Mitglied inaktiv
Sg Hr. Dr. Post, folg. Sit: Ich bin mit Sohn (17 M) längere Zeit allein. Alles ist prima. Nun kommt Papa, Sohn will zu ihm. Auch prima. ABER: Papa muss n. einiger Zeit wieder gehen, Sohn lässt ihn nicht weg. Weint sofort, will auf Arm, schreit, will nicht zu mir. Funktioniert dann nur mit ablenken und Papa wegschleichen od. ganz wegbleiben. Umgekehrt genauso,ebenso m. Nanny. Was hat das zu bedeuten? Wie verhalten? Und: wenn einer von uns weggehen muss (Termin) sollen wir eher erklären u. verabsch. oder einfach gehen? Dasselbe wenn er mit ETWAS aufhören muss was er gerne tut, z.B. schaukeln oder Wasserspiele. Egal wie lange, anschl. IMMER Geschrei. Vermeide inzw. schon vieles was ihm Spass macht weil er einfach kein Ende findet. Ich versuche immer es ihm vorher zu erklären dass auch mal Schluss ist. Wann wird er das begreifen? Vielen Dank für Ihre bish. Antworten und danke f. das Enträtseln meiner Telegramme, 1000 Z sind einfach verdammt wenig f. komplexe Sachverhalte. VG Tiffy
Hallo, Ihr Sohn befindet sich mit seiner seelisch-sozialen Entwicklung in der Loslösungsphase. Da will er gerne innigen Kontakt zu einer anderen Person als der Mutter. Diese andere Person soll sein Loslösungsvorbild sein (s. gezielter Suchlauf unter Loslösung und Langtexte über das emotionale Bewusstsein). Am besten ist natürlich der Vater Loslösungsvorbild. Alternativ käme die Tagsmutter infrage, an die Ihr Sohn aber gewöhnt sein muss. In die Zeit der Loslösung fällt der Trotz, dem solche Widerstandshandlungen vorausgehen, wie sie Ihr Sohn zeigt. Wenn Sie die Texte über die Loslösung lesen, werden Sie schnell verstehen, wofür dieses Verhalten notwendig ist. Wenn Sie weggehen, sollten Sie daraus keine große Sache machen, sondern dafür sorgen, dass ihr Sohn bei der Großmutter oder der Tagesmutter sich wohlfühlt und dann können Sie gehen. Ihr Sohn registriert dann hauptsächlich Ihr Wiederkommen. Viele Grüße
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