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Hallo Herr Posth, mein Sohn (19 Mon.) lässt sich seit kurzem nicht mehr von meinem Mann ins Bett bringen, wenn ich im Haus bin. Wenn ich nicht da bin, ist es kein Problem. Mein Mann muß durchs ganze Haus, ihm zeigen, Mama ist nicht da und dann gibt es keine Probleme. Aber bin ich im Haus, ist nicht daran zu denken. Er schreit wie verrückt nach mir. Auch wenn er abends aufwacht (was in letzter Zeit manchmal 3-4 mal am Abend vorkommt), kann mein Mann ihn nicht immer beruhigen. Gestern hat er so sehr nach mir geschrien, man könnte meinen er hat schreckliche Angst!? Sobald ich das Zimmer betrete, ist Ruhe und er läßt sich wieder von mir hinlegen und schläft weiter. Er träumt in letzter Zeit auch sehr viel. ER weint im Schlaf und ruft nach mir. Wenn ich da bin, schläft er seelenruhig!? Mein Mann beschäftigt sich jede freie Minute mit ihm (abends +Wochenende). Bin vor kurzem angefangen zu arbeiten (2x wöchentl. abends je 3 Std.+ samstags 4 std). liegt es vielleich daran? Danke f. Ihre Arbeit
Hallo, es ist zu vermuten, daß sich Ihr Sohn gerade in der sog. Wiederannäherungskrise befindet. M.Mahler, die österreichische Psychonanlytikerin, war wohl die erste, die diese Beobachtung im Verhalten etwa 1 1/2jähriger Kinder gemacht hat. Die Wiederannäherungskrise deckt sich mit der Feststellung der Wissenschaftlerin D. Bischof-Köhler, daß Kinder in diesem Alter ihr eigenständiges Selbst entdecken. Diese Entdeckung löst beim Kind eine Krise aus, die im Einzelfall in ihren Auswirkungen auch stärker ist. Ist "der Schreck über die Entdeckung des Alleinseins" überwunden, geht die Loslösung ungehindert weiter. Insbesondere dann, wenn sich der Vater, wie in Ihrem Fall, liebevoll um sein Kind bemüht. Viele Grüße
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