JoSam
Mein Sohn (15 Mon.) geht z. Tagesmutter. Anfangs lief es gut, die letzten 3 Tage wurde er auf den letzten Metern des Wegs unruhig, weinte beim Anblick der Haustür. Tagesm. nahm ihn auf den Arm, lief mit ihm ins Spielzimmer, dort war augenblicklich Ruhe. Ich habe extra länger im Flur gewartet, aber alles war gut. Beim Abholen freute er sich riesig, spielte dann auch noch etwas weiter mit, wollte dann aber auch gerne zu mir. Trotzdem am nächsten Tag beim Bringen das gleiche Spiel: Unruhe, Weinen, schönes Spielen – alles innerhalb 3 Minuten. Hintergrund: Sanfte Eingewöhnung ist uns wichtig! Waren 4 Wochen lang immer gemeinsam bei der Tagesmutter. Dann 1 Woche guter Abschied und jetzt das Weinen. Er wird 3 Tage/Woche à 2 Stunden betreut, sehr liebevoll, nur 2 weitere Kinder dort. Ihn brüllend zu übergeben fällt mir schwer. Tagesmutter meint, wenn ich jetzt wieder mitkomme, verwirrt ihn das eventuell, sie stellt sich aber nicht dagegen. Was nun? Kenne Ihre Texte&Antw. z. Thema.
Hallo, trotz aller Schutzmaßnahmen, zu denen auch die sanfte Ablösung gehört, ist es immer noch eine große Herausforderung für ein so junges Kleinkind, sich von einer ihm zunächst fremden Frau in fremder Umgebung betreuen zu lassen. Ihre sanfte Ablösung hat geholfen, sie ist aber keine Garantie für jedweden Ausschluss einer weiter bestehenden Belastung. Schließlich macht Ihr Sohn ja ständig Entwicklungsschritte und muss sich immer wieder neu anpassen. Auch die TM hat schlechte Tage und reagiert einmal falsch. Bei Ihnen zu Hause findet so etwas im gesicherten familiären System statt, aber bei einer außerhäusigen Betreuung kann das schon mal Probleme bereiten. Ihre Idee, noch einmal wieder mit dabei zu bleiben halte ich für gut. Das löst keine Verwirrung bei Ihrem Sohn aus. Im Gegenteil, es unterstreicht noch einmal die enge Verbindung zwischen dem Zuhause und dem neuen, fremden Ort. Viele Grüße
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