Mitglied inaktiv
guten tag, meine zweijährige tochter steckt seit kurzem mitten in der sog. trotzphase. im großen und ganzen komme ich ganz gut damit klar, aber schwierig wird es in der stadt, wenn wir z.b. einkaufen wollen o.ä. sie bleibt dann stehen, setzt sich auf den gehweg und ist nicht dazu zu bewegen, weiterzugehen. gleichzeitig schreit sie wie am spieß, die intensität richtet sich dabei nach dem "auslöser" des wutanfalles, der für mich nicht immer klar erkennbar ist. vielleicht wäre es nicht so kompliziert, wenn ich nicht meine jüngste tochter (9mon.) im kinderwagen dabei hätte. ich vermeide es, längere strecken zurückzulegen (ich habe natürlich ein kiddyboard dabei), aber selbst kleinere entfernungen von zu hause können ewig weit erscheinen, wenn man ein kind hinter sich herziehen muß, denn ansonsten würde ich nie dort ankommen. was macht man denn nun in einer solchen situation? ich kann meine tochter ja schlecht alleine zurücklassen. ruhiges sprechen bringt übrigens leider gar nichts, sie läßt sich auch kaum überzeugen, wenigstens auf das kiddyboard zu steigen, welches sie ohne wutanfall immer sehr gerne benutzt. tragen kann ich sie ja aus genannten umständen sowieso nicht, möchte ich auch nicht. für anregungen, auch von anderen mamis, wäre ich sehr dankbar. viele grüsse
Liebe Kerstin, solche Situationen sind ja prototypisch und fast schon wieder etwas witzig. Über den Umgang mit Trotz können Sie in meinem Langtext über das emotionale Bewußtsein, link oben rechts, eine ganze Menge Anregungen finden. Es ist immer schwierig, hier im Einzelfall eine genaue Empfehlung abzugeben. Die meisten Lösungen ergeben sich aus der Situation direkt. Aber ich will mich auch nicht drücken. Die erste Frage ist immer die, ob es nicht Möglichkeiten gibt, Ihre ältere Tocher während des Einkaufs besser zu unterhalten oder woanders betreuen zu lassen. Geht das nicht, kann man ihr eine kleine Aufgabe während des Einkaufs geben. Man könnte sie ablenken oder locken mit etwas, das sie im nächsten Kaufhaus unternehmen darf. Neben der Vermeidung sind aber auch Reaktionen von Ihnen wichtig, welche mit energischen Einreden und Schimpfen beginnen und mit dem kompletten Rückzug nach Hause enden. Es gibt Situationen, die sind emotional derart verfahren, daß man sein Vorhaben abbrechen muß. Was sich sicherlich nicht empfiehlt, was aber häufig angewandt wird, ist die vorsorgliche Belohnung. D.h. man gibt seinem Kind ein Eis in die Hand oder ein Tüte Gummibärchen und das Kind ist still. Abgesehen einmal von den ernährungsphysiologischen Bedenken ist es auch vom psychologischen Standpunkt her problematisch, sich die Genügsamkeit und Toleranz seines Kindes mit einem Lohn zu erkaufen, der letztlich für ein Nichts gegeben wird. Damit wird das Lohnprinzip seiner eigentlichen Wirkung beraubt und zum reinen "Stillmachen" verbraucht. Das Kind entwickelt hierzu nur eine Gewohnheit, eine Stärkung seines Selbst erfährt es nicht. Viele Grüße
Ähnliche Fragen
Meine Frage Kann ein 19Mon kor.16Mo bewusst die Luftanhalten.Ich meine aus trotz. Julia
Guten Tag Herr Posth, meine Tochter ist 2 Jahre alt,wenn sie z.B mit zwei gegenständen spielt eine kleine und eine große, versucht sie das große Teil ins kleine Teil reinzutun (da es ja nicht klappen kann) kriegt sie ein Wutanfall, Ich versuche ihr zu Erklären das es nicht klappen kann,zeige ihr auch das das kleine in die große muß, aber vergebl ...
