Schlork
Hallo Herr Dr. Posth, von Anfang an hatten wir mit unserem Sohn, jetzt 5 Monate, einen schwierigen Start, schwere Geburt mit daraus folgendem Kiss-Syndrom. Dieses ist inzwischen erfolgreich behandelt worden. Nur schlafen konnten wir seit seiner Geburt nicht. Erst wegen der Nackenschmerzen, jetzt weil er ohne seinen Schnuller nachts nicht ausgekommen ist. Das heißt mein Mann und ich haben gefühlt die ganze Nacht den Schnuller immer wieder reingesteckt bzw festgehalten, weil er ihn nach wenigen Sekunden immer wieder ausspuckt. Deswegen habe ich seit einer Woche den Schnuller abgewöhnt. Ohne Protest lief das natürlich nicht ab und ich habe versucht immer für ihn da zu sein, dh. ich trage ihn am Tag sehr viel im Tragetuch, tröste und streichle und singe an statt dessen. Jetzt schläft er von 20.00 Uhr bis 5.00 Uhr morgen durch. Ein toller Erfolg eigentlich. Trotzdem frage ich mich, ob es nicht zu egoistisch von uns war und er den Schnuller eigentlich braucht?? Viele Grüße Manuela
Liebe Manuela, es bringt nicht viel, wenn man zuerst seinen -wie Sie sagen- egoistischen Bedürfnissen folgt und etwas beim Kind durchsetzt, um sich dann hinterher zu fragen, ob das eigentlich in Ordnung gewesen ist. Da sollte man schon umgekehrt vorgehen, also vorher sich fragen, ob das Vorgehen nicht zu egoistisch ist. Wenn Sie jetzt dadurch einen guten Modus gefunden haben, sollten Sie ihn auch nicht ohne Weiteres wieder ändern. Es sei denn, Ihr Sohn zeigte jetzt an anderer Stelle Leid, das auf die gemachte Veränderung zurückzuführen ist. Da muss man dann aber auch ehrlich sein und nicht denken, was nicht sein darf, das nicht sein kann. So passiert es aber häufig. wie man mit dem Schnuller besser umgeht, darüber wurde in diesem Forum schon viel gesprochen (s. gezielter Suchlauf unter selbigem Stichwort). Viele Grüße
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