Frage im Expertenforum Milch & FlÀschchen an Annelie Last:

Was soll ich machen, meine Tochter (13 Monate) will kein Brot essen?

Frage: Was soll ich machen, meine Tochter (13 Monate) will kein Brot essen?

Bluejersey55

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Meine Tochter (13 Monate) will seit ca. 1 Woche zum FrĂŒhstĂŒck oder zum Abendbrot kein Brot mehr essen. Sie ernĂ€hrt sich nur von Wurst/Schinken und KĂ€se und wird daduch natĂŒrlich auch nicht richtig satt. Obst bzw. GmĂŒse isst sie auch nicht. Nachmittags mal eine Banane oder Apfel im Brei. Obstmus isst sie. Sie bekommt morgens und abends noch einen Schoppen (ca. 150 ml Kindermilch). Aber sie sollte doch nun langsam besser essen. Morgens hab ich es auch schon mit MĂŒsli versucht, aber das hat sie auch wieder ausgespuckt. Was soll ich machen oder was soll ich ihr sonst anbieten?


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Liebe „Bluejersey55“, ich kann verstehen, dass Sie als Mama möchten, dass Ihr Töchterchen sich ausgewogen und vielfĂ€ltig ernĂ€hrt. Aber beim Essen lĂ€sst sich nichts erzwingen. Setzen Sie sich auf keinen Fall unter Druck. Ihr MĂ€dchen spĂŒrt das und strĂ€ubt sich unbewusst noch mehr dagegen. Sie als Mama haben natĂŒrlich hohe AnsprĂŒche und möchten, dass Ihr MĂ€dchen sich gesund ernĂ€hrt. Aber gerade Kinder in diesem Alter machen uns hier einen Strich durch die Rechnung. Sie haben einen ganz eigenen Kopf mit ganz speziellen Vorlieben. Ihr MĂ€dchen zĂ€hlt offensichtlich zu den Kindern, die sich nicht viel aus tĂ€glicher Abwechslung machen. Haben sie eine bestimmte Vorliebe entwickelt, bleiben sie dabei, dies gibt ihnen auch eine gewisse Sicherheit. So sind Obstmus, Aufstrich und Milch derzeit die Favoriten Ihrer Kleinen. Auch wenn es im Moment ziemlich hoffnungslos aussieht, Ihr MĂ€dchen wird ihren Speiseplan (wieder) erweitern. Ich bin mir sicher, die Speisenauswahl wird umfangreicher werden. Haben Sie keine Angst, auch wenn der Speiseplan fĂŒr einige Zeit sehr einseitig ausfĂ€llt, nimmt die Kleine keinen Schaden. Die Natur hat das so eingerichtet. Neben einem ziemlich eigenwilligen Essverhalten gehört es zur ganz normalen Entwicklung dazu, dass Kleinkinder ein sicheres GespĂŒr fĂŒr die Schwachstellen ihrer Eltern entwickeln. Und wie kann man die Aufmerksamkeit von Mama besser auf sich lenken als bei den Mahlzeiten. Ihre Maus hat bemerkt, dass Sie mit ihrer Verhaltensweise Mama berĂŒhren kann und viel Aufmerksamkeit bekommt. Mama tut alles, damit ich ĂŒberhaupt etwas und dazu gesund esse. Im zweiten Lebensjahr sind - am besten in 2-3 Portionen ĂŒber den Tag verteilt – insgesamt etwa 300 ml Milch oder g „Milchhaltiges“ (Milchbrei, KĂ€se auf dem Brot, MĂŒesli mit Milch, Joghurt, PĂŒrees mit Milch, Quark) ausreichend. Wenn es 2 Schoppen mit je 150ml Kindermilch gibt ist, sollte es mehr an Milch nicht regelmĂ€ĂŸig geben (auch nicht nachts). Bieten Sie ruhig morgens und abends weiter eine Milch an, gern altersentsprechend aus einem Becher oder Tasse. Dann bestimmen Sie zu welchen Mahlzeiten es was geben soll. Sie als Mama (Eltern) bestimmen das Angebot aus gesunder Kost, Ihr MĂ€dchen darf daraus auswĂ€hlen und entscheiden, wie viel sie davon essen mag. Gehen Sie nicht zu sehr auf ihre WĂŒnsche ein. Bieten Sie einfach eine Auswahl an gesundem Essen an. Da können ruhig auch die „unbeliebten“ Sachen wie Brot dabei sein. Verweigert Ihre Kleine das Essen oder mag sie nicht mehr weiter essen, sagen Sie ihr ganz ruhig, dass das Essen jetzt fĂŒr sie beendet ist. Ziehen Sie Mahlzeiten nicht in die LĂ€nge. Nach etwa 30 Minuten sollte das Essen beendet sein. Mehr gibt’s dann nicht. Nehmen Sie Ihr MĂ€dchen aus dem StĂŒhlchen und Sie gehen zur ĂŒblichen Tagesordnung ĂŒber. Dann gibt es auch nichts Beliebteres und bis zur nĂ€chsten Mahlzeit gar nichts, auch keine Milch oder ein Obstmus. Das ist nicht so schlimm. Haben Sie keine Angst, dass Sie was falsch machen, oder dass Ihre Kleine gar verhungern könnte. Das wird nicht passieren! Ihr MĂ€dchen ist da viel zu schlau, sie wird das nehmen was sie braucht. Das ist ganz wichtig, dass Sie das verinnerlichen!!! Der Hunger ist auf Ihrer Seite. Es kann natĂŒrlich dauern bis sich ein Erfolg einstellt, aber wenn Sie in Ruhe Ihren Standpunkt vertreten, Ihrem Kind eine richtige und gesunde Essensweise vorleben und dieser Eigenwilligkeit keine Aufmerksamkeit schenken, wird es besser werden. Ich bin mir sicher, der Knoten wird eines Tage platzen. Und Ihr MĂ€dchen wird begeistert am Tisch mitessen. FrĂŒhlingsgrĂŒĂŸe und ein schönes Wochenende, Annelie Last


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