Mitglied inaktiv
Unsere Kleine, jetzt 10 Monate, habe ich die ersten 5 Monate voll gestillt. Dann haben wir "lehrbuchmĂ€Ăig" alle Brust-Mahlzeiten nach und nach ersetzt. Schon mit 7 Monaten hatte sie so starkes Interesse an unserem Essen, dass wir sie haben (fast alles) probieren lassen. Mittlerweile ist sie absolut "löffelsicher", gabelt erste HĂ€ppchen und ihr Speiseplan sieht so aus: 6.30 Uhr: Kuschelbrust (eher fĂŒr NĂ€he, weniger fĂŒrs essen), nicht messbar wie viel Milch sie noch bekommt 8.30 Uhr: Getreidebrei mit Obst - 200 ml halb Wasser / halb Vollmilch 3,5% 13.00 Uhr: Mittagessen (GlĂ€schen: 4x pro Woche Fleisch / 2x Fisch / 1x vegetarisch) / was es bei uns so gibt (Nudeln, Kartoffeln, GemĂŒse) 15.30 Uhr: frisches Obst (Banane, Nektarine, Trauben etc.) 18.30 Uhr: Hafer- oder GrieĂbrei mit Obst - 200 ml Vollmilch 3,5% / Brot mit Butter oder FrischkĂ€se Sie trinkt tagsĂŒber ca. 200 ml Wasser, verlangt weder nach der Brust noch nach dem FlĂ€schchen. Sie mag keinen Tee und alles gesĂŒĂte (Saft, Kekse etc.) ist tabu. Ist es in Ordnung, wenn sie schon so viel von uns mitisst? Sie liebt z.B. Nudeln, Salat, "laute" KĂ€se, RĂ€ucherforelle, Ziegenmilchprodukte. Wir achten darauf, dass es immer nur wenig hiervon ist (wegen des Salzgehaltes) und beim Brot kaufen wir eh nur Vollkorn oder Roggen. Meine Frage: braucht sie noch FlĂ€schchen? Wenn ja - wie viel PRE (Folgemilch lehne ich ab) muss sein? Sie hat 7 ZĂ€hne, krabbelt und lĂ€uft ohne Hilfe am Tisch entlang. FĂŒr mich ist kein Mangel an irgendwas erkennbar, aber wenn ich im Forum lese, beschleicht mich das GefĂŒhl, dass ich ihr doch noch Milch geben mĂŒsste?? Vielen Dank fĂŒr eine hilfreiche Auskunft :-)
Doris Plath
Liebe âLaemmchenâ, da fange ich auch gleich mal hinten bei der Milch an. In diesem Alter sollen Kinder noch zwei milchhaltige Mahlzeiten zu je 200-250 ml bzw. g erhalten, damit sie ausreichend mit Milch und Kalzium versorgt sind. Vom Prinzip her, passt das bei Ihnen und Ihrer Kleinen also prima. Was ich Ihnen ans Herz legen wĂŒrde, wĂ€re zumindest bei einer dieser Milchmahlzeiten anstelle von Vollmilch (Halbmilch) eine fertige SĂ€uglingsmilch zu verwenden. Der Vorteil der SĂ€uglingsnahrungen ist einfach, dass diese besser an die ErnĂ€hrungsbedĂŒrfnisse von Babys angepasst sind als Kuhmilch. V.a. der EiweiĂgehalt liegt hier niedriger und die Eisenversorgung ist mit einer SĂ€uglingsmilch deutlich besser gewĂ€hrleistet als mit Kuhmilch. Sie können dafĂŒr eine Pre-Milch verwenden. Auch wenn Sie es ablehnen, kennen Sie denn schon unsere HiPP 2 Bio Combiotik ohne StĂ€rke? Sie enthĂ€lt wie Muttermilch und Pre-Milch nur Milchzucker als Kohlenhydrat, ist jedoch von den NĂ€hrstoffen wie dem Eisen besonders gut aufs Beikostalter abgestimmt. Was den restlichen ErnĂ€hrungsplan betrifft, ist es durchaus möglich zum Ende des ersten Jahres langsam zum ĂŒblichen Familienessen ĂŒberzugehen. Halt nach Reife und Kaufreude des Kindes, versteht sich. Gegen Nudeln und Vollkornbrote spricht im Rahmen der gemischten Kost nichts. Bei âSalatâ wĂ€re ich vorsichtig, da fasrige Teiled avon in diesem Alter idR noch nicht so gut gekaut werden können und sich Ihre Kleine daran verschlucken könnte. KĂ€se kann mal in kleinen Mengen dabei sein. Aber auch dieser ist wie Kuhmilch sehr eiweiĂhaltig und gehört besser in die Kost nach dem 1. Geburtstag. Ziegenmilchprodukte können auch in kleinen Mengen ergĂ€nzend gereicht werden. Als Milchersatz sind Sie im ersten Jahr nicht geeignet. Bei der RĂ€ucherforelle wĂŒrde ich abraten, wenn diese roh gerĂ€uchert wurde. Das Bundesinstitut fĂŒr Risikobewertung (BfR) rĂ€t: âZum Schutz vor den zum Teil schwer verlaufenden Lebensmittelinfektionen sollten besonders empfindliche Personengruppen, wie Kinder unter 5 Jahren, Schwangere, Senioren oder Personen mit geschwĂ€chtem Immunsystem, vom Tier stammende Lebensmittel grundsĂ€tzlich nicht roh verzehren. Meiden sollten sie daher den Verzehr von rohem Hackfleisch bzw. Hackepeter, Rohwurst, Rohmilch und RohmilchkĂ€se, rohem Fisch (z. B. Sushi) und bestimmten Fischereierzeugnissen (z. B. RĂ€ucherlachs und Graved Lachs) sowie rohen Meerestieren (z. B. rohe Austern).â Vorsicht ist auch bei kleinen, harten Lebensmitteln wie Johannisbeeren, NĂŒssen oder Saaten, wie Sonnenblumen- oder KĂŒrbiskernen geboten. Sie können beim Verschlucken leicht in die Luftröhre gelangen. Es grĂŒĂt Sie herzlichst Doris Plath
Mitglied inaktiv
Kleiner Nachtrag: sie schlĂ€ft meistens von 20 Uhr bis 6 Uhr durch und wenn sie doch mal nachts wach wird, ist es mit ein paar Schluck Wasser meist getan. Das nĂ€chtliche FlĂ€schchen haben wir ihr ohne irgendwelche Probleme vor 1 Monat innerhalb von 2 Tagen "abgewöhnt". Seitdem isst sie tagsĂŒber wesentlich mehr ...
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