Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Widerstand 1jähriger?

Frage: Widerstand 1jähriger?

Mitglied inaktiv

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hallo. Der Widerstand meiner Tochter (12Mo) ist bemerkenswert temperamentvoll.Seit einigen Wochen ist der Wiederstand auffallend wütender geworden. Z.B.schlägt oder tritt Lia nach mir, wenn ihr irgendetwas nicht passt (z.b. wickeln). Ablenkung mit Spielzeug klappt auch nicht mehr, denn dann fliegt mir das Zeug um die Ohren. Eine andere situation ist: wenn mein Mann oder ich aus der Wohnung gehen, weinnt Lia und lässt sich dabei nicht trösten, sondern im gegenteil sie krabbelt weg. nach kurzer Zeit lässt sie sich dann aber doch ablenken. Wenn sie sich weh tut ist es anders, dann lässt sie sich sofort trösten. Das ganze hat auf den Tag genau damit angefangen, seit wir daran arbeiten die „Bindungsverwirrung“(mein posting vom 26.4) unserer Tochter in den Griff zu bekommen. Ich bin mir sehr unsicher wie ich auf diese Wutausbrüche reagieren soll. Gut zureden hilft nicht und bei einer strengeren Ermahnung, fängt Lia an zu weinen, was auch nicht in meinem sinne ist. Lg und Danke Evelyn


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Liebe Evelyn und auch noch einmal liebe Annette, Sie haben beide offenbar recht temperamentvolle Töchter erwischt, die mit ihrem Widerstand so richtig zur Sache gehen. Ein solches Verhalten ist gekennzeichnet von einem hohen Grad an Impulsivität, d.h. ist also auch Veranlagung. Wenn man die entwicklungspsychologischen Zusammenhänge versteht, kann man -glaube ich- automatisch besser mit diesem Verhalten seines Kindes umgehen (und natürlich auch mit allen anderen). Aber ansonsten sollte man jetzt reichlich Gebrauch von der Ablenkung gemacht werden. Wenn man weiß, was jetzt gleich wieder passiert (Wickeln, Essen usw.), dann hat man am besten etwas parat, was einem zur Ablenkung hilft. Aber sicher sollte man jetzt auch einmal ein böses Gesicht machen oder kurz etwas schimpfen, wenn es wirklich zu weit geht. Die Kleinkinder sollen ja Botschaften ihrer Eltern eindeutig an der Mimik ablesen lernen. Was auch gut hilft, ist die paradoxe Intervention. D.h. man fordert sein Kind zu genau dem Gegenteil auf, was man von ihm erwünscht. In ihrem Bestreben nach Kontra tun die Kinder dann genau das Erwünschte. Das geht nicht immer, aber doch in etlichen Fällen. Der Gewinn ist für beide Beteiligten günstig. Im Suchlauf gibt es noch reichlich Antworten zum "Nein-Sagen". Damit fängt es ja jetzt an, und das sollten Sie sich auch einmal durchlesen (neben den Langtexten). Viele Grüße


Mitglied inaktiv

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Dr. Posth, ich erst eben unten eine ähnliche Frage von Anette gesehen. werde mich wohl auf Ihre Antwort dort berufen. Danke und Gruß :-) Evelyn


Mitglied inaktiv

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hallo evelin, uhi da bin ich mal gespannt was wir von dr.posth hoeren. heute abend war es wieder ganz schlimm und ich bin richtig hilflos und weiß nicht was ich machen soll..... ermahnen oder schimpfen oder ignorieren ?? oder oder oder ??? liebe gruesse annette


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