Sehr geehrter Herr Prof. Radke, zunächst vielen Dank für Ihre Antwort vom 27.4, die mir sehr geholfen und auch beruhigt hat. Wie von Ihnen empfohlen haben wir bei unserer Tochter (11 Monate), die sehr wahrscheinlich an FPIAP leidet, vorsichtig Milch im Rahmen eines gut durchgekochten Grießpuddings getestet – in der ersten Woche gab es nach zwei Provokationen nur Bauchweh, in der zweiten Woche wieder Blut im Stuhl, sodass ich davon ausgehe, dass meine Tochter neben Apfel auch auf Milch reagiert. Jetzt, da wir wieder auf beides in der Beikost verzichten, gibt es kein Blut. Während ich selbst auch keinen Apfel mehr esse, nehme ich aber weiterhin Milchprodukte zu mir, was keine sichtbare Konsequenz auf den Stuhlgang bzw. auf Bauchbeschwerden hat (was mich sehr freut). Im Gegenteil wird der Stuhlgang immer fester und seltener, was uns hoffen lässt, dass sich ihr Darm gut entwickelt.  Die Allergentestung hat gezeigt, dass neben Eiklar, Dorsch, Milch, Soja, Erdnuss und Weizen auch Mandel und Nüsse keine allergische Sofortreaktion zeigen sollten. Bei der dritten Provokation mit Haselnuss sind mir allerdings nach ca. 4-5 Stunden viele kleine Rötungen an beiden Beinen wie auch am Hals hinter dem Ohr aufgefallen. Auch an den Lippen fielen zwei Rötungen direkt beim Essen auf. Unsere Tochter hat auch wenig vom Brei gegessen. Die anderen getesteten Lebensmittel wie Ei, Fisch, Weizen, Erdnuss und Nüsse wie z.B. Cashew/Walnuss etc. verträgt sie gut. Soja wird in dieser Woche erst eingeführt. Meine Fragen wären jetzt: 1.      Wie lange sollten wir in der Beikost auf Milch verzichten – ähnlich wie bei Apfel mindestens 6 Monate? 2.      Sollten wir auf eine milchfreie Ersatznahrung z.B. im Frühstücksbrei zurückgreifen oder reichen andere proteinreiche Lebensmittel aus, die wir ins Familienessen integrieren? 3.      Hat meine Tochter bereits eine geringe Toleranz, wenn ich stillend Milchprodukte essen kann, ohne dass wir Beschwerden sehen? Oder sollten wir hier lieber auch den Stuhlgang testen lassen, um geringe Entzündungen auszuschließen? 4.      Der Allergietest hat für Haselnuss eigentlich Entwarnung gegeben – könnte dies ein falsch negatives Ergebnis sein oder sollte ich es behutsam weiter testen? Falls es ein falsch negatives Ergebnis ist, wäre es dann eine Kreuzallergie, da sie ja auch auf Apfel reagiert? Müssten wir dann auch bei anderen Kreuzallergenen von Apfel sehr behutsam sein bzw. direkt auf sie verzichten? Herzliche Grüße, Imke Müller