Nala3806
Lieber Dr. Posth, vorab möchte ich mich für Ihre wertvolle Arbeit hier bedanken. Heute habe ich eine Frage bzgl meines Sohnes, er wird im August 5 Jahre (noch 2 kleine Geschwister). Wenn wir draußen sind findet er es ganz toll Bienen oder kleine Käfer totzutreten. Alles erklären (das tut den Bienen weh, Bienen bringen uns Honig etc) bringen nichts. Sie können ja auch stechen und es macht ihm Spaß sie tot zu machen sagt er. Diese Aussage hat mich erstmal etwas erschreckt. Andererseits ist er auch ganz lieb zu den Tieren und "pflegte" kürzlich eine Hummel mit kaputtem Flügel. Er hat einen neuen Freund im KiGa, dieser Junge hat 2 große Brüder und ist etwas ruppig. Seit er mit diesem Jungen befreundet ist haut er plötzlich öfter, will "kämpfen", macht aus Lego Kanonen etc. Wie sollen wir uns richtig verhalten? Bei Induktion kommt er meist, entschuldigt sich und streichelt/kuschelt. Alles nur eine Phase? LG Nala
Liebe Nala, Ihr Sohn identifiziert sich jetzt mit den Kindern seiner etwa altersgleichen Gruppe. Das elterliche Vorbild bekommt zum erstenmal starke Konkurrenz. Aber darauf müssen alle Eltern gefasst sein und sich dafür bereit halten, gegen diese Konkurrenz anzuarbeiten, vor allem wenn es ich um schlechte Einflüsse handelt. In der Form wie Kinder mit kleinen und damit schwächeren Tieren umgehen, bei einem großen Hund würde sich Ihr Sohn so etwas nicht trauen, spiegelt sich ein Machtbedürfnis. Ist dieses noch sehr hoch, dann kann es den Tieren schlecht ergehen. Am besten überlegt man sich, warum das eigene Kind selbst dieses Machtproblem entwickelt und "sein Mütchen" an schwachen Tieren kühlen muss. Der schlechte Einfluss anderer altersgeleicher Kinder fällt dabei nur auf einen bereiten Boden. Ein starkes Gewissen regelt dann diese Aggressionsdruchbrüche zum Guten. Viele Grüße
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