Medlinga
Ich habe eine etwas seltsame Frage. Mir sind die Beikostregelungen bekannt. In unserem Bekanntenkreis wird aber immer wieder diskutiert, ob man dem Kind mit ca. 19 Wochen Mininudeln (sind ungefähr so groß wie Reis) matschig gekocht mit Tomatensosse füttern kann. Ich starte Mitte März in der 17. Woche mit Karottenbrei. Mir ist auch klar, dass Tomaten erst ganz zum Schluss der Beikost empfohlen werden. Nun meine Frage. Was würde denn passieren, wenn man dem Kind zu früh ungeeignete Lebensmittel gibt? Bekommt es Durchfall? Kann es das nicht verdauen? Verweigert es einfach das Essen? Danke für Ihre Antwort.
Annelie Last
Liebe „Medlinga“, in unseren Breitengraden wird üblicherweise als erste Beikostmahlzeit püriertes Gemüse und darauf aufbauend ein Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Bei am Mittag empfohlen. Unsere 4 Monatsgläschen sind feinst püriert, also einfach zu schlucken. Ideal als erste Nahrung vom Löffel nach der Milch. Nudeln so groß wie Reis erfordern egal wie „matschig gekocht“ ein Mitkauen – das ist nichts für den Beikoststart, aber vielleicht wenn es mit dem püriertem Gemüse gut klappt und in Übergang zu den Gläschen ab dem 8. Monat – wieso nicht. Achten Sie auf eine gute Qualität der Lebensmittel. Bei „herkömmlichen“ Nudeln aus dem Handel handelt es sich nicht um ein diätetisches Produkt, also nicht um ein Produkt, das speziell für Babys gedacht ist. Es mag ggf. Bio sein, das sagt jedoch nichts über mögliche Rückstände und Schadstoffe aus. Babygerechte Produkte mit konkreter Altersempfehlung sind praktisch schadstofffrei. Bei Produkten des allgemeinen Verzehrs ist das nicht unbedingt gegeben, diese können belastet sein. Ja ein "Nichtvertragen" könnte sich in Verdauungsproblemen (Unruhe, Stuhveränderungen, Bauchschmerzen, Durchfall, Erbrechen, etc.) äußern. Oder "schlimmer" zu früh zu viel Salz oder auch Kuhmilch als Trinkmilch kann die Nieren belasten, das bekommt man auf den ersten Blick natürlich nicht mit. Gehen Sie ruhig größtenteils den offiziellen Weg der Beikosteinführung, als Orientierungshilfe finden Sie auf unserer Homepage unter diesem Link http://www.hipp.de/index.php?id=180 einen Ernährungsplan. Es gibt ja so viele Obst-, Gemüse-, Fleisch- und Fischsorten die für ausreichend Vielfalt sorgen. Herzliche Grüße, Annelie Last
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