Sehr geehrter Herr Dr. Posth, meine Tochter (fast 15 Monate alt) wacht seit einiger Zeit so gut wie jeden Morgen direkt mit einem Wutanfall auf. Ich darf sie dann nicht anfassen oder im Arm halten (heute hat sie mich dann gebissen). Im günstigsten Fall beruhigt sie sich irgendwann und krabbelt wieder strahlend zu mir, manchmal (so wie heute) ste ...
Lieber Herr Dr. Posth,wir hatten bereits Kontakt wegen unseres sensiblen u. impulsiven Sohnes,jetzt 3,5 J.,den wir im Sinne dieses Forums "erziehen".Er hat sich positiv entwickelt,ist ausgegeglichener geworden,LL gut vorangeschritten.Seit 3 Mon.im Kiga,sanft eingewöhnt,klappte gut,nun für 3Std. dort.Geht gerne,verabschiedet mich problemlos,ist dort ...
Meine Tochter, 3,5 Jahre alt, rastet bei ihren (seltenen) Wutanfällen derart aus, dass sie wild auf mich oder meinen Mann einschlägt. Für Induktion ist sie in diesem Moment nicht zugänglich. Entfernen wir uns von ihr und gehen in ein anderes Zimmer, um den Schlägen zu entgehen, kommt sie hinterher und schreit verzweifelt nach uns. Sie kann die Tren ...
Hallo, danke für ihre Antwort (http://www.rund-ums-baby.de/entwicklung/Wutanfaelle_49087.htm). Können Sie mir nochmals ganz konkret antworten was die Reaktion meines Sohnes ( 19 Mon) während eines Wutanf. zu bedeuten hat. Sobald ich aus Zimmer gehe- er liegt auf einer Matratze -hört er urplötzlich auf zu weinen und wenn ich wiederkomme, was ich t ...
Lieber Hr. Dr. Posth, meine letzten Fragestellungen waren folgende: 44117, 46404, 47540 Unser Sohn ist nun 5J 9 M und hat sich weiterhin positiv entwickelt. Umgang mit Kritik auch besser, wenn auch nicht ganz entspannt, hat weiterhin hohe Ansprüche an sich. In letzter Zeit raegiert er wieder vermehrt abwehrend auch bei leichter Ermahnung/Hinw ...
Hallo Frau Henkes. Ich kämpfe momentan mit ein paar Problemen mit meiner 2-jährigen Tochter. In letzter Zeit lehnt meine Tochter mich vermehrt ab wie zum Beispiel beim Windeln wechseln oder Zähne putzen. Gestern war so eine Situation. Sie wurde dann ganz hysterisch als ich das machen wollte und hat geschrien, dass das Papa machen soll. Er hat ...
Guten Abend Frau Henkes, ich habe eine Frage bezüglich meiner 4 jährigen Tochter. Sie hat immer wieder Tage an denen sie viele Wutanfälle hat. Sie wirft sich dann auf den Boden, schreit und weint. Sagt auch immer wieder blöde Mama. Ich würde gerne wissen, wie ich am besten reagieren soll? Und ob das eher ein Dominazverhalten ist und nich ...
Guten Tag, meine Tochter ist 8 Jahre alt und ist ein sehr Empathisches und soziales Kind. Sie trägt ihr Herz auf der Zunge. Sie ist ein total liebes , hilfsbereites und fürsorgliches Kind, immer für alle anderen da. Trotzdem hat sie zwischendurch ( zu Hause) Wutanfälle...ist nicht häufig, so alle 14 Tage mal wenn überhaupt,es ist meistens abends ...
Die letzten 10 Beiträge
- Besuch bei den Großeltern
- Verhaltensauffälligkeit?
- Autonomiephase
- 11jährige sehr anhänglich
- 4-jähriges Kind spielt gerne für sich im Kindergarten
- Ärger mit besten Freundin
- Kind hat keine Lust etwas zu machen und lässt sich nicht erklären
- Schwierigkeiten nach Trennung
- Sicher gebunden?
- Kontakt zur Oma