Anjalein87
Hallo Meine 8 Monate alte Tochter isst zwar Brei....aber nur wenig! Sie isst immer ein paar Löffel bis halbes Gläschen und dann möchte sie nicht mehr....sie fängt dann an zu weinen oder schlägt mit den Händen um sich sodass ich sie gar nicht weiter füttern kann. Ich habe ihr bisher immer danach noch die Flasche gegeben weil ich nicht wollte das sie hungrig bleibt. Eine bekannte hat mir nun geraten ich soll einfach die Flasche nach dem Brei weglassen und dann wird sie schon irgendwann mehr Brei essen weil sie merkt das sie nichts anderes bekommt. Was sagen sie dazu.....? Ich kann mich damit nicht richtig anfreunden. Ich möchte nicht das meine Maus leidet! Liebe Grüße und danke schonmal für ihre Antwort
Veronika Klinkenberg
Liebe „Anjalein“, ich kann gut verstehen, dass Sie es nicht möchten, dass Ihre Maus leidet. Aber das tut sie auch sicher nicht, wenn Sie sie ganz behutsam bei diesem Entwicklungsschritt unterstützen. Manche Babys brauchen Zeit und viel Feingefühl, bis sie sich mit festem Essen anfreunden und lernen, dass man festes Essen genauso gut essen kann, wie die Milch. Haben Sie denn schon versucht nach einer kleinen Portion erst einmal eine Pause zu machen, die Kleine ab zu lenken (ein Blick aus dem Fenster oder in ein Büchlein zum Beispiel) und dann weiter zu füttern. Das Essen vom Löffel ist nämlich anstrengend und mühsam und wenn sie so lange füttern, bis Ihre Maus gar keine Geduld mehr hat, wehrt sie sich vehement dagegen. Lassen Sie sie auch selber tätiger werden und das Essen erforschen. Geben Sie ihr ein weiches Löffelchen in die Hand oder bestreichen ein Fingerchen mit etwas Brei. Da sie in einem Alter ist, in dem Babys mit sehr weich gekochten Stückchen vertraut gemacht werden dürfen, könnten Sie ihr sehr weich gekochte Gemüsestückchen auf ein eigenes Tellerchen legen. Viele Kinder lassen sich, wenn man ihren Forschergeist weckt, aus der Reserve locken und finden damit Zugang zum festen Essen. Es ist tatsächlich so, dass die „Größeren“ unter den Babys ein sicheres Gespür dafür entwickeln, was sie anstellen müssen, um ihr Ziel zu erreichen. So macht es schon Sinn es den Kleinen nicht allzu leicht zu machen. Geben Sie also nicht sofort die Milch, wenn es nur ein halbes Gläschen ist. Und versuchen Sie ruhig die Milch auch einmal ganz weg zu lassen. Ihr Mädchen hat ja immerhin eine halbe Portion gegessen und ist nicht mehr ganz hungrig. Merkt sie, dass es nicht sofort die „sichere“ Milch gibt, kann es gut sein, dass sie sich automatisch mehr mit der festen Kost anfreundet. Natürlich ist das alles nicht ganz einfach, bleiben Sie gelassen und ruhig und versuchen Sie die Kleine zu unterstützen. Je sicherer Sie dabei sind, desto besser geht es, denn Babys spüren jede Spur von Unsicherheit. Sie Beide schaffen das Ich drücke Ihnen die Daumen dafür Veronika Klinkenberg
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