Mitglied inaktiv
Lieber Dr. Posth,2 Kinder (7Wo und 2J).Papa zurzeit in Elternzeit,Großer meist gut aufgefangen.Allerdings schon immer Mamakind, LL stockte zwischendurch mit Ablehnung des Vaters.Jetzt aber wesentlich besser,Papa bringt abends ins Bett und ist auch gern gesehener Spielgefährte.Wenns hart auf hart kommt,bin aber immer noch ich gefragt.Nun ist dies schon einige Male mit den Bedürfnissen des Kleinen kollidiert.Der Kleine schreit,ich nehme ihn auf den Arm,und am anderen Arm zerrt weinend mein Großer,weil er nun auch in dem Moment ein unaufschiebbares Mamabedürfnis hat.Sie schaukeln sich gegenseitig regelrecht hoch.Ich möchte mit dem Kleinen eine sichere Mutter-Kind-Bdg. aufbauen,aber auch meinen Großen nicht ständig enttäuschen.Wie löse ich eine solch spezielle Situation denn am besten?Der Kleine braucht viel Aufmerksamkeit,Tragehilfen lehnt er leider ab.Bin über Tag bald auch alleine mit den Kindern.Keine Familie in der Nähe.
Hallo, Sie schreiben, der Vater ist derzeit in Elternzeit. Ist er da nicht zu Hause? Dann hätten Sie doch die nötige Unterstützung. Der Vater muss natürlich auch einsatzbereit sein. Auf längere Sicht müssen Sie sich aber mit dem Problem einrichten, zwei Konkurrenten um sich herum zu haben. Das bedeutet, dass es nicht immer eine ideale Lösung geben wird. Mal kommt das eine Kind vielleicht etwas zu kurz, mal das andere. Da Bindung und Loslösung aber immer emotionale Bilanzen sind, kommt es nur darauf an, dass die überwiegende Erfahrung immer eine positive ist. Also ein paar kleine Enttäuschungen zerstören nicht das Prinzip. Aber mit der Zeit wird sich Ihr kleiner Sohn schon an Tragehilfen gewöhnen lassen und wenn die Entwicklung etwas weiter ist, lässt er sich ja auch auf eine Spieldecke ablegen oder aufs Sofa legen, und dann ist der größere dran. Viele Grüße
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