Lulu_Hase
Hallo, mein Sohn ist jetzt 10,5 Monate alt und er wird noch komplett in den Schlaf gestillt. Er schläft auch nur an der Brust oder im Tragetuch ein (und da auch nur, wenn ich mich ordentlich bewege - z.B. Treppe steigen oder Kniebeugen machen). Tagsüber trinkt er noch nach jeder Mahlzeit an der Brust, da er nicht besonders viel Brei ist (morgens fast gar nichts, mittags bis zu 100g Gemüse-Fleisch-Brei, nachmittags bis zu 100g Obst-Gretreide-Brei und abends nur ein paar Löffel Fleischzubereitung pur und dann noch ein paar Löffel Obstbrei, ansonsten lutscht er an unserem Essen (Nudeln und Gemüse), da wir abends warm essen - ein bisschen was davon landet auch im Magen - z.B. Salatgurken. Obwohl wir ihm auch mehr anbieten, will er lieber anschließend noch stillen. Nachts wird er dann im Regelfall alle 2 Stunden wach und will wieder an die Brust. Manchmal schläft er aber auch länger (letzte Nacht z.B. 6 Stunden am Stück - wobei er danach nicht wieder eingeschlafen ist). Kann es sein, dass die Milch ihm nicht mehr reicht und er nur das über Brei etc zu sich nimmt, was er zusätzlich braucht und sich primär noch alles über die Milch holt? Und kann es sein, dass er deswegen nachts Hunger bekommt und wieder an die Brust will? Ich höre dann wie er schluckt, weiß aber nicht, wie viel er trinkt, weil ich nicht auf die Uhr gucke. Mich stört die Situation so wie sie ist nicht und habe auch kein Problem damit weiter zu stillen, aber der Kinderarzt meinte, ich solle den Kleinen nicht mehr in den Schlaf stillen, damit er nachts besser schläft und seltener wach wird bzw. selbst zurück in den Schlaf findet. Manchmal habe ich auch den Eindruck (z.B. heute Nacht, als er nach 6 Stunden Schlaf trotz Stillen nicht wieder eingeschlafen ist obwohl er total müde aussah - ich hab ihn dann ins Tragetuch gepackt), dass es ihm gut tun würde, wenn er auch allein in den Schlaf finden würde. Stimmt es, dass ihm ein Abstillen für nachts helfen würde? Wie kann ich das (ohne Schreien lassen - davon halte ich nichts) machen? Oder können wir das "nur" aussitzen und es wird von selbst besser? Er hat übrigens keinen Schnuller, nuckelt nicht am Daumen und hat auch kein Lieblingskuscheltier oder -schmusetuch. Liebe Grüße
Kristina Wrede
Liebe Lulu_Hase, die Tatsache, dass er kein Ersatzobjekt wie Schnuller, Daumen oder Schnuffeltuch braucht zeigt, dass er alles hat, was er benötigt. Nur hoffe ich, du machst nicht wirklich Kniebeugen, nur damit er schläft :-) Es stimmt: ein Kind muss NICHT "lernen", wie man schläft, das lernt es ganz von allein, ebenso wie es lernt zu schauen, zu essen, zu krabbeln, zu stehen, zu gehen, zu sprechen, zu wachsen... Und zwar alles zu seiner Zeit. Wir haben das nur vergessen. Wir verwenden hier gern den Vergleich mit dem Grashalm, der auch nicht schneller wächst, wenn man an ihm zieht. Ich kenne unzählige Kinder, die liebevoll in den Schlaf begleitet wurden, mit oder auch ohne Brust, je nachdem, was für das einzelne Kind das Richtige war, und keines davon ist ein "verwöhntes Gör" oder gar ein "schlechter Erwachsener" geworden. Das Gegenteil ist der Fall: Offenbar entwickeln Menschen, denen selbst mit Achtsamkeit begegnet wurde - bereits als Baby - selbst eine höhere Gabe, anderen Menschen gegenüber achtsam zu sein. Darum brauchst du wirklich keine Angst zu haben! Es ist wunderbar, wenn du ihm diese Möglichkeit lässt - solange es für dich gut ist. Lieben Gruß, Kristina
Lulu_Hase
Liebe Kristina, vielen Dank für die Antwort. Eine kurze Frage noch. Ich weiß, dass sich das pauschal nicht beantworten lässt, aber kann man so ungefähr sagen, wie lang es dauert, bis er das Schlafen lernt? Ab wann kann man ihm dabei vernünftig helfen? Und wie macht man das dann? Oder geht das gar nicht und ich warte "einfach" bis er von sich aus die Brust ablehnt, durchschläft, oä.? Liebe Grüße
Kristina Wrede
Liebe Lulu-Hase, ungefähr 1-5 Jahre, das ist so ein guter Schnitt. Nein, im Ernst... Es ist wirklich von Kind zu Kind unterschiedlich, und es bedeutet ja auch nicht, dass du so lange auch ständig stillen müsstet. Wenn dir das nächtliche Stillen zu viel wird und du Geduld genug hast, ihm etwas anderes anzugewöhnen, dann helfen dir vielleicht die Empfehlungen, die Elizabeth Pantley in ihrem Buch "Schlafen statt Schreien" geschrieben hat. Aber vor einem Jahr würde ich wirklich noch nichts machen, die Kleinen brauchen uns auch nachts, das ist eben so. Das ist übrigens auch der Titel einer Broschüre von Sibylle Lüpold, in der 20 namhafte Experten wie Dr. William Sears, Prof. Dr. Gerald Hüther und Prof. Dr. Remo Largo gute Argumente liefern, weshalb von der Anwendung eines Schlaftrainings, wie zum Beispiel der Ferber-Methode (dem "Schreien lassen"), abzuraten ist. Du findest sie hier: http://www.fuerkinder.org/files/broschre_kinder_brauchen_uns_auch_nachts_de.pdf Lieben Gruß, Kristina
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