Suse30
Guten Morgen liebes Experten-team, ich habe mal wieder eine Frage zur ErnĂ€hrung meines Sohnes (6 Monate und 1 Woche alt). Ich bin etwas unsicher mit den Mengen. Sein Plan pro Tag ist zeitlich etwas schwer aufzuschreiben. TagsĂŒber ist es sehr konstant. Morgens ca. 160ml 1er Milch mittags Getreide-Milch-Brei bis 200g (inklusive etwas Obstmus) nachmittags 1er Milch ca. 160ml abends GemĂŒse-Kartoffel-Fleisch-Brei bis 200g (inklusive etwas Obstmus) und 1-2h spĂ€ter zum einschlafen noch eine Milchflasche (ca.100-150ml) Nachts bekommt er allerdings noch 1, manchmal 2 Flaschen. Eine davon auch wieder ca. 160ml, die andere dann meist keine 100ml. Hunger scheint er in der zweiten Runde also nicht wirklich zu haben und die Morgenflasche kann dann dadurch auch kleiner ausfallen. Manchmal denke ich er ist nachts unruhig, weil die AbstĂ€nde zwischen den Mahlzeiten zu klein sind und das Verdauungssystem dann zu viel arbeitet?!?! TagsĂŒber hĂ€lt er mit manchmal recht kleinen Mengen aber schon 4 Stunden aus und ich habe das GefĂŒhl die lĂ€ngeren AbstĂ€nde bekommen ihm magentechnisch gut. Ist das zuviel Milch? Ich wollte versuchen die Menge vielleicht am Tag mal zu erhöhen (bei der Flasche). Allerdings hat er schon immer eher mehr Portionen, dafĂŒr kleinere Mengen getrunken. Kann ich nun schon den Nachmittagsbrei einfĂŒhren? Haben Sie noch einen Tipp fĂŒr mich oder ist das ok so? Danke fĂŒr Ihre Hilfe, es ist fĂŒr mich eine gute Orientierung fĂŒr den Alltag! Herzliche GrĂŒĂe Suse
Annelie Last
Liebe Suse, Ihr Plan sieht wirklich gut aus. Auch die Mengen passen, lassen Sie Ihren Sohn generell so viel essen, wie er mag. Gehen Sie bezĂŒglich Milch- und Breimengen immer ganz nach Bedarf Ihres Kindes vor. Ein gesundes Kind verfĂŒgt in diesem Alter ĂŒber sehr gute Regelmechanismen zu Hunger und SĂ€ttigung. Gerne könnten Sie auch schon den Nachmittagsbrei einfĂŒhren. Nach allgemeinen Empfehlungen kann alle vier Wochen eine Breimahlzeit nach der anderen eingefĂŒhrt. Wie lange isst er denn schon den zweiten Brei? Sonst warten Sie einfach noch ein bisschen. Noch ist Ihr Junge recht klein und kann gerne noch seine NachtflĂ€schchen bekommen. Wenn er sich tagsĂŒber irgendwann richtig satt gegessen hat (feste Kost + Milch), könnten Sie probieren das ein oder andere NachtflĂ€schchen auszuschleichen. Vielleicht starten Sie mit dem zweiten FlĂ€schchen, hier vermuten Sie ja bereits, dass es nicht mehr wirklich getrunken wird, weil Ihr Kleiner Hunger hat. Probieren Sie es doch mit etwas Wasser, streicheln und gutem Zureden Ihren Sohn vom Wiedereinschlafen zu ĂŒberzeugen. Vielleicht tut der Verdauung Ihres Sohnes diese Essenspause wirklich auch gut. Probieren Sie es aus. Damit ein Baby einmal nachts âdurchhĂ€ltâ ohne zu essen, muss er sich zwar tagsĂŒber gut satt essen, aber das nĂ€chtliche Aufwachen hĂ€ngt nicht immer ursĂ€chlich nur mit der ErnĂ€hrung zusammen, auch wenn das immer so angenommen wird. Damit ein Baby einmal nachts lĂ€nger âdurchhĂ€ltâ ohne zu essen, muss es generell reif dafĂŒr sein und Ihr Sohn ist noch recht jung. Aufwachen in der Nacht ist immer normal. Je nach Temperament und Reife vermögen einige Kinder sich dann selbst zu regulieren und weiterzuschlafen. Zudem gibt es tagsĂŒber viel zu erleben, was in den TrĂ€umen verarbeitet wird. Manche Babys wachen dann in den Leichtschlafphasen auf. Ăblicherweise ĂŒberprĂŒfen die Kleinen durch Weinen, Meckern etc. ob die Bezugsperson noch erreichbar ist. Kurzes Trösten durch die Eltern reicht oft schon aus. Wenn Sie merken dass es kein Hunger ist, der Ihren Kleinen weckt, gelingt es Ihnen bestimmt ihn immer hĂ€ufiger anderweitig zum Einschlafen zu bringen. Manchmal ist es Hunger, mal Durst oder eben einfach weil getrĂ€umt wurde. Auch bei bestimmten EntwicklungsschĂŒben oder bei kommenden ZĂ€hnen schlafen die Kleinen schlechter ein und durch. Wenn es Hunger ist, gibt es ein FlĂ€schchen. Jetzt noch die Antwort auf Ihre Frage bzgl. der empfohlenen Milchmenge. Babys brauchen im zweiten Lebenshalbjahr noch 400-500ml Milch inklusive g Milchbrei, um Ihren Milchbedarf zu decken. Ihr Kleiner ist aber gerade erst 6 Monate alt geworden, diese Milchmenge ist ein Endziel, noch darf Ihr Kleiner gerne etwas mehr Milch trinken. Wenn die FlĂ€schchen in der Nacht weniger werden oder irgendwann wegfallen, wird sicher automatisch die Milch in der FrĂŒh mehr werden. Irgendwann reicht dann die Milch in der FrĂŒh (200 bis 250ml) und der Milchbrei /200 bis 250ml) aus, um den Milchbedarf Ihres Kleinen zu decken. Aber keine Eile! Ihnen und Ihrer Familie ein schöne Woche, Annelie Last
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