Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Zu offen ist unsrer Bindung nicht fest genug?

Frage: Zu offen ist unsrer Bindung nicht fest genug?

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Mein Sohn Felix 3 J. geworden.War schon immer ein sehr offenes kerlchen wenig gefremdelt.Mit 1.5 J. haben ich für 1 J.angefangen halbtags zu arbeiten betreung durch Oma. Mit 1,5J. sehr anhänglich Wiederannährungsk. o. schleppende LL? Meine Sorge ist das wenn Besuch kommt er ihn sofort in anspruch nimmt und mit ihm spielen will bei Fremden braucht er etwa 10M. aber dann wenn sie etwas lustiges mit ihm machen fordert er sie immer wieder auf es noch einmal zu tun und ist richtig "nervig".Wenn ihn jemand Fremdes in einem geschäft anspricht läuft er weg u. meist zu mir.Aber er verliert sehr schnell die scheu.Ist die Bindung nicht fest genug?So les ich in ihren Buch gestörte B. mit enthemmung?!Wie merke ich den unterschied ob es nur seine offene art ist oder ob er die anderen personen braucht?Papa ist zurzeit sehr wichtig aber zum bett gehen verlang doch des öfteren nach mir! Vielen dank


Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, von einer Bindungsstörung mit Enthemmung lässt sich nur bei wirklich pathologischer Bindungslosigkeit sprechen. Sie entspringen einem asozialen Milieu und/oder sind vernachlässigte und gequälte Kinder. Die Kinder wirken in ihrem Verhalten völlig anders als normal und sicher gebundene Kinder und auch noch anders als unsicher gebundene. Sofern sie überhaupt soziale Beziehungen aufnehmen sind sie extrem launisch, wankelmütig in ihrer Beziehungsaufnahme und vertrauensselig, dabei aufsässig und aggressiv. Alle haben sie Entwicklungsstörungen in verschiedener Hinsicht. Aber es gibt völlig normale und psychisch gesunde Kinder, die relativ schnell Beziehungen mit anderen Menschen anfangen. Aber sie können Nähe und Distanz noch gut auseinanderhalten und auch einfordern, wenn Erwachsene die Schwelle zu überschreiten drohen. Viele Grüße


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