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Sehr geehrter Herr Dr. Posth, wir haben für unsere Tochter (geb. 09/09, Frühchen 32+0) Mitte Oktober einen Kita-Platz bekommen. Für die Eingewöhnung dort sind exakt 2 Wochen vorgesehen, die nicht verlängert werden können. Seit Juli wird meine Tochter in Vollzeit von meinem Mann betreut, was sehr gut geht. Sie weint nicht bei meinem Weggehen (beschwert sich manchmal) und freut sich sehr, wenn ich wiederkomme. Unter welchen Umständen sollten wir die Eingewöhnung doch abbrechen und unsere Tochter zu Hause lassen? Als Einzelkind würde es ihr mit mehr Kindern sicher gut tun, was unsere Motivation für die Kindergruppe ist. Sie soll dort nur 2-3 Tage vormittags bleiben. Insgesamt ist sie ein offenes Mädchen, was gerne mit/neben anderen spielt und auch auf andere Eltern nach eine Weile offen zugeht. Vielen Dank für eine Antwort!
Hallo, 2 Wochen für die Ablösung und Eingewöhnung sind definitiv zu knapp bemessen. Aber immerhin wird überhaupt an die Notwendigkeit einer sanften Ablösung gedacht. Wenn Sie nach 2 Wochen merken, dass sich ihre Tochter nicht lösen kann und zu weinen anfängt, wenn Sie gehen, dann sollten Sie die Sache erst einmal unterbrechen. Es ist falsch, den Eltern zu raten, jetzt "hart" zu bleiben, sonst würde das Kind einen steuern. In Wirklichkeit fängt dann die Traumatisierung an. Sie können Ihre Tochter derweil dann mit anderen Kindern aus der Nachbarschaft, falls möglich, spielen lassen oder mit ihr zum Spielplatz gehen etc. Es gibt eigentlich immer Möglichkeiten zu einem Gruppenkontakt, es sei denn, Sie lebten sehr weit abseits. Viele Grüße.
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