Mitglied inaktiv
Hallo Biggi, heute haben scheinbar lauter über 1-jährig Stillende ähnliche Fragen - nun auch noch ich: Mein Sohn, 14 1/2 Monate, wurde bis jetzt noch um 6:00 Uhr und mittags und abends vor dem Einschlafen gestillt. Ich stille jetzt seit 3 Tagen immer kürzer und möchte zuerst mittags ausfallen lassen und noch früh ( wie bisher ) und abends ( verkürzt ) stillen. Meine Frage: reicht es zur Milchreduzierung aus einfach immer etwas weniger an der Brust trinken zu lassen oder sollte ich noch Salbeitee ( wie viel? ) trinken oder etwas anders machen? Ich habe ziemliche Panik wieder einen Milchstau zu bekommen, denn ich hatte in der gesamten Stillzeit ca. 12 Mal einen ( vorallem im ersten halben Jahr / zuviel Milch ). Kann man so abstillen, dass einfach weniger Milch da ist und das Kind das merkt und "freiwillig" aufhört zu nuckeln oder muss ich ihn immer nach einer gewissen Zeit "abhängen", damit keine Milch mehr gebildet wird. Vielen Dank für Deine Hilfe. Lieben Gruß Claudia
Liebe claudiaf., Du kannst natürlich versuchen, dein Kind immer kürzer anzulegen und es so ganz allmählich abstillen. Sollte die Brust auch bei dieser langsamen Vorgehensweise zu voll werden und zu spannen beginnen, kannst Du gerade soviel Milch vorsichtig ausstreichen oder abpumpen, dass die unangenehme Spannung nachlässt und Du dich wieder wohl fühlen. Nicht mehr Milch entleeren als unbedingt notwendig, da sonst die Milchbildung weiter angeregt wird. Zusätzlich kannst Du die Brust kühlen. Die Erfahrung zeigt, dass es beim Abstillen hilfreich sein kann, wenn die Frau den Salzkonsum einschränkt. Keinesfalls einschränken solltest Du deine Trinkmenge. Du solltest dich weiterhin nach dem Durstgefühl richten. Ehe sich die Milchmenge durch eine Verringerung der Flüssigkeitszufuhr vermindern würde, bekommst Du massive Kreislaufprobleme und Kopfschmerzen. Die Empfehlung die Trinkmenge zu reduzieren gehört wirklich endgültig in die Mottenkiste der nicht ratsamen Tipps. Es gibt auch naturheilkundliche und homöopathische Mittel, um den Abstillprozess zu unterstützen, wenn Du dich hierfür interessierst, wenden dich bitte an eine entsprechend ausgebildete Ärztin/Arzt oder eine Hebamme. Ob dein Baby noch einen Ersatz für die Brust braucht, hängt von deinem Kind ab. Wie so ziemlich alles, ist auch das Saugbedürfnis etwas, was individuell unterschiedlich ausgeprägt ist. Wenn ein Kind keinen Schnuller nimmt und nach dem Abstillen aus einem Glas oder Becher trinkt, aber noch ein ausgeprägtes Saugbedürfnis hat, dann wird es sich irgend etwas suchen, um dieses Bedürfnis zu befriedigen (Finger, Lutschtuch, Kissenzipfel ...). Bei einigen Kindern ist das Saugbedürfnis jedoch nicht mehr so stark ausgeprägt und sie können nach dem Abstillen problemlos ohne einen "Saugersatz" auskommen. Wie es bei deinem Sohn sein wird, wird dir dein Kind dann schon zeigen. LLLiebe Grüße Biggi
Mitglied inaktiv
Noch eine Frage: Mein Sohn nimmt keinen Schnuller oder ein Schnuffeltuch zum Nuckeln. Muss ich ihm jetzt so einen Ersatz anbieten, wenn ich abstille?
Mitglied inaktiv
Liebe Claudia mir erging es sehr ähnlich; hatte auch immer so viel Milch und habe dann ab dem selben Zeitpunkt (Kleine ist jetzt 16 Monate und wird noch abends und nachts gestillt) langsam reduziert. Mir haben 2 - 3 Tassen Pfefferminzen-Tee pro Tag sehr gut geholfen um die Milch etwas zu reduzieren. Alles Gute! Marina
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