lilly0505
Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Costa, ich bin momentan in der 14. Schwangerschaftswoche. Mit der Schwangerschaft ist soweit alles in Ordnung, die Nackenfaltenmessung ergab laut Arzt zum Glück auch sehr gute Werte. Mich beschäftigt dennoch eine Sorge: Vor ungefähr zweieinhalb Wochen haben mein Mann und ich abends unter anderem abgepackten Räucherlachs, den wir kurz davor im Supermarkt gekauft hatten, gegessen. Obwohl ich in der Schwangerschaft sehr darauf achte, was man essen sollte und was nicht, war mir zu dem Zeitpunkt (das las ich erst hinterher) ehrlich gesagt nicht bewusst, dass von Räucherlachs abgeraten wird bzw. dass er kalt geräuchert wird. Mein Mann hatte nur etwas Magengrummeln, ich bekam nachts Magenschmerzen, die am folgenden Morgen sowie am folgenden Tag mit Durchfall und Krankheitsgefühl verbunden waren. Fieber oder erhöhte Temperatur hatte ich zu keinem Zeitpunkt. Nach diesem Vorfall bin ich immer noch sehr besorgt wegen Listeriose. Am Tag nach dem ersten Auftreten war ich bei der Urlaubsvertretung meiner Frauenärztin. Sie war der Meinung, dass von vakuumverschweißtem Räucherlachs keine Gefahr ausginge und dass Listeriose sowieso so selten vorkomme, dass ein Test hier nicht ratsam und sicher ein anderer Infekt verantwortlich sei. Da es mir aber keine Ruhe ließ, war ich einen Tag später bei einer Internistin, die meine Sorge zum Glück sehr ernst nahm, auch wenn sie mich im Hinblick auf die Unwahrscheinlichkeit von Listerien beruhigte. Mir wurde Blut abgenommen und (ich glaube) auf Antikörper untersucht. Auf jeden Fall wurde der IgM-Wert bestimmt. Das Ergebnis (auch CRP usw.) war unauffällig, mit dem Beisatz, dass der Test bei weiteren Beschwerden nach zwei Wochen wiederholt werden soll. Ein Ultraschall ihrerseits ergab, dass der Darm sehr voll mit Luft ist und die Magenschleimhaut wahrscheinlich entzündet ist. Ich hatte danach eine Woche später noch einmal Durchfall, ansonsten hat sich die Verdauung reguliert; was mir weiterhin Sorgen macht, ist, dass die Magenchmerzen weiterhin mal mehr, mal weniger stark sind, aber permanent anhalten. Dazu kommt Appetitlosigkeit. Meine Frage deshalb: Hört sich alles für Sie auch eher nach einem anderen Infekt an oder halten Sie Listeriose für naheliegend? Können die lang anhaltenden Magenschmerzen auch eher damit zusammenhängen, dass ich keinerlei Medikamente genommen habe? War der Test nach zwei Tagen zu früh oder ist er dennoch aussägekräftig bzw. würden die Blutwerte (IgM, CRP usw.) so schnell reagieren? Entschuldigen Sie den Roman, leider beschäftigt mich das Thema wie Sie merken doch schon sehr. Ich bin wahrscheinlich umso ängstlicher, da ich Anfang des Jahres eine Missed Abortion in der 13. SSW hatte. Ich bedanke mich schon im Voraus ganz herzlich für Ihre Antwort. Viele Grüße
Ihre Sorgen kann ich gut verstehen, zumal es Ihnen nicht gut geht. Die Schwangerschaftsübelkeit und das Schwangerschaftserbrechen sollten in dieser Woche eigentlich vorbei sein und ich meine, dass Ihr Darm nicht ganz in Ordnung ist. Deswegen würde ich Ihnen schon empfehlen, die Internistin noch einmal aufzusuchen, damit das untersucht und in Ordnung gebracht wird. So wie Ihre Ärztinnen meine auch ich, dass man nicht in erster Linie an Listeriose denken muss. Man muss sie aber ausschließen - sowohl eine Listeriose als auch die anderen "Käfer" kann man sonst ganz gut behandeln, wenn man sozusagen "am Ball bleibt". Ihnen wünsche ich Alles Gute und bitte Sie, mir nach der Untersuchung zu schreiben. Das können Sie auch an meine Klinik-email schicken (Sie finden sie auf der Homepage meiner Klinik).
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