Dotti25
Mein sohn (15 monate) isst bis heute kein brot.er guckt zwar immer intressiert aber sobald man ihm was geben möchte,verzieht er die schnute oder dreht sich weg. Selbst essen tut er auch nicht..sobald er essen in der hand hat,schmeißt er es auf den boden. Aber jeden Tag nur brei find ich persönlich langweilig und ist fast immer das selbe. Hat jemand noch tipps oder Anregungen für andere rezepte oder wie ich ihm anderes essen schmackhaft machen kann?! Er hat bisher 4 zähne und hat noch ein bisschen probleme groberes essen zu essen.
Hallo Dotti25 setze hier ganz auf die Routine. Biete deinem Kleinen regelmäßig morgens und abends ein paar dünn mit Butter/Margarine bestrichene Brotwürfelchen auf einem Teller/Brett an. Mit der Gewohnheit wächst das Gefallen. Dein Kleiner kann sich bei diesem Angebot langsam vortasten. Das ist zunächst ein Anfang. Diese kleinen Stückchen locken zum Zugreifen, auch wenn er nicht sofort alles isst, was er in die Hände bekommt - es ist eine erste Annäherung an die Familienkost. Biete deinemKleinen ruhig vermehrt Familienkost an und lass ihn damit experimentieren. In dieser Altersphase braucht man als Eltern viel Geduld und Toleranz :) Kinder erleben das Essen mit allen Sinnen und Essen dient in diesem Alter nicht mehr nur zur Ernährung, sondern auch zum Sammeln von neuen Ess- bzw Sinneseindrücken. Die Kleinen unterscheiden auch noch nicht wirklich zwischen Spiel und Mahlzeit. Sie beobachten ihre Mitwelt und imitieren gerne. Wenn er die Sachen herunter wirft, statt sie zu essen, hat er aber vermutlich keinen all zu großen Hunger. Die Kleinen begutachten die Speisen, die auf dem Tisch stehen sehr genau. Kontinuität ist deshalb wichtig. Sie untersuchen die Dinge zuerst mit den Händen, dann mit dem Mund und manches wird dabei geschluckt und manches aber wieder ausgespuckt. Butter ist oft ein interessantes Untersuchungsobjekt. Da werden die Finger versenkt, oder Nudeln werden auf den Boden geworfen, der Belag vom Brot heruntergeholt und gekostet, der Belag nur abgeleckt, Hände im Kartoffelbrei gebadet... Für die Kleinen ist jetzt alles spannend. Als Mama ist man dadurch sehr gefordert. Doch diese Experimentierphase gehört unbedingt dazu und sie vergeht auch wieder. Lass deinen Kleinen viele Esserfahrungen machen und lass ihn immer die gewöhnliche Familienkost mitessen, sodass er vielerlei Esseindrücke sammeln und damit seine gustatorische Wahrnehmung schulen kann. Probiers auch damit: Schneide aus rohen Gemüsesorten (bspw Möhre, Pastinake, Kohlrabi, Zucchini, Kürbis, Süßkartoffel, Kartoffeln, auch: Brokkoliröschen, Blumenkohlröschen) oder Obstsorten Apfel oder Birne (jeweils geschält) in fingerdicke ca 8-10cm lange Stücke. Gare sie (dampfgaren oder in wenig Wasser dünsten) ohne Zusätze sehr weich. Fertig ist das Fingerfood. Für die Vielfalt in der Beikost könntest du auch ab und zu verschiedene Obstsorten anbieten und ggf auch schon rohes Obst in entsprechend zerkleinerter Form geben. Birne kannst du zerdrücken, wie Banane, Apfel fein reiben - im Sommer jetzt ist die Auswahl bestens. Sehr beliebt ist Wassermelone - in kleine Würfelchen geschnitten. Auch Avocado oder (bio)Papaya ist möglich. Die Kost sollte stets so aufbereitet sein, dass sie dein Kind ohne "Gefahr" essen kann. Verschlucken sollte vermieden werden. Mangelnde Bezahnung ist meist kein Hinderungsgrund für festere Speisen. Mit den Kauleisten und dem Gaumen können die Kleinen enormen Druck ausüben. Auch gekochte Nudeln sind bestens geeignet, denn sie lassen sich am Gaumen zerdrücken. Weiche Brotstückchen sind gut geeignet, weil sie zum Kauen animieren. Kauen muss geübt werden und du darfst dein Kind immer wieder dazu ermuntern. Die Kaumuskulatur sollte sich ausbilden, was widerum für die Mundmotorik, das Sprechen bedeutsam ist. Indem euer Kind