Mitglied inaktiv
Hallo, unsere Tochter ist fast 3 Jahre alt und wir sind derzeit sehr angespannt aufgrund ihres Verhaltens/Entwicklung. Sie vollzieht viele ihre Handlungen langsam (z.B. nach dem Essen zum Händewaschen gehen, die Treppe hochsteigen), weigert sich viele Dinge zu tun (An-/Ausziehen, aufs Töpfchen gehen, abends nach oben gehen zum Zähneputzen und ins Bett). Lässt man sie einfach sitzen kann man lange darauf warten, dass sie folgt. Dazu kommt, dass Sie manche Dinge, die in dem Alter als "normal" angesehen werden, nicht tut, z.B. zweibeinig hüpfen, sich selbst sicher ausziehen. Bei einigen Handlungen muss man ihr jeden Schritt ansagen. Das Essen ist seit eh und je problematisch, sie kann zwar mit Gabel und Löffel essen, benutzt aber meist doch die Hand. Puzzles oder Steckspiele funktionieren gar nicht, sie dreht die Teile zwar herum, aber bringt Sie nicht in die erforderliche Stellung. Solche Aktivitäten haben sie aber auch noch nie interessiert, stattdessen ist sie eine begeisterte Malerin und liebt es vorgelesen zu bekommen und spricht in vielen Bücher die Enden der Sätze auswendig mit. Auch sonst ist sie ein aufgewecktes Kind und zeigt aus meiner Sicht keine Auffälligkeiten z.B. im sozialen Bereich. Sie ist an anderen Kindern interessiert, auch wenn Sie erst nach dem 3. Geburtstag in den Kindergarten gehen wird.
Guten Tag, es ist immer eine schwierige Frage, was in einem bestimmten Alter - gerade bei jüngeren Kindern - als normal angesehen wird. Hier gibt es ein großes Spektrum an unterschiedlichen Verhaltensweisen und Entwicklungsständen, die alle normal sind. Maria Montessori hat schon früh das Motto geprägt "den Kindern Zeit geben", weil sie beobachtet hatte, dass kindliche Entwicklung in sehr individuellen Schüben verläuft. Ihre Tochter scheint Ihnen das deutlich zu signalisieren. Von hier aus kann ich nicht erkennen, ob das Trotz ist oder einfach das Bedürfnis, die Dinge langsam und in Ruhe zu erledigen. Vielleicht ist es Ihnen möglich, für diese täglichen Routinen mehr Zeit einzuplanen, damit Ihre Tochter alles in Ruhe machen kann. Vermutlich benötigt sie noch häufiger Ihre Ermunterung oder Vorgabe, um bestimmte Dinge zu tun, die Sie von ihr erwarten. Aber das ist für Dreijährige ganz in Ordnung. Routinen bilden sich erst aus und bedürfen der unterstützenden Lenkung durch die Eltern. Außerdem scheint Ihre Tochter beim Spiel bestimmte Vorlieben zu haben, wo Sie ihr Aufgewecktsein beobachten. Das ist doch sehr erfreulich. Vielleicht mag sie Puzzles einfach nicht oder beginnt sich erst später dafür zu interessieren. Warum nicht? In diesem Alter verändert sich noch so Vieles. Was Ihre Tochter braucht, ist die Sicherheit, dass sie so wie sie ist, von Ihnen akzeptiert wird und für Sie "richtig" ist. Das hilft ihr, ein positives Selbstgefühl zu entwickeln, was die Grundlage für eine stabile Persönlichkeit ist. Das würde übrigens auch für den Fall gelten, dass Ihre Tochter vieles aus Trotz vermeidet. Ich wünsche Ihnen alles Gute. Ingrid Henkes
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