erfahrung zeigt, dass es beim Abstillen hilfreich sein kann, wenn die Frau den Salzkonsum einschränkt. Keinesfalls einschränken sollten Sie Ihre Trinkmenge. Sie sollten sich weiterhin nach dem Durstgefühl richten. Ehe sich die Milchmenge durch eine Verringerung der Flüssigkeitszufuhr vermindern würde, bekämen Sie massive Kreislaufprobleme und Kopfschmerzen. Die Empfehlung die Trinkmenge zu reduzieren gehört wirklich endgültig in die Mottenkiste der nicht ratsamen Tipps. Es gibt auch naturheilkundliche und homöopathische Mittel, um den Abstillprozess zu unterstützen, wenn Sie sich hierfür interessieren, wenden Sie sich bitte an eine entsprechend ausgebildete Ärztin/Arzt oder eine Hebamme. LLLiebe Grüße Biggi
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