die Nahrung auf eigene Faust erkunden kann, wird er vorsichtig und langsam, in seinem Entwicklungstempo, auch bald vermehrt stückige Kost essen. Wichtig ist dabei, dass sie diese Erfahrungen alleine machen kann. Sie wird das Stückchen so in den Mund nehmen, dass sie es lamgsam mit den Tastrezeptoren im Mund ertasten kann. Diese Tastrezeptoren sind bei Babys/Kleinkindern sehr weit vorne im Mund/Zunge platziert. Darum ist das Ablutschen zunächst wichtig, Dadurch entsteht Berührungskontakt. Deine Kleine kann langsam die Oberflächenstruktur eines neuen Lebensmittels erspüren und sich daran gewöhnen. Die "Hemmschwelle" es weiter in den Mund zu nehmen wird irgendwann "gebrochen". Sie wird das neue Lebensmittel dann lutschen, ggf erste Kaubewegungen machen und möglicherweise schlucken oder ausspucken. Die Zeit der Annäherung kann etwas dauern, aber sie führt zum Ziel.* Hab aber sonst auf jeden Fall ganz viel Geduld mit deinem Kleinen. Er kennt viele Speisen, die für dich selbstverständlich sind, noch nicht. Er muss diese neuen Speise erst kennen lernen und sich daran gewöhnen. Er muss sich langsam an etwas Neues herantasten. Zuerst ist es gut, wenn er etwas Neues einfach erst einmal mit den Händen, den Fingern, befühlen kann. Er sollte die Gelegenheit bekommen, das "Ding" ausgiebig zu betasten und zu erspüren. Danach wird er es in den Mund nehmen und auch dort mit den vorhandenen Tastrezeptoren befühlen. Bei Babys (kleinen Kindern) sind diese im ganzen Mundraum verteilt und reagieren sehr sensibel - auf Krümel, auf breiiges, auf Brösel u.v.m. Was gefällt, wird meist geschluckt. Und wenn sich die Konsistenz einer neuen Speise merkwürdig anfühlt, wird sie ausgespuckt. Das bedeutet nicht, dass diese Speise niemals gegessen würde. In ein paar Wochen kann sich das ändern. Und auch bei mehrmaligem "befühlen" mit der Zunge, mit dem Mundraum, kann sich dein Kind langsam an die neue Konsistenz gewöhnen und irgendwann kann sie diese dann doch akzeptieren. Leite deinen Kleinen zu ganz viel Selbständigkeit an. Füttern solltest du ihn nur ausnahmsweise. Gib ihm ruhig auch schon ein eigenes (Kinder-)Besteck. Erlaube aber unbedingt das Essen mit den Fingern. Denn das ist wichtig, wie oben erwähnt, für das sinnliche Erlebnis. Achte auf Vielfalt und Geschmack. Vor allen ein schön und reichhaltig gedeckter Esstisch ist für dein Kind eine große Spielwiese an Möglichkeiten, die alle Sinne anspricht: Farben für die Augen, Gerüche für die Nase, Aromen und Geschmack für den Gaumen, verschiedene Konsistenzen für den Tastsinn - vor allem dem Tastsinn im Mund. Und was er mag, das isst er auch. Schneide angebotene Nahrungsmittel ggf klein oder zerdrücke sie im Beisein deines Kindes auf dem Teller. Du kannst Banane roh zerdrücken, Birne ebenfalls, rohen Apfel kannst du auf einer Reibe fein reiben oder ein Mus kochen. Auch rohe Möhre oder Kohlrabi lässt sich fein reiben und als Ergänzung zu Brot auch zahnlos gut essen. Statt Brot könntest du auch eine Art Grießbrei anbieten: Grundrezept für Grießschnitten: 200g Kuhmilch ca 30g-35g (*/-) Grieß Grieß in der Milch aufkochen, kurz quellen lassen, auf einen Teller streichen, stehen lassen, Formen ausstechen oder in Stücke schneiden, in etwas flüssiger Butter wieder erwärmen, Obstmus zugeben. Sie sind ein Kompromiss zwischen breiig und fest Und versuche ihn ggf einmal mit einem leckeren Brotbeglag zu locken.. Also dann Grüße B.Neumann * Ich will noch kurz anmerken: Wenn dir die Phase ggf doch zu lange dauert oder wenn du sehr besorgt bist, dass euer Sohn noch nicht gut Familienkost bzw stückige Kost isst, kannst bzw solltest du dich an den KiA wenden, um mögliche Ursachen (ggf organische Ursachen- bspw Schluckbeschwerden) zu finden oder (hoffentlich) auszuschliessen.
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