BabyLiebe22
Hallo, Ich habe eine Frage zu dem Verhalten meiner Tochter (3). Immer wenn wir uns mit anderen Kindern verabreden, dreht mein Kind total durch. Zu Anfang freut sie sich immer, wenn ich ankündige, dass ihr Freund/Freudin kommt. Wenn diese dann aber da ist, dreht mein Kind völlig durch. Sie weint nur, schreit alles und jeden an, sagt sie möchte ihre Ruhe. Man darf sie dann nicht mal anschauen, vor allem das Kind nicht. Das ist auch egal ob wir besuchen haben oder bei anderen zu Besuch sind. Sie wirkt immer völligst überfordert mit besuchen, egal wo. Zu Anfang habe ich ihr den Raum immer geboten, sie begleitet, mitgefühl etc. aber inzwischen ist es mir wirklich zu viel. Die Kinder wollen inzwischen auch nicht mehr wirklich mit ihr spielen. Wenn ich sie frage, warum das so ist kommen so antworten wie es sei zu laut, oder sie hat den Besuch nicht mehr lieb jetzt oder keine Begründung. Letztes Mal habe ich sie dann auch geschimpft und ihr erklärt, dass es okay ist wenn es ihr zu viel wird, dann soll sie den Raum verlassen. Aber die Leute so zu behandeln mit anschrieen etc geht nicht. Ich weiß nicht recht damit umzugehen. Wie erklären sie sich das Verhalten? Wie soll ich drauf reagieren? Grenzen zeigen dass man Leute so nicht behandelt auch wenn es einem zu viel ist? Sie möchte auch nie dass der Besuch dann wieder geht, sie sagt alle sollen bleiben und sie mag die Leute ja. Ich bin echt ratlos. Diese „Phase“ geht auch schon gut ein Jahr, also langsam ist es wirklich keine kleine Phase mehr.
Guten Tag, Ihre Tochter scheint mit Besuchssituationen tatsächlich noch überfordert. Möglicherweise fällt es ihr noch schwer, ihren eigenen Raum oder eigene Spielsachen zu teilen oder ihre Aufregung bei Besuchen anders auszudrücken. Manche Kinder mögen es auch nicht, im Mittelpunkt zu stehen. Ich denke, es hilft Ihrer Tochter nicht, wenn Sie schimpfen oder ihr erklären, dass man Andere nicht so behandelt. Sie ist noch zu jung, um das umzusetzen. Sie wird Ihnen auch nicht erklären können, warum sie sich so verhält. Diesen Einblick in psychische Vorgänge kann sie noch nicht haben. Möglicherweise hilft es ihr, wenn Sie Treffen zunächst an einem neutralen Ort, z.B. auf dem Spielplatz verabreden. Dann muss Ihre Tochter nicht das Gefühl haben, ihr Territorium schützen zu müssen und kann sich zudem leichter zurückziehen. Allmählich können Sie dann mit ihr einüben, dass Sie mit ihr weggehen, wenn sie sich so verhält. Später können Sie dann mit ihr zusammen planen, wo sie mit einem Besuchskind spielen will oder welche Spielsachen das andere Kind auf keinen Fall benutzen darf und diese solange wegräumen. Ich wünsche Ihnen alles Gute. Ingrid Henkes
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