Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Umgang mit Ängsten

Frage: Umgang mit Ängsten

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Hallo! Mein Sohn ist 18 Monate. Er ist ein intererriertes, aufgewecktes und freundliches Kind. Nun habe ich eine eher allgemeine Frage zum Umgang mit Ängsten: 1. Wie verhält man sich richtig, wenn das Kind ängstlich ist ( keine Panik ). Er mag z.B. nicht so gerne Plätze, wo es laut ist und viel Trubel, z.B. Weihnachtsmarkt, Faschingsumzug, Kirmes... Er weint dann oder versteckt sich auf dem Arm und ruft nach mir, wenn ich nicht dabei bin. Vorallem laute, moderne Musik mag er nicht. Zuhause will er auch vorallem Klassik und Kinderlieder hören. Bei Rock-/Pop-Musik "meckert" er. Andere Menschenansammlungen ohne laute Geräusche stören ihn nicht. Kann man das lassen, wenn es sich nicht um lebenswichtige Situationen handelt oder sollte man ihn daran gewöhnen ? 2. Unser Kinderarzt hat ihn leider bei der letzten Untersuchung etwas grob behandelt, so dass er geschrien hat und bei der 2.Unters. nicht mehr ins Sprechzimmer wollte. Wie verhalte ich mich, wenn er beim nächsten Termin weint?


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, grundsätzlich ist es so, daß man mit seinem Kind in diesem Alter allen objektivierbaren Ängsten begegnen soll. Das heißt man muß sich schrittweise diesen nähern und es immer solange aushalten. Bis sich das Kind vollkommen beruhigt hat. Das ist nicht ganz leicht und der Aufwand lohnt sich nur bei Ängsten, die den Expansionsdrang des Kindes deutlich einschränken. Bei gewisser moderner Pop-Musik hätte ich da so meinen Zweifel. Aber z.B. die Angst vor dem Staubsauger ist eine solche, die auf diese Weise zu überwinden ist. Die Ungeschicklichkeit des/der KiA/KiÄ ist bedauerlich, und wir alle sind gut beraten, sehr darauf zu achten, daß wir nicht bedrohlich auf unsere kleinen Patienten wirken. Sie als Eltern können nur von sich aus vermeiden, den Arzt oder die Ärztin als eine beängstigende Person darzustellen. Das Vertrauen, mit dem Sie dorthin gehen, wirkt sich auch auf die Zuversicht des Kindes aus. Viele Grüße


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