Mitglied inaktiv
Sehr geehrter Dr. Posth, wir hatten Elterngesp.im KiGa und neben vielen pos. Dingen fällt den Erz. auf, dass Julian (gerade 5J) ab und an durch den Raum geht, nicht weiß was er machen soll (wenn bevorzugte Spielsa. besetzt und 2 Freunde anders beschäftigt) und dann andere Kinder stört, mal Stein umschmeißt, mal ein bisschen kneift, mal nur anfasst. Die Erz. meinen, dass er auf diese Art Kontakt zu den restlichen Kindern sucht, und dadurch schon mit Kindern Probleme hat und etwas außerhalb der Gruppe steht. (böser Junge!) Die Erz.versuchen, dass in der Gruppe nicht groß hochzuspielen. Zu Hause und auf dem Spielplatz beobachten wir das anders, da geht er gezielt auf Kinder zu und fragt, ob sie mit ihm spielen, ist geradezu wild nach Kontakten. Leider sind die Nachbarskinder nicht die KiGakinder. Wir haben jetzt ausgemacht, ihn gezielter für soziale Leistungen zu loben. Kann man noch etwas machen? Die Erz. haben gute Erfahrungen mit Ergotherapie.
Hallo, Ergotherapie wird leider zunehmend deklassiert für alle möglichen Auffälligkeiten im Sozialverhalten, die seitens der Pädagogik nicht in den Griff zu bekommen sind. Dafür ist Ergotherapie aber nicht gedacht. Statt dass sich die Erziehrinnen fragen, was sie mit einem Kind machen können, das sich schnell langweilt oder das Problem im sozialen Anschluss hat, rufen Sie nach irgendeiner Therapieform. Es gibt viele Kinder, die nicht wissen, was sie mit sich anfangen sollen, wenn ihr Lieblingspielzeug nicht verfügbar ist oder die Freunde gerade durch andere Kinder gebunden. Da kommt dann auch leicht eine Gefühl von Verletztsein dazu und Aggression kommt hoch. Es ist jetzt Aufgabe der Pädagogik, die innere Lage des Kindes zu erkennen und für solche kritischen Momente eine Strategie parat zu haben, wie diesen Kindern zu helfen ist. Aber eine Therapie brauchen diese Kinder noch lange nicht. Viele Grüße
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