Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Woran erkennt man ob ein Kind seine Gefühle in der Kita unterdrückt?

Frage: Woran erkennt man ob ein Kind seine Gefühle in der Kita unterdrückt?

pitt_broetchen

Beitrag melden

Hallo, meine Tochter (14M) geht seit 2M in Kita, jüngste in Gruppe (1-5J), es wird viel mit „Nebengruppe“ (1-3J)gemacht. Zur Eingew war ich 3W immer dabei, wenige Tage später musste ich wieder arbeiten. Nach 1,5M waren wir beide 2W krank zu Hause. Ein paar Kita-Tg später sagte Erz, sie wäre plötzlich „ein ganz neuer Mensch“. Anfangs viel auf Arm, jetzt beschäftigt sie sich äußerst intensiv den ganzen Tag allein. Ist sie jetzt eingewöhnt? Oder unterdrückt sie ihre Gefühle, weil sie „gelernt“ hat daß Mama+Papa sie dort allein zurücklassen, und Erz kaum Zeit haben (12 Kinder, 1 Erz, 1 FSJ, 1 Springer, ab Sommer 1 zus. Erz)? Ich kann leider nicht länger bei ihr sein und sie muß so viel Zeit in der Kita verbringen(>30 STd/W). Da es sich leider nicht ändern lässt (finanziell), möchte ich zumindest daß sie sich dort auch WIRKLICH wohl fühlt. Woran erkennt man den Unterschied zwischen wirklichem Wohlfühlen und unterdrückten Gefühlen? Weint beim Abschied. Beim Abholen weint sie vor Freude.


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

Beitrag melden

Hallo, ob sich ein Kind wirklich wohl und aufgehoben in der Fremdbetreuung fühlt, erkennen Sie am besten am Verhalten beim Bringen und Abholen und in der Art, wie es sich seit Aufnahme der FB zu Hause verhält. Weinen ist immer ein Zeichen von Stress und bedeutet, dass das Kind mit seine Gefühlen nicht zurecht kommt. Es ist überbelastet und ringt nach Anpassung. Zu Hause kommen dann regressive und aggressive Verhaltensweisen zutage, d.h. einerseits verstärkte Anhänglichkeit und Ängstlichkeit und andererseits vermehrter Widerstand unt starkes Trotzen. Die Mütter werden in ihrem Zwiespalt zwischen Erziehungsaufgabe zu Hause und Zwang zur Mitarbeit im Berufsleben in unserer Gesellschaft leider immer mehr allein gelassen. Das geplante Betreuungsgeld ist in diesem Zusammenhang nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Viele Grüße


Bei individuellen Markenempfehlungen von Expert:Innen handelt es sich nicht um finanzierte Werbung, sondern ausschließlich um die jeweilige Empfehlung des Experten/der Expertin. Selbstverständlich stehen weitere Marken anderer Hersteller zur Auswahl.

Ähnliche Fragen

Hallo Frau Henkes,  Meine Tochter ist 20 Monate alt, und seit zwei Wochen befinden wir uns in der Kita-Eingewöhnung. Sie ist sehr gerne dort, interessiert sich für die anderen Kinder und nimmt auch Kontakt zu den Erzieherinnen auf – besonders zu einer von ihnen. Allerdings fällt ihr die Trennung von mir noch schwer: Sobald ich ihr sage, dass ...

Sehr geehrte Frau Henkes, unsere Tochter (2 Jahre 2 Monate alt) war an ihrem ersten Kita-Tag am 15.9. Feuer und Flamme. Auch am zweiten Tag spielte sie mit Freude und ließ sich auf die Erzieherinnen ein. Das neue, skandinavische Eingewöhnungsmodell, das dieses Jahr erstmalig in der Kita getestet wird, sah vor, dass ich die ersten beiden Tage im ...

Guten Abend Frau Henkes, unsere Tochter, 21 Monate, noch Einzelkind, befindet sich seit Längerem in einer Phase, in der sie auf gar keinen Fall ihre Spielsachen mit anderen, vor allem jüngeren Kindern, teilen möchte. Wir empfinden das als normal und erlauben ihr dieses Verhalten so gut es geht. Umgekehrt ist sie sogar schon ziemlich einsichtig, ...

Guten Tag Frau Henkes, unser Sohn, 20 Monate, geht seit September in die Krippe. Er kennt die Einrichtung bereits, da auch sein großer Bruder dort ist und so lief die Eingewöhnung problemlos. Wir sind dennoch langsam Schritt für Schritt vorgegangen, das Mittagessen hat er sich zum Beispiel irgendwann selbst eingefordert und auch mit dem Schla ...

Sehr geehrte Frau Henkes, unser Sohn (18 Monate) befindet sich seit dem 01.10. in der Eingewöhnung. Es handelt sich um eine kleine Einrichtung mit derzeit 6 Kindern und 2 Erzieherinnen. Künftig soll L. dort von Mo bis Do 8.15 bis 12.30 Uhr bleiben (Mittagschlaf wird zuhause gemacht). Bereits am ersten Tag hatte er wirklich Spaß und ist nach ...

Sehr geehrte Frau Henkes, Vielen herzlichen Dank für Ihre informative Rückmeldung zu meiner Frage vom 20.10.  Seither wird die Situation immer schwieriger. Am Montag musste ich meinen Sohn bereits nach einer halben Stunde abholen, weil er immer wieder geweint hat. Er war fix und fertig als ich ankam. Am darauffolgenden Tag meinte die Erziehe ...

Hallo Frau Henkes, Im Moment ist unser Kleiner (3 Jahre alt) sehr trotzig, testet Grenzen und möchte vieles nicht machen (besonders beim Anziehen, aufräumen und aufs Klo gehen). Er sagt beim Anziehen oft er will das nicht oder: "Ich kann das nicht", obwohl er sich inzwischen ganz gut schon selber anziehen kann. Wenn etwas nicht auf Anhieb klapp ...

Hallo Frau Henkes, Es geht um meinen 5-jährigen Sohn. Er ist noch nie besonders gerne in den Kindergarten gegangen, aber es war dann okay. Seit drei Wochen weint er schon am Abend und das Abgeben ist sehr belastend für ihn und uns Eltern, weil er so traurig ist. Auf die Frage, warum er nicht gerne geht, antwortet er dass er Heimweh hat und es i ...

Liebe Frau Henkes Wir hatten gestern ein Gespräch in der Kita und ich habe am Abend zufällig einen Beitrag über PDA-Kinder gesehen. Ich erkenne einige Muster bei meiner Tochter und mache mir nun grosse Sorgen. Wir haben immer Mühe mit Anziehen (sie rennt weg oder fängt an etwas anderes zu tun), Zähneputzen und Frühstücken. Man muss sie immer ...

Sehr geehrte Frau Henkes,  Unser Sohn (21 Monate) besucht seit dem 01.10.2024 eine Kleinkindergruppe mit 7 Kindern und 2 Erzieherinnen ( Mo bis Do 08.30 Uhr bis 12.30 Uhr). Nach einer etwas durchwachsenen Eingewöhnung und einer krankheitsbedingten Unterbrechung von 3 Wochen im November 2024 geht er seither regelmäßig.  An sich geht er gerne hin,  ...