Frage im Expertenforum BEBAFamily - Milch & FlÀschchen an Ulrike Kusch:

Milch- und Beikostfrage

Frage: Milch- und Beikostfrage

liebelu

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Hallo liebe Expertin, Vorneweg: Mein Sohn ist 7 Monate alt. In den letzten Tagen kamen bei uns zu Hause immer wieder diese Fragen auf: 1. Muss das Wasser fĂŒr die Milch (also Pre) und den -brei noch abgekocht werden oder reicht einfaches Erhitzen bis zu gewĂŒnschten Temperatur? 2. Organisation der Mahlzeiten: Bis vor kurzem haben wir noch folgendermaßen gefĂŒttert: Morgens ca 200ml Milch, mittags Brei, nachmittags im Abstand von jeweils ca. 2 h 2x Milch (150-200 ml meist), abends Brei (danach gleich ins Bett) - Nachts hat der Kleine dann öfter durchgeschlafen, gelegentlich brauchte er eine Flasche. Da mir der kurze Abstand der Nachmittagsflaschen nicht gefallen hat (meist hatte er nicht wirklichen Hungeranzeichen gezeigt, dennoch aber mit Appetit getrunken), habe ich jetzt umgestellt: Morgens und mittags wie gehabt, nachmittags 1 Flasche und abends Brei. Danach noch 1 Stunde ungefĂ€hr, bevor er mĂŒde wird und wir ihn schlafen legen. Nun kommt er natĂŒrlich nachts einigermaßen regelmĂ€ĂŸig und braucht eine Flasche. Was ist fĂŒrs Baby denn besser? 3. Wenn wir demnĂ€chst den Nachmittagsbrei einfĂŒhren, fĂ€llt ja erneut eine Milchflasche weg. Nun frage ich mich, ob die Flasche am Vormittag und der Abendbrei ausreichen wĂŒrden, was die benötigte Milchmenge betrifft. Vielen Dank schonmal vorab. Liebelu


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Liebe Liebelu, ich empfehle Ihnen fĂŒr die Zubereitung der Milchnahrungen oder Breie immer abgekochtes Wasser zu verwenden. Das hat hygienische GrĂŒnde. Durch das Aufkochen werden eventuell enthaltene, unerwĂŒnschte Keime im Wasser abgetötet. Diese könnten sich sonst in der Milch oder dem Brei, die im Gegensatz zu Wasser ein guter NĂ€hrboden fĂŒr solche Keime sind, vermehren. Anders verhĂ€lt es sich mit Leitungswasser als GetrĂ€nk. Dieses mĂŒssen Sie ab dem Beikostalter nicht mehr abkochen. Es muss nur so lange aus der Leitung ablaufen, bis kaltes Wasser aus der Leitung fließt. Wichtig ist es, darauf zu achten, dass kein Trinkwasser aus Bleileitungen verwendet wird und Wasser aus einem Hausbrunnen nur nach PrĂŒfung der Eignung. Ich sehe es wie Sie, das Ihrem Sohn zwischen Mittags- und Abendbrei ein FlĂ€schchen reichen sollte. Achten Sie darauf, dass er sich am MittagsmenĂŒ richtig satt isst. Klappen die beiden Breie schon gut, dann können Sie auch gerne den Getreide-Obst-Brei als Zwischenmahlzeit am Nachmittag einfĂŒhren. Dieser sĂ€ttigt Ihren Sohn sehr gut. Mit seinen sieben Monaten benötigt Ihr Schatz noch etwa 400-500 ml Milch, wozu auch die Gramm Milchbrei gezĂ€hlt werden. Meist teilt sich diese Menge auf in morgens einen Schoppen Milch (200-250 ml) und abends eine Portion Milchbrei (200-250g), so wie es dann auch bei Ihnen und Ihrem Kleinen wĂ€re. Das er sich nun öfter in der Nacht meldet kann unterschiedliche GrĂŒnde haben. Schafft er vom Milchbrei denn eine ganze Portion (etwa 190g)? Vielleicht ist es auch weniger der Hunger und mehr der Durst, den Ihr Sohn in der Nacht verspĂŒrt. Bieten Sie ihm ruhig vor dem Schlafen noch etwas Wasser an. Ist es Hunger könnte eine 5. Mahlzeit, eine kleine Vormittagsmahlzeit, nicht zu klein und nicht zu groß, die Mittagsportion sollt bei etwa 190g bleiben, helfen. Haben Sie das GefĂŒhl, dass das FlĂ€schchen in der Nacht eher eine liebgewonnene Einschlafgewohnheit als der Hunger ist, dann können Sie auch versuchen, die FlĂ€schchen nach und nach auszuschleichen. Also erst immer weniger Pulver in das FlĂ€schchen zu geben und dann auch nach und nach mit der Trinkmenge zurĂŒckgehen. Versuchen Sie ihn dann auch immer mehr anderweitig zum Schlafen zu bringen, z.B. mit kuscheln, streicheln, Lied singen, Schmusetuch mit Geruch von Mama usw. Wird die Milch in der Nacht weniger, dann steigt auch der Appetit am Tag und die Kleinen lernen sich hier richtig satt zu essen. Haben Sie jedoch das GefĂŒhl, dass der Kleine die NachtflĂ€schchen braucht, dann können Sie auch noch etwas weiter so fortfahren. Gehen Sie hier ruhig nach Ihrem BauchgefĂŒhl und Ihrem Schatz vor. Herzliche GrĂŒĂŸe Ulrike Kusch


liebelu

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Vielen Dank fĂŒr Ihre ausfĂŒhrliche Antwort. Kann ich denn den Nachmittags-Brei (Getreide-Obst) schon einfĂŒhren, auch wenn wir erst seit etwas 2 Wochen den Abendbrei geben? Meist isst der Kleine eine riesige Portion (200ml Pre + 20 g Hafer + 20 g Obst) fast komplett auf.


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Liebe Liebelu, schafft ihr Kleiner schon eine ganze Portion Milchbrei am Abend, dann können Sie nach und nach auch den Getreide-Obst-Brei einfĂŒhren. GrundsĂ€tzlich kann eine neue Beikostmahlzeit pro Monat eingefĂŒhrt werden. Letztlich kommt es aber auch immer auf das individuelle Interesse und die Reife des einzelnen Kindes an. So könnten Sie auch schon etwas frĂŒher weitermachen. Wichtig ist, dass Sie Ihren Kleinen nicht ĂŒberfordern und er und seine Verdauung genug Zeit haben sich an alles zu gewöhnen. Auch muss die Verdauung sich auch auf das „weniger FlĂŒssigkeit“ allmĂ€hlich einstellen. Wird der dritte Brei eingefĂŒhrt und die Milchmahlzeit fĂ€llt zunehmend weg, dann bieten Sie ihm nach jeder Mahlzeit etwas Wasser, z.B. aus dem Becher, an. Herzliche GrĂŒĂŸe Ulrike Kusch